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Brisbanes gläserner Feigenbaum

18.02.2013

Mit organischem Design hinter einer hochtransparenten Structural Glazing Fassade ist der Skyscraper „One One One Eagle Street" im Herzen Brisbanes eine echte Landmarke.

Text Marc Everling

Das mit 195 Metern höchste Bürogebäude der Stadt steht in exklusiver Lage im Central Business District. Cox Rayner Architects lieferten den von der Natur inspirierten Entwurf im Auftrag der GPT Group: Die von außen sichtbare Stahlkonstruktion ist dem verflochtenen Wuchs eines Feigenbaumes nachempfunden. Doch nicht nur das Design überzeugt, das Gebäude wurde auch bereits für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Mitverantwortlich für die gute CO2-Bilanz sind 30.000 Quadratmeter „ipasol neutral" Sonnenschutzglas von Interpane. Es sorgt für viel Tageslicht und verringert das Aufheizen der Büros durch die ganzjährig intensive Sonneneinstrahlung – das senkt die Klimatisierungskosten und schont die Umwelt.

 

Der Natur nachempfunden

Brisbane, Hauptstadt des australischen Bundesstaats Queensland, ist eine expandierende Wirtschaftsmetropole an der Nordostküste Australiens, geprägt vom subtropischen Klima. Bei maximalen Durchschnittstemperaturen von mehr als 25 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit ist Brisbane ein Paradies für Wassersportler und außerdem die Heimat großblättriger Feigenbäume. Mit ihren ausladenden Kronen sorgen sie für etwas Schatten, auch im Stadtzentrum. Das inspirierte die Architekten beim Entwurf des „One One One Eagle Street": Durch die besonders farbneutrale „ipasol"-Ganzglas-Fassade fällt der Blick auf die verflochtene Stahlkonstruktion, die dem Wuchs der Bäume nachempfunden ist. Nachts leuchten 52.000 LED-Adern auf, die an der Stahlkonstruktion montiert sind. Sie tauchen die Glasfassade in pulsierendes Licht, das die Bewegung der Blätter in den
Kronen der Feigenbäume nachahmt.

 

Nachhaltiges Gebäudekonzept

Auf einer Grundfläche von 1.400 Quadratmetern werden 64.145 Quadratmeter Bürofläche vermietet. Im Erdgeschoss finden sich stilvolle Restaurants und Bars. Durch die raumhohe Verglasung ist die mehrstöckige Lobby besonders lichtdurchflutet und wirkt filigran und transparent. Darüber: Vier Etagen Parkhaus für 115 Autos und 212 Fahrräder. Bis hier gelangen Besucher und Mitarbeiter auch über herkömmliche, im Inneren des Gebäudes fahrende Aufzüge. In der siebten Etage startet die spektakuläre Alternative – ein vollverglaster Lift, der seine Fahrgäste an der Fassade des Gebäudes mit acht Metern pro Sekunde bis ins 54. Stockwerk transportiert, atemberaubendes Panorama inklusive.

Für besondere Nachhaltigkeit wurde das Gebäude bereits mit dem Sechs-Sterne Green Star-Award des Green Building Council of Australia (GBCA) ausgezeichnet: Neueste gasbetriebene Generator-Technologie reduziert Spit­zenlasten aus dem Stromnetz. LED-Technologie hält den Verbrauch gering. Ein besonderes Recycling-System verringert Abfälle. In heißen Klima spielt jedoch der Faktor Kühlung die Hauptrolle. Hier reduziert die Glasfassade den Klimatisierungsbedarf erheblich und senkt so die CO2-Emissionen: „ipasol neutral" Sonnenschutzglas schützt mit einem exzellenten g-Wert von 27 Prozent effektiv vor dem Aufheizen der Büros durch die ganzjährig intensive Sonneneinstrahlung. Alle 3,1 Meter hohen und vollverglasten Etagen werden trotzdem mit viel Licht versorgt, denn die Tageslichttransmission (TV) der Verglasung ist relativ hoch. So arbeitet es sich angenehm und die elektrische Beleuchtung muss erst spät zugeschaltet werden.

Autor/in:
Redaktion Glas
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