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Innovationen für die Zukunft

10.07.2014

Der 18. Saint-Gobain Glass Fachtag am 2. April im Design Center in Linz stand ganz im Zeichen von neuen Produkten, Entwicklungen und Chancen für den kommenden Markt.

Die hochkarätigen Vorträge kombiniert mit der Aussicht auf zukunftsfähige Trends und Innovationen lockten rund 400 Besucher an. Eingeladen hatten Saint-Gobain Glass Deutschland und die österreichischen ClimaplusSecurit-Partner.

Nachdem Daniela Siegel (Bild 1), Marktmanagerin der ClimaplusSecurit-Partner, zu Beginn der Veranstaltung die Gäste im Kongresssaal begrüßt hatte, informierte Dr. Frederik Lehner (2) vom Marktforschungsinstitut Interconnection Consulting über das Thema „Pricing“ und betonte, dass der Kundennutzen eines jeden Produktes den Preis definiere. „Je höher der Nutzen, desto höher kann der Preis sein“, so Lehner, der zudem verdeutlichte, dass unterschiedliche Kundengruppen auch unterschiedliche Preise verlangten.

Im Anschluss stellte DI Matthias Dick (3) von der Firma Sika Services AG Fenster- und Fassadentrends vor und zeigte zahlreiche Referenzen aus über zehn Jahren Erfahrung mit geklebten Fensterkonstruktionen. Dick erläuterte die technischen Paramater, die auf den Randverbund einer Glas-Rahmenkonstruktion über die gesamte Lebensdauer eines Bauelementes einwirken. Sein Augenmerk galt zudem einer optimalen Energieeinsparung durch Dämmung, z. B. von Integralfenstern. Entscheidend seien geringe Temperaturunterschiede zwischen Rauminnenseite und Anschlussfuge, so Dick.

Einen umfangreichen und erhellenden Ausblick auf die Zukunft der beschichteten Gläser von Saint-Gobain Glass bot Dr. Fabrice Didier (4), Direktor Vertrieb, Marketing und Entwicklung für den innovativen Bauglassektor, Saint-Gobain Glass International. Didier verdeutlichte, dass der Markt für Fenster kein lokaler mehr sei, sondern durch die zunehmende Konkurrenz aus Osteuropa mehr und mehr globaler werde. Die Folge sei, dass mit Basisgläsern kaum noch eine Wertschöpfung zu erzielen sei. „Die Lösung sind intelligente Glaskombinationen für jede Anforderung und jeden Anspruch“, so Didier. Sein Fazit: Je größer die Vielfalt der angebotenen Gläser sei, desto besser sei dies für die Wertschöpfungskette Glas. Saint-Gobain Glass werde daher in den nächsten drei Jahren zahlreiche neue Produkte am Markt positionieren.

Martin Stadler (5), Direktor Marketing bei Saint-Gobain Glas Deutschland, stellte das neue von Saint-Gobain Glass entwickelte Glas-Serviceportal für die Kunden der ClimaplusSecurit-Partner vor und wies darauf hin, dass Marketing Kernaufgabe eines jeden Unternehmens sei. Mit dem neuen Portal wolle Saint-Gobain Glass Handwerker unterstützen, um sich als kompetenter und zuverlässiger Service-Dienstleister im lokalen und regionalen Markt zu positionieren. Durch das vielfältige Angebot der neuen Plattform habe jeder Kunde die Möglichkeit, seine lokale Bekanntheit durch professionelle Kommunikation zu steigern.

Im Anschluss erläuterte DI Erwin Eber (6) von der Firma Wincon Erfolgsfaktoren für Verkaufsgespräche. Entscheidend sei neben einem positiven Gesprächsklima, dass mit Hilfe von Fragen das Produkt oder die Dienstleistung mit den Zielen des Kunden verknüpft werden müsse. „Verändern Sie die Sichtweise des Kunden, so dass der Kunde von selbst auf die Lösung – also den Kauf – kommt“, riet Eber.

Jochen Grönegräs (7), Geschäftsführer des Bundesverband Flachglas, stellte die aktuelle Diskussion um das höhere Gewicht von Dreifach-Isoliergläsern und die damit verbundenen Probleme bei Transport und Einbau in Frage. Nach einer über 30-jährigen Entwicklung hin zu heutigen Dreifach-Isoliergläsern seien zehn Kilogramm mehr Gewicht pro Quadratmeter nicht so sehr relevant, sagte Grönegräs und stellte aktuelle Hilfsmittel und Hebezeuge vor. Außerdem betrachte er den Einsatz von Vakuum-Isoliergläsern auf Sicht als nicht realistisch, so Grönegräs. Zum Schluss skizzierte Robert Schild (8), Manager Habitat bei Saint-Gobain Glass International, Chancen und Entwicklungen im Bereich Glas und Energieeffizienz. Ziel müsse es sein, durch intelligente Gebäudehüllen und den Plusenergiehaus-Standard langfristig energieautark zu werden, um die Abhängigkeit von fossilen Brenn- und Rohstoffen zu verringern.

Im Foyer informierten sich die Besucher über neue Entwicklungen und Produkte der einzelnen Austeller, darunter die Firmen Bohle GmbH, Dorma, Pauli & Sohn Beschläge, Maderböck Fenster & Türenbau, Swisspacer, Volderauer, WSS Beschläge, Sika und Vetrotech. Daniela Siegel zog abschließend ein
positives Fazit: „Der Fachtag in Linz hat sich seit 18 Jahren als DIE technische Glasveranstaltung in Österreich etabliert“.

Redaktion

Autor/in:
Redaktion Glas
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