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IBAN und BIC – die beiden Unbekannten

14.11.2012

Langsam werden die alt gewohnten Kontonummern und Bankleitzahlen bei Überweisungen im Inland durch BIC und IBAN abgelöst. Wirklich verpflichtend für Inlandsüberweisungen wird die Verwendung der neuen, bedeutend längeren Zahlenkombination (IBAN) bzw. Buchstabenabfolge (BIC) als Identifikation für die Bank ab 1.2.2014 sein.

Die Banken gehen aber jetzt schon dazu über, nur mehr Formulare mit IBAN und BIC auszugeben, sodass damit zu rechnen ist, dass rein praktisch die Umstellung bereits 2013 erfolgen wird. Wenn Sie ein Telebanking-Programm verwenden, sollten Sie sich bei Ihrer Bank erkundigen, ob hier ein Update oder eine Änderung des Formats notwendig wird, damit Sie weiter klaglos Ihren Bankverkehr erledigen können.

 

Selbständig oder doch Dienstnehmer? Unterstützung durch die SVA! Die Sozialversicherungsanstalt steht Unternehmern bei der Schlussbesprechung einer GPLA-Prüfung (Gesamtlohnabgabenprüfung) mit der Gebietskrankenkasse in Zukunft zur Seite. Die Frage, ob ein Mitarbeiter als freier Dienstnehmer oder als Selbständiger anzusehen ist oder doch angestellt werden muss, gilt als weitgehend geklärt. Dennoch kommt es bei Lohnabgabenprüfungen manchmal vor, dass die Gebietskrankenkassen Selbständige als Dienstnehmer qualifizieren und eine rückwirkende Pflichtversicherung nach dem ASVG – auch für mehrere Jahre – vorschreiben. Unter Umständen müssen Dienstgeber- und Dienstnehmerbeiträge rückwirkend für bis zu fünf Jahre nachgezahlt werden!

Dies führt speziell bei Einpersonenunternehmen oft zu existenzbedrohenden Situationen. Um derartige Härtefälle zu vermeiden, sollen sich Gebietskrankenkassen und Sozialversicherungsträger künftig in jedem einzelnen Fall gemeinsam an einen Tisch setzen: Die SVA kann zur Schlussbesprechung der Prüfung, bei der über die sozialversicherungsrechtliche Zuständigkeit entschieden wird, beigezogen werden und soll einen Gegenpol zur Rechtsansicht der Gebietskrankenkassen bilden bzw. vor voreiligen Vorschreibungen schützen. Nicht vergessen: Vor Begründung eines Werkvertrags kann beim Finanzamt oder bei der GKK eine Anfrage gestellt werden, ob tatsächlich eine selbständige Erwerbstätigkeit vorliegt.

Man kann auch bei der SVA einen Feststellungsantrag machen, um die Zugehörigkeit zur GSVG-Versicherung endgültig geklärt zu bekommen. Achtung bei Gleitzeitvereinbarungen. Gleitzeitvereinbarungen (Stichwort flexible Arbeitszeit) werden immer häufiger. Die Vereinbarung ist schriftlich (Vertrag) zu dokumentieren und sollte zumindest folgenden Inhalt haben: Gleitzeitperiode, Gleitzeitrahmen, Höchstausmaß der übertragbaren Stunden, Dauer und Lage der fiktiven Normalarbeitszeit (z. B. für Krankenstand).

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater,
Kanzlei Jupiter ­unter

T: 01-278 12 95, E: office@jupiter.co.at,
und Dr. Michael Kowarik unter

T: 01-892 00 55, E: info@kowarik.at
gerne zur Verfügung. 

www.ratundtat.at

Autor/in:
Redaktion Glas
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