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GLANZSTÜCKE AUS GLAS

28.12.2018

Unter dem Titel „Glanzstücke“ präsentier ten er folgreiche Glaskünstler aus ganz Österreich kürzlich im Rahmen einer Ausstellung in Traun, Oberösterreich, ihre Meister werke erstmals gemeinsam. Die Leiterin der Galerie Alexandra Wolf-Zifferer und der Glaskünstler Rober t Comploj kuratier ten diesen Kunst-Event , an dem 16 Künstler teilnahmen. Eva Moosbrugger war eine von ihnen.

Memory Objects“ von Eva Moosbrugger sind Zeitkapseln zur Aufbewahrung kostbarer Erinnerungen.

Die Ausstellung im Neuen Museum Nürnberg ist noch bis 6. Jänner 2019 zu sehen.

Nähere Informationen zur Ausstellung: www.nmn.de.

Mehr über die Künstlerin Eva Moosbrugger und ihre Arbeiten findet man unter www.evamoosbrugger.com.

Eva Moosbrugger war eine der Teilnehmerinnen der „Glanzstücke“. Ihre „Memory Objects“ wanderten danach weiter nach Deutschland, derzeit sind sie im Neuen Museum Nürnberg in der Ausstellung „Glas-Gefäß-Objekt“ zu sehen. Geboren in Stuttgart, lebt und arbeitet die Künstlerin in Dornbirn und Venedig. Seit 1974 widmet sie sich dem autodidaktischen Studium von verschiedenen Mal- und Materialtechniken. Im Rahmen von zahlreichen Ausstellungen entwickelten sich Wand- und Rauminstallationen aus Holz, Eisen, Beton und Stein, es folgte die Beschäftigung mit Raku-Keramik, und im Jahr 1995 entstanden erste Arbeiten mit Glas.

„Ich bin Bildhauerin. Vor 23 Jahren entdeckte ich das Material Glas zur Gestaltung meiner künstlerischen Konzepte. Mich begeistert die Farbigkeit des Glases, seine vielfältigen Erscheinungsformen, seine Transparenz und sein Spiel mit dem Licht, und die zahlreichen Möglichkeiten zur Gestaltung der Oberfläche, die meine Werke mit haptischer Qualität ergänzen. Im Gegensatz zu meiner früheren Arbeit mit Stein, die einsam ist und bei der die Form durch Abtragen entsteht, wird mit Glas aufbauend gearbeitet und im Team“, erzählt Eva Moosbrugger. Unter Anwendung traditioneller venezianischer Glasbläsertechniken und teilweise im Mittelalter entwickelter Methoden zur Oberflächengestaltung fertigt sie gemeinsam mit ihren Teams die Rohlinge für die Skulpturen in den Glashütten Muranos an. Meistens bearbeitet sie diese dann bildhauerisch in ihrem Atelier in Dornbirn. „Dieses Vorgehen erklärt auch die extreme Dickwandigkeit meiner Objekte“, so die Künstlerin. „Ich arbeite in Zyklen, in denen ich einer Idee, Vorstellung oder einem allegorischen Hinweis nachgehe, die ich dann in einer Anzahl verwandter Stücke mit unterschiedlicher Herangehensweise ausarbeite“, erklärt sie. Inspiration für ihre Werke findet sie in der Natur, auf Reisen und im Gedankengut, die Darstellung erfolgt meist durch Abstraktion oder radikale Reduktion der Idee. „Ursprung, Entstehung und Zusammensetzung von Material, Form, Farbe, Konsistenz, die Art der Bearbeitung und die Oberflächengestaltung – dies alles trägt zum Gesamtbild meiner Kunstwerke bei“, erzählt Eva Moosbrugger.

Eva Moosbrugger erhielt 2017 den „German Design Award“ für exzellentes Product Design in der Kategorie „Luxury“. Gewürdigt wurden die „Final Peace Fine Art Urns“. Ihre „Memory Objects“ sind Zeitkapseln zur Aufbewahrung kostbarer Erinnerungen. Jedes Memory Object ist eine unikate Skulptur, die mit einer Edelstahlplatte mit Drehverschluss an der Basis versehen ist, wodurch das Kunstobjekt auf Wunsch auch als Behältnis Verwendung findet.

Autor/in:
Helga Högl
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