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Der Sonnenschutzmarkt in Österreich 2016 entwickelt sich weiterhin positiv. Konsumenten schätzen Produkte made in Austria sowie professionelle Beratung im heimischen Fachhandel. Dazu kommen steigende Komfortansprüche und ein verstärktes Energiebewusstsein

Aufwärtstrend hält weiter an

18.04.2017

Rollläden, Raffstore und Markisen legen neuerlich zu und sorgen für ein branchenweites Umsatzplus von neun Prozent. Fast zwei Drittel aller Produkte werden inzwischen motorisier t angetrieben.

Hoher Wohnkomfort, gesunde Behaglichkeit mit ausreichend natürlichem Tageslicht, sinnvolle und bedarfsgerechte Energieeinträge rund ums Jahr und damit einhergehend vertretbare Kosten sind wesentliche Themen auf den derzeit laufenden Häuslbauer-Messen in ganz Österreich. Demgegenüber stehen Planungen, die in Sachen Beschattung teilweise immer noch auf althergebrachten passiven Konzepten basieren. Ing. Johann Gerstmann, Sprecher des Bundesverbands Sonnenschutztechnik in Österreich: „Diese Diskrepanz ist oft schwer nachzuvollziehen. Gut informierte private Bauherren stehen oftmals beharrlichen Planern gegenüber, die lediglich die hohen Sonnenstände des Sommers auf Südseiten berücksichtigen und daher unverändert Vordächer oder Balkone als wirksame Schutzmaßnahmen betrachten. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus, denn vor allem die flacheren Sonnenwinkel belasten Gebäude am stärksten, und so können ost- und westorientierte Fenster ganz entscheidend zur Überwärmung beitragen.“ Intelligente Verschattung macht aus einem Fenster ein smart window mit einer positiven Gesamtenergiebilanz.

2016 WAR EIN SEHR ERFREULICHES JAHR

Die Entwicklung der Marktzahlen zeigt, dass die Botschaften der heimischen Industrie verstärkt ankommen. Und so war 2016 sowohl aus wirtschaftlicher Sicht als auch für die Mitarbeiter der Sonnenschutzindustrie ein sehr gutes Jahr. Die heimische Produktionsmenge stieg gegenüber dem Vorjahr um knapp fünf Prozent, und die in Österreich verkaufte Stückzahl für außenliegenden Sonnenschutz und Insektenschutz stieg um acht Prozent. Und auch der positive Trend im Export konnte fortgesetzt werden. Summa summarum freut man sich über ein Umsatzplus von neun Prozent. Diese Erfolgsstory bedeutet für 1.652 Beschäftigte in der Sonnenschutzindustrie einen sicheren und stabilen Arbeitsplatz.

MOTORISIERUNG WEITER AUF DEM VORMARSCH

Insgesamt wurden 2016 von den Mitgliedsbetrieben des Bundesverbands Sonnenschutztechnik in Österreich über 923.000 Einheiten an Sonnen- und Insektenschutz produziert, der Großteil davon sind außenliegende Systeme wie Markisen, Jalousien und Läden, die den Wärmeeintrag um bis zu 95 Prozent reduzieren können. Die Branche erkennt außerdem eine klare Tendenz zum smart window und smart home. So hat der ohnehin schon hohe Motorisierungsgrad im Vorjahr nochmals zugelegt: Insgesamt liegt er bei 63 Prozent und ist damit gegenüber 2015 um weitere vier Prozent gestiegen. In der Premiumklasse liegt er bei 77 Prozent, und in einzelnen Produktgruppen wie Wintergartenmarkisen sogar bei 100 Prozent. Gerstmann: „Es soll nicht unerwähnt bleiben, wie sehr der Fachhandel auf Qualität aus Österreich setzt. Hochwertige Produkte gepaart mit dem Service- und Dienstleistungsangebot des regionalen Partners scheinen eine perfekte Symbiose zu sein.“

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