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Im Westen was Neues

30.11.2017

Hoch hinaus wächst derzeit die Stadt Berlin. Seit Mai ist ein weiteres Hochhaus in West-Berlin bezugsfertig: Das Upper West am Breitscheidplatz ragt mit 118 Metern eindrucksvoll in die Höhe und zählt zu den vier höchsten Gebäuden der Stadt. Mit schlanker Form und weißem Gewand fügt es sich elegant in das Stadtbild ein und setzt mit seiner Gestaltung ein klares Statement für die Moderne.

Eine weiße, vorgesetzte Aluminiumverkleidung prägt den Charakter des Upper West. Insgesamt wurden rund 10.500 Quadratmeter Glas verbaut.

Das Gebäudeensemble Upper West umfasst neben dem markanten 34-geschossigen Turm auch einen flachen 8-geschossigen Riegelbau. Auf insgesamt 53.000 Quadratmetern Gesamtfläche bietet das Ensemble Raum für Einzelhandelsflächen, Büros und ein Hotel der Motel One Gruppe. Rund 580 Hotelzimmer sind in den ersten 18 Etagen im Turm untergebracht. Die Geschosse 19 bis 32 sind Büroflächen vorbehalten, hier lässt sich mit Blick auf die Stadt in Ruhe arbeiten. Im obersten Turmgeschoss befindet sich eine Skybar mit fantastischer Aussicht über ganz Berlin. Der flache Riegelbau ist als Geschäftshaus für Einzelhandel- und 

Büroflächen konzipiert. Eleganter Blickfang ist die weiße, geschwungene Elementfassade des Upper West – sie verleiht dem Gebäudekomplex eine besondere Anmutung. Rund 25.000 Quadratmeter Gebäudefassade aus 3.800 vorgefertigten Aluminiumelementen wurden dafür vor Ort zusammengesetzt und montiert. Von außen prägt eine weiße, vorgesetzte Aluminiumverkleidung den Charakter des Hochhauses – durch die leicht versetzte Anordnung der einzelnen Elemente entsteht ein belebtes und zugleich homogenes Fassadenbild. Der Riegelbau zeigt eine andere Optik: Seine Fassade wird durch Fertigbetonteile geprägt, messingfarbene vorgesetzte Rahmen verleihen den Fenstern Tiefenwirkung. 

Komfort- und Spezialverglasungen

Die Mischnutzung im Upper West von Büro über Hotel bis zu Einzelhandel bringt unterschiedliche Anforderungen an Komfort, Wärme- und Schallschutz im Gebäude mit sich – und damit auch ganz individuelle Anforderungen an die Verglasung. Insgesamt wurden im Upper West rund 10.500 Quadratmeter Gläser von Saint-Gobain Glass verbaut. Darunter als Besonderheit: über 1.000 Quadratmeter Wärmeschutzgläser mit radardämpfenden Eigenschaften – „Climatop Cool-Lite SKN 154 Contraradar“. Denn Hochhäuser, die im Erfassungsbereich von Flughäfen liegen, müssen mit radardämpfenden Maßnahmen ausgestattet sein. Die Radarreflexionsdämpfung gewährleistet, dass das Gebäude nicht die Radarsignale der an- und abfliegenden Flugzeuge abstrahlt und so deren korrekte Position schwerer zu bestimmen ist. 

Da das Upper West mit seinen 118 Metern Höhe im Radarerfassungsbereich von gleich zwei Flughäfen liegt, war auf zwei Gebäudeseiten ein entsprechender Schutz erforderlich. Nach Norden in Richtung Tegel, sind ab dem 11. Obergeschoss Gläser mit radardämpfenden Eigenschaften in die Fassade eingebaut. Auf der Südseite war es aufgrund der größeren Entfernung zum Flughafen ausreichend, die verbauten Blech- und Aluminiumelemente ab der 17. Etage um zwei Grad zu kippen. Neben den radardämpfenden Wärmeschutzgläsern wurden weitere 115 Quadratmeter emaillierte Sicherheitsgläser „Emalit“ von Saint-Gobain Glass bauseitig mit Radardämpfung ausgestattet. Rund 9.000 Quadratmeter Isolierverglasungen in unterschiedlichen Aufbauten mit Saint-Gobain Wärmeschutz- und Sonnenschutzbeschichtungen sind darüber hinaus in die Fassade integriert. So homogen die Gebäudehülle des Upper West von außen auch erscheint, so individuell sind die rund 3.800 Fassadenelemente in ihrer Ausführung. Und das sowohl im Hinblick Format und Ausstattung, als auch in punkto Verglasung – und die erfüllt im Upper West neben modernsten Anforderungen an Schall- und Klimaschutz auch die Auflagen der Flugsicherheit. 

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