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Innovatives Statik-Programm für den Glaser

29.08.2012

Glas muss immer häufiger hohen statischen Ansprüchen gerecht werden. Mit dem innovativen Bemessungsprogramm AGSB ist die richtige Glasdicke schnell ermittelt und ein prüffähiger, statischer Nachweis erstellt.

Der sensible Werkstoff Glas muss über Jahre hinweg einer Vielzahl von Belastungen standhalten. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, werden mit der Normreihe ÖNorm B 3716-1 bis 4 umfangreiche Anforderungen an die Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit von Verglasungen im Bau gestellt. Der rechnerische Nachweis der notwendigen Glasdicken ist allerdings sehr umfangreich und kaum mehr ohne EDV-Unterstützung denkbar.

 

Software-Lösung für den Glashandwerker. Die Lösung für den Glashandwerker ist das Austrian GlasStatik Bemessungsprogramm, das auf Initiative der Bundesinnung der Glaser Österreichs vom renommierten Fach-Softwarehaus Sommer Informatik GmbH unter Mitwirkung namhafter Glas-Fachleute entwickelt wurde.

Mit AGSB ist die richtige Glasdicke schnell ermittelt und ein prüffähiger, statischer Nachweis erstellt. Die Eingaben erfolgen komfortabel in klar strukturierten Bildschirmmasken. Alle zu berücksichtigenden Lasten wie Schnee, Wind, Eigengewicht, Verkehrslasten, klimatisch und regional bedingte Schwankungen des Luftdrucks und der Temperatur werden bei der Berechnung geprüft und sich daraus ergebende Spannungen und Durchbiegungen der Scheiben mit den zulässigen Werten der verschiedenen Glasarten abgeglichen.

 

Aktueller Schulungstermin. Die komplexen Zusammenhänge von Einwirkungen, Vorschriften, Sicherheit und die materialspezifischen Eigenschaften der Glasarten erfordern eine intensive Schulung. Die Dauer der Schulung ist mit zweieinhalb Tagen angesetzt.

Die nächste Schulung findet vom 26. – 28.9.2012 in Wels/OÖ statt. Anmeldungen nimmt die Bundesinnung der Glaser unter
T: 01/505 69 60 oder E: [email protected] entgegen.

„Aufwertung der Fachkompetenz"

Alfred Heinzl von der Heinzl Glasbau GmbH aus Wien hat die Schulung zu Austrian GlasStatik im September 2011 absolviert und wendet das Bemessungsprogramm seither erfolgreich an.

 

Was waren die Inhalte der zweieinhalbtägigen Schulung die Sie im Vorjahr absolviert haben?

Heinzl: Es war ein grundsätzliches Kennenlernen des Programms inklusive Details: etwa Horizontal- und Vertikalverglasungen – was kann bemessen werden. Der zweite Schritt waren dann Anwendungen aus der Praxis, die wir selbst bemessen mussten.

 

Nutzen Sie Austrian GlasStatik seither im Arbeitsalltag?

Heinzl: Ja, häufig. Was ich früher rein nach Erfahrung gemacht habe, wird jetzt professionell gerechnet. Und der monetäre Einsatz für das Programm ist bald herinnen. Alleine schon durch Materialkosten: Denn oft bemisst man Gläser zu dick. Und man punktet mit mehr Fachkompetenz: Wenn Kundenanfragen kommen, hat man binnen fünf Minuten ein statisches Ergebnis.

 

In welchen Bereichen nutzen Sie das Statikprogramm vor allem?

Heinzl: In vielen. Bei größeren Portalverglasungen, Dachverglasungen, Absturzsicherungen – überall wo Statik zum Tragen kommt. Ich nutze es wirklich regelmäßig. Mit gewissen Grundkenntnissen ist die Anwendung relativ einfach. Und es wertet die persönliche und die Fachkompetenz der gesamten Glaserschaft auf, wenn wir statische Berechnungen anbieten können.

Interview: Birgit Tegtbauer

Autor/in:
Redaktion Glas
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