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Pressekonferenz zur Konjunktur im Gewerbe und Handwerk am 13. Jänner im Wiener Café Landtmann (v. l.): Christina Enichlmair (KMU Forschung Austria), Renate Scheichelbauer-Schuster (Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk) und Reinhard Kainz, Geschäftsführer der Bundessparte.

Konjunktur: Handwerk und Gewerbe hofft auf robuste Entwicklung 2020

13.01.2020

„Österreichs Handwerk und Gewerbe blickt nach den vorliegenden Zahlen auf ein erfolgreiches 2019 zurück. Wir werden nach den vorliegenden Zahlen die Umsatzschallmauer von 100 Mrd. Euro durchbrechen“, konnte die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster, bei einer Pressekonferenz am 13. Jänner in Wien berichten. 

Natürlich laste die zu erwartende konjunkturelle Eintrübung auf der Stimmungslage der Betriebe für 2020. Trotz allem bestehe die Hoffnung, dass sich die Konjunkturwolken rascher auflösen als erwartet und dass mit dem neuen Regierungsprogramm im Rücken so mancher wesentliche Impuls gerade auch für Handwerk und Gewerbe eintritt, prognostizierte Scheichelbauer-Schuster vorsichtig für das neue Jahr. Das Hochkonjunkturjahr 2019 legt die Latte für 2020 hoch. „Trotzdem blicken wir selbstbewusst auf das neue Jahr und hoffen auf eine robuste Entwicklung“, so die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk im Rahmen der ersten Pressekonferenz 2020. 

Plattformlösung als Beitrag zur weiteren Digitalisierung der Betriebe
Kurz vor Jahresende konnte für die Vielzahl an qualifizierten heimischen Betrieben zudem noch ein wichtiger Erfolg erreicht werden, berichtet Reinhard Kainz, Geschäftsführer der Bundessparte: „Wir freuen uns sehr, dass es neben dem Meistersiegel nun auch ein Siegel für Befähigte gibt. So können wir nun den Startschuss geben, qualifizierte Betriebe sichtbar zu machen! Dazu haben wir uns entschlossen, unsere Betriebe mittels einer Plattformlösung viele Möglichkeiten zu eröffnen.“ 
In den nächsten Monaten sollen mehr als 2.000 Betriebe unter www.gutgemacht.at mit ihrer Qualifikation – also dem staatlichen Gütesiegel „Meisterbetrieb“ oder dem staatlichen Gütesiegel „staatlich geprüft“ oder mit dem Baumeister-Logo kenntlich gemacht werden. Betriebe, die auf andere Weise als durch Prüfung den Befähigungsnachweis erbracht haben (z. B. durch Absolvierung einer HTL und Praxiszeit), werden ebenfalls als Qualitätsbetriebe auf der Plattform gekennzeichnet. „Damit soll den Konsumenten eine bewusste und qualitätsvolle Auswahlmöglichkeit bei der Suche nach ihrem Handwerker oder Gewerbebetrieb angeboten werden. Wer Qualität sucht, soll hier qualitätsbewusste, qualifizierte Betriebe finden. Mit heute startet diese Kooperation operativ in vier Bundesländern, nämlich Niederösterreich, der Steiermark, Kärnten und dem Burgenland“, so Kainz. 

Konjunktur: Stimmungsbarometer weiter positiv
„Österreichs Gewerbe- und Handwerksbetriebe blicken verhaltender auf 2020. Zu beachten ist, dass das Ausgangsniveau aus 2019 ein deutlich höheres ist. Die Konjunktur in Handwerk und Gewerbe ist derzeit ,on hold’, je nachdem wie rasch angekündigte Entlastungsmaßnahmen bzw. Impulse dazu führen, dass die derzeit schwächere Industriekonjunktur wieder anzieht, kann sich die Konjunktur ab dem dritten Quartal 2020 wieder aufhellen“, unterstreicht Christina Enichlmair von der KMU Forschung Austria. 
In den ersten drei Quartalen 2019 sind die Auftragseingänge bzw. Umsätze gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres wertmäßig um 0,2 Prozent gestiegen und damit nur geringfügig höher als 2018. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass in den ersten drei Quartalen 2019 im Gewerbe und Handwerk ein Umsatz von rund 72,9 Mrd. Euro erzielt wurde – um 150 Mio. Euro mehr als im Vorjahr.  Das Stimmungsbarometer ist gesunken und liegt unter dem hohen Niveau des Vorjahres, ist aber nach wie vor sehr positiv. „24 Prozent der Betriebe beurteilen die Geschäftslage als „gut“, 62 Prozent als saisonüblich und 14 Prozent der Betriebe als „schlecht“. Per Saldo überwiegen die Betriebe mit guter Geschäftslage um 10 Prozent-Punkte, d. h. die Betriebe beurteilen die Geschäftslage nach wie vor sehr positiv, auch wenn die guten Zahlen des Vorjahres nicht mehr erreicht werden“, so Enichlmair. 

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