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Hervorragend besuchter Glasfachtag in Linz

08.04.2019

Rund 500 Fachleute, Architekten, Handwerkspartner und Interessierte aus der Glasbranche waren am 20. März der Einladung der österreichischen ClimaplusSecurit-Partner und Saint-Gobain Glass zum mittlerweile 23. Glasfachtag ins Linzer Designcenter gefolgt.

Die bewährte Kombination aus Vorträgen und Workshops sowie das umfangreiche und nochmals erweiterte Ausstellungsprogramm stießen bei den Besuchern auf durchwegs positive Resonanz.

Vielfalt war Trumpf im Linzer Design Center, während sich das Wetter – traditionell zum Fachtag – erneut von seiner sonnigen Seite zeigte: Sowohl die Aussteller im Foyer, darunter u. a. die Unternehmen Bohle, dormakaba, Pauli & Sohn, Volderauer, WSS, Glas nach Maß, Swisspacer und Vetrotech, als auch die einzelnen Vorträge stießen auf reges Interesse bei den rund 500 Besuchern. Entsprechend gut war die Stimmung bei den gastgebenden österreichischen ClimaplusSecurit-Partnern.

Nachdem Patrick Georg, Marktmanager der ClimaplusSecurit-Partner bei Saint-Gobain Glass und Moderator des Fachtages, die Gäste begrüßt und einen Überblick über den Tag gegeben hatte, referierte Andreas Bittis, Marktmanager Fassade der Saint-Gobain Glass Deutschland GmbH, über das Thema „Tageslicht und Reflexion: Neue Dimensionen, neue Herausforderungen?“ Seiner Ansicht nach sei der Faktor Tageslicht nicht nur ein entscheidender Faktor für mehr Lebensqualität, sondern auch signifikant wichtig für das Wohlbefinden der Nutzer von Gebäuden. Bittis prognostizierte zudem, dass der Faktor Wohlbefinden in Zukunft einer der Markttreiber im Bausektor werde. Bittis präsentierte außerdem Details zur Gründung und Entwicklung des inzwischen größten und ältesten Baustoffherstellers der Welt. Die Entstehung des Unternehmens geht zurück auf die Herstellung von Spiegeln für das Versailler Schloss des Königs Ludwig XIV.

Als nächster Vortragender informierte Ernst Rumpeltes von der Interconnection Consulting GmbH in Wien über Markttrends zu Glas im Innen- und Außenbau in Österreich. Seiner Meinung nach verlangsame sich das Wirtschaftswachstum in Europa zwar, der Bausektor bleibe aber optimistisch, insbesondere, weil die Wohnbauaktivitäten in Österreich weiter auf Rekordniveau blieben. Vor allem bei Vorhangfassaden gebe es ein überproportionales Wachstum. Immer wichtiger sei zudem die Digitalisierung, so Rumpeltes.

Im Anschluss erläuterte Michael Marte, Sachverständiger und Experte des Komitee 071 im Austrian Standards Institute (ASI), auf kurzweilige Art und Weise Veränderungen bei verschiedenen ÖNormen, darunter B 3738 (Norm für visuelle Qualität), B 3719 (Ganzglasduschen) und B 2227 (Werkvertragsnorm für Glaserarbeiten).

Der Nachmittag startete mit zwei zeitgleich stattfindenden Workshops: Während Andreas Kain, Leiter Anwendungstechnik und Verkauf der Ramsauer GmbH & Co KG, humorvoll über Dicht- und Klebstoffe, deren Grundlagen zur Verarbeitung und insbesondere Silikondichtstoffe in der Glasfassade sprach, wurden in Workshop zwei unter dem Motto „Trends im Innenausbau“ gleich drei verschiedene Themen präsentiert: Martin Stadler, Marketingdirektor der Saint-Gobain Glass Deutschland GmbH, referierte über Reflexionen im Innenausbau und Glas im Duschenbereich; Manfred Beham und Roland Rechberger von der Ertl Glas AG boten einen Überblick zum Thema „Keramischer Digitaldruck – Design und Sicherheit im Einklang“; und Christoph Wenna von Wenna Glas erläuterte Möglichkeiten und Trends im modernen Glasbau mit gebogenen Gläsern. Nach den Workshops demonstrierte Stefan Doppler, Sales Area Manager und Niederlassungsleiter Österreich der Vetrotech Saint-Gobain GmbH, anhand zweier eindrucksvoller Versuche mit Anti-Panik-Türen, wie leistungsfähige Brandschutz- und Hochsicherheitsverglasungen wirkungsvoll funktionieren.

Den Abschluss des Tages übernahm der österreichische Kabarettist Manuel Thalhammer, Publikumspreisgewinner beim 31. Grazer Kleinkunstvogel und Gewinner des Waidhofner Kabarettpreises. Sein Programm „Lehrer ohne Klasse – Das Kabarett mit Anwesenheitspflicht“ sorgte für Erheiterung und reichlich Lacher im immer noch gut gefüllten Kongresssaal. Das durchweg positive Echo der gesamten Veranstaltung von Gästen und Referenten wurde durch das Fazit von Patrick Georg noch einmal untermauert: Seiner Ansicht werde der österreichische Glasfachtag auch weiterhin das Highlight der Glasbranche für Veranstalter, Aussteller und die zahlreichen Besucher sein.

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