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Nachgefragt: Gibt es Engpässe in der Glas-Industrie?

26.03.2020

Die Corona-Krise hat einiges an gewohnt Verfügbarem eingeschränkt. Wie sieht es in der Glasbranche aus: Sind noch alle Produkte lieferbar? Werden nach wie vor Glas, Beschläge und Maschinen produziert? Sind die Kundenbetreuer erreichbar? Wir haben bei Zulieferindustrie und Großhandel nachgefragt. (Letztes Update: 01.04.2020)

Wolfgang Pichler, Pilkington Austria GmbH
Die Corona-Krise ändert einiges an unserer Geschäftstätigkeit: Persönliche Kontakte, die uns sehr wichtig und ein Bestandteil unseres Service sind, werden zur Gänze vermieden. Es ist uns aber gelungen, die administrativen Arbeiten wie Angebotslegung, Auftragserfassung, Einkauf und Produktionsplanung in den Homeoffices unserer Mitarbeiter abzubilden. Kunden und Lieferanten spüren dabei keine Veränderung, alle Anliegen werden wie gewohnt abgearbeitet. 
Der Auftragseingang ist – vor allem diese Woche – rückläufig, jedoch gehen wir davon aus, dass auch die Osterferien in diesem Fall einen größeren Einfluss haben. Auslieferungen gestalten sich schwieriger, da viele Kunden nicht ständig vor Ort, Baustellen geschlossen und auch einige Gebiete in Quarantäne (wie z. B. Südtirol), schwer erreichbar sind.
Der administrative und organisatorische Aufwand ist durch die Einführung von Sicherheitsmaßnahmen, Koordinierung der Homeoffices, Besprechungen und Abstimmungen, die nur mehr über geplanten Telefonkonferenzen abgehalten werden, temporär gestiegen.  
Unsere Produktion ist noch mit allen Abteilungen aufrecht, das wird auch so bleiben. Wir wollen unbedingt die Wünsche und Aufträge unserer Kunden erfüllen. Es wurden höchste Sicherheitsmaßnahmen getroffen, damit unser Betrieb nicht ebenfalls durch einen Corona-Vorfall geschlossen werden muss. Überall im Haus sind entsprechende Hygiene-Maßnahmen getroffen worden, Produktionsmitarbeiter wurden in Schichtbetrieb aufgeteilt, um die vorgegebenen Sicherheitsabstände einzuhalten, Personen, die abteilungsübergreifend arbeiten, tragen Schutzmasken, für Spediteure bzw. LKW-Fahrer wurde eine eigene Sicherheitsschleuse eingerichtet, und Vertreter dürfen das Haus nicht betreten.
Im Moment gibt es also keine Lieferänderungen, die Lieferzeiten sind wie gewohnt kurz. Abhängig von der weiteren Entwicklung von Auftragseingängen ist es jedoch möglich, dass gewissen Kunden nur mehr ein Mal pro Woche angeliefert werden.
Derzeit liefern wir noch alle Produkte – ESG-, VSG-, TVG-, Email- und Digital-Print-Produkte, aber auch Isolierglas und vor allem Brandschutzglas aus. Jedoch ist mit einem Rückgang speziell im Fassadenbereich zu rechnen, wenn Großbaustellen weiter geschlossen bleiben. Marktinformationen sagen, die Lieferungen an Fensterbauer seien sehr schwierig, da viele Betriebe geschlossen haben – was aber für uns nicht unmittelbar relevant ist.
Unsere Office-Mitarbeiter sind für unsere Kunden weiterhin regulär erreichbar, jedoch befindet sich der Großteil davon im Homeoffice. Sie können per E-Mail wie gewohnt erreicht werden, telefonisch werden Kunden über das Kundenservicecenter T: 06462/46 99-0 weiterverbunden. (Stand 31.03.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.pilkington.at

Herbert Volderauer, Volderauer CNC GmbH
Nach den neuesten Meldungen unserer Bundesregierung wird uns die Corona-Krise noch einige Zeit erhalten bleiben. Wie es danach weiter geht, kann noch niemand sagen. Wir bei Volderauer CNC GmbH machen das Beste aus dieser Situation. Unser Team ist in einer der Situation angepassten Weise für unsere Kunden da. Wir sind aktuell voll lieferfähig und wie gewohnt weiterhin voll motiviert. Ein persönlicher Kontakt ist derzeit leider nicht möglich. Unsere Kunden können auch jederzeit unseren Webshop benutzen – die Lieferungen werden am gleichen oder spätestens am nächsten Tag versendet.
In unserer CNC-Fertigung haben wir rasch reagiert und auf Kurzarbeit umgestellt.
In dieser für uns alle herausfordernden Zeit zeigt sich auch, wie wichtig es ist, auf die heimische Wirtschaft zu schauen. Kaufen wir doch unsere Lebensmittel beim örtlichen Bäcker und Metzger, unsere Kleidung, Schuhe, Sportartikel usw. über die Geschäfte in unserer Umgebung. Wir als österreichischer Glasbeschlägehersteller können keine Stoßgriffe um 10 Euro oder weniger herstellen. Wir produzieren im Stubaital, wir bezahlen unsere Steuern und Abgaben in Österreich, wir ernähren die Familien unserer Mitarbeiter – dies gelingt uns in Zukunft nur, wenn wir alle etwas umdenken und die Wichtigkeit der regionalen Wirtschaft erkennen. (Stand 30.03.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.cnc-volderauer.at

Saint-Gobain Glassolutions Eckelt Glas & Glas Ziegler:
„Arbeitssicherheit und Gesundheit für unsere Mitarbeiter haben bei Saint-Gobain und somit auch bei den österreichischen Glassolutions Betrieben Eckelt Glas und Glas Ziegler seit vielen Jahren höchste Priorität. Das ist auch im Umgang mit der aktuellen Corona Ausbreitung nichts anderes. Um eine weitere Ausbreitung zu reduzieren, arbeitet der Großteil unserer MitarbeiterInnen ab sofort von zu Hause aus. Dies dient dazu eine mögliche Ansteckungsgefahr zu minimieren.
Unsere Glassolutions Berater sind sowohl auf elektronischem als auch telefonischem Wege erreichbar. Bestellungen nehmen wir weiterhin telefonisch oder per E-Mail entgegen. Darüber hinaus bemühen wir uns den gewohnten Service-Level für Sie trotzdem beizubehalten. Aktuell sind noch keine Lieferbeschränkungen bekannt. Die eingetretenen Grenzkontrollen beeinflussen den Warenverkehr jedoch massiv. Wir sind weiterhin bemüht, dass unsere Lieferungen unser Logistikzentrum pünktlich verlassen. Da sich die Situation jedoch laufend ändert, müssen wir nun jede Lieferung von Fall zu Fall prüfen und können auch keine verbindlichen Lieferterminzusagen mehr machen. Dieser neue Prozess ist aufwendiger in der Vorbereitung, daher bitten wir schon jetzt um Ihre Geduld und Ihr Verständnis.
Wir werden Sie natürlich über Änderungen umgehend auf unserer Webseite informieren. Aus den oben genannten Gründen können wir momentan keine bereits geplanten, persönlichen Termine wahrnehmen. Wir danken hierfür für Ihr Verständnis!“ (Stand 26.03.2020)
Nähere Informationen und Kontakt:
www.glassolutions.at

Saint-Gobain Glassolutions Eckelt Glas & Glas Ziegler:
„Arbeitssicherheit und Gesundheit für unsere Mitarbeiter haben bei Saint-Gobain und somit auch bei den österreichischen Glassolutions Betrieben Eckelt Glas und Glas Ziegler seit vielen Jahren höchste Priorität. Das ist auch im Umgang mit der aktuellen Corona Ausbreitung nichts anderes. Um eine weitere Ausbreitung zu reduzieren, arbeitet der Großteil unserer MitarbeiterInnen ab sofort von zu Hause aus. Dies dient dazu eine mögliche Ansteckungsgefahr zu minimieren.
Unsere Glassolutions Berater sind sowohl auf elektronischem als auch telefonischem Wege erreichbar. Bestellungen nehmen wir weiterhin telefonisch oder per E-Mail entgegen. Darüber hinaus bemühen wir uns, den gewohnten Service-Level trotzdem beizubehalten. Aktuell sind noch keine Lieferbeschränkungen bekannt. Die eingetretenen Grenzkontrollen beeinflussen den Warenverkehr jedoch massiv. Wir sind weiterhin bemüht, dass unsere Lieferungen unser Logistikzentrum pünktlich verlassen. Da sich die Situation jedoch laufend ändert, müssen wir nun jede Lieferung von Fall zu Fall prüfen und können auch keine verbindlichen Lieferterminzusagen mehr machen. Dieser neue Prozess ist aufwendiger in der Vorbereitung, daher bitten wir schon jetzt um Ihre Geduld und Ihr Verständnis.
Wir werden Sie natürlich über Änderungen umgehend auf unserer Webseite informieren. Aus den oben genannten Gründen können wir momentan keine bereits geplanten, persönlichen Termine wahrnehmen.“ (Stand 26.03.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.glassolutions.at

Harald Kraus, K & K ProVitrum GmbH:
„Die Corona Krise hat uns alle kalt von einem Tag auf den anderen erwischt, die Wirtschaft ist derzeit wohl in einer ,Schockstarre', nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Wie viele andere auch verzeichnen wir einen entsprechenden Einbruch an neuen Aufträgen und im Zahlungsfluss. Unsere italienischen Lieferanten haben nun alle geschlossen, es wird nichts mehr produziert. Gott sei dank verfügen wir in Bad Vöslau über ein großes und mit vielen Investitionen aufgebautes Zentrallager, von dem aus wir noch einige Zeit mit allen Arten von Diamantbearbeitungs- und Polierwerkzeugen herstellerübergreifend im Rahmen unseres breiten Produktsortiments unseren Kunden helfen können, ebenso ist in unserer eigenen EVAteKK-Laminierfolien Lagerhalle noch Ware vorhanden.
Unsere Kunden wissen sehr zu schätzen, dass K & K ProVitrum und K & K International immer sehr auf Kundenservice mit hoher Lagerverfügbarkeit gesetzt haben, was sich in solchen Krisenzeiten nun als ein großen Vorteil erweist. Der Aufbau unseres Zentrallagers war sehr aufwendig und hat für unsere doch noch relativ junge Firma (gegründet 2011) eine große Anstrengung, aber auch ein gutes Wachstum, bedeutet. Nur so können wir unseren treuen Kunden auch ein treuer Partner in schweren Zeiten sein.
Wir mussten aufgrund der akuten Situation unsere Mitarbeiter beim AMS melden, unser Team bleibt uns aber dennoch treu verbunden und wir halten laufend Kontakt. Wir gewährleisten auf alle Fälle einen guten Notbetrieb und verlässliche Auslieferungen für unsere Kunden. Auch verstehen unsere Kollegen, dass die seitens der Politik vielgepriesene Kurzarbeit in diesen Zeiten nicht in der Praxis umsetzbar ist, denn wo die wesentlichen Aufträge und Zahlungsflüsse fehlen, kann man auch die Gehälter und Lohnnebenkosten nicht Monat für Monat für jeweils 90 Tage vorfinanzieren, wie das derzeit seitens des AMS geregelt ist. Angesichts dieser Umstände ist es für ein Unternehmen wichtig, die Kosten auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, um das Überleben und die Arbeitsplätze für die Zeit nach der Krise zu sichern. Unser Team versteht das, wir führen intensive Gespräche mit unseren Kollegen. Überbrückungskredite seitens der Banken mit einer 8oprozentigen Staatsgarantie klingen öffentlichkeitswirksam seitens der Politik gut, aber solange die Banken in dieser Situation um die verbleibenden 20 Prozent Restrisiko generell fürchten und umfangreiche positive Liquiditäts- und Businesspläne als Grundlage für die weitere Bearbeitung fordern (wie mir viele Unternehmerkollegen berichten) – die ja seriöser Weise derzeit nicht vorlegbar sind – wird es wohl kaum zu entsprechenden Rettungskrediten kommen.
Wir sind optimistisch, aufgrund unserer stets guten Geschäftsentwicklung und der schon früh getroffenen Maßnahmen den gravierenden Folgen dieser Krise entgegenwirken und die Arbeitsplätze für die Zeit nach der Krise sichern zu können, damit eine Fortsetzung unserer erfolgreichen Arbeit für unsere Kunden mit dem gewohnten Service gewährleistet ist.“ (Stand 26.03.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.kkprovitrum.at

Marcus Lenge, OnLevel GmbH:
„Wir haben einen enormen Auftragseingangs-Rückgang. Da wir jedoch noch immer ein sehr junges Unternehmen sind, freuen wir uns besonders, dass viele unserer Kunden uns bereits langfristige Aufträge in der Krisenzeit gesendet haben, um zu zeigen, dass sie uns unterstützen. Darunter gibt es auch österreichische Unternehmen, die an eine schnelle Bewältigung glauben. Stark! Bei allen negativen Nachrichten möchte ich auch einmal das Positive hervorheben. Wir sind unseren Geschäftspartnern in dieser kurzen Zeit noch näher gekommen. Niemals zuvor haben wir so viel Telefonate geführt und so tolle Gespräche geführt. Das zeigt mir, dass wir alle nicht nur für Geld sondern für eine Gemeinschaft arbeiten.
Wir bei OnLevel haben keine Angst, sondern werden getragen von dem Gedanken, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern lediglich eine Verschiebung haben. Dabei möchte ich keinesfalls all diejenigen vergessen, die viel stärker unter diesem Virus leiden. Daher unterstützen wir mit unseren Mitteln und haben gemeinsam mit unseren Partnern bereits Produkte auf den Markt gebracht, die dazu beitragen das Virus einzudämmen. In der Gemeinschaft unterstützten wird das soweit, dass wir diese Artikel subventionieren. An dieser Stelle möchte ich auch ganz klar unsere Partner der Firmen Fritsche, Gasperlmair und Volderauer hervorheben, die ebenfalls ihren Teil zur Bewältigung beitragen.
Nach wie vor und selbstverständlich produzieren wir, jedoch unter anderen Bedingungen. Bei uns wird sehr streng darauf geachtet, dass alle Regeln und Maßnahmen des RKI eingehalten werden. Dabei arbeiten wir entweder von zuhause oder in der Firma in Mehrschichten. Das funktioniert gut. Der Wermutstropfen dabei ist, dass wir leider den persönlichen Kontakt zu unseren Partnern einschränken müssen. Wir freuen uns jedoch schon darauf, diese bald wieder persönlich zu treffen.
Zu den Liefermodalitäten: Da wir dieses Jahr mit einem enormen Wachstum gerechnet haben, sind unsere Lager gut gefüllt. Aber vereinzelt kommt es zu Engpässen. Alleine logistisch, da wir stark international aufgestellt sind. So sind zum Beispiel Luftfrachten ziemlich teuer geworden. Auch der eingeschränkte Transitverkehr beeinflusst die Lieferzeiten immer wieder etwas. Bisher hat dies aber Gott sei dank keine dramatischen Auswirkungen.
Die Krise fordert die Gemeinschaft und ich habe das Gefühl, dass der Gedanke der Gemeinschaft gerade neu gestaltet wird. Das war lange aus wirtschaftlichen Gründen nur ein Wort. Jetzt haben wir die Chance, es mit Bedeutung zu füllen.“ (Stand 26.03.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.onlevel.de

Gottfried Brunbauer, Lisec Austria GmbH:
„Wir haben versucht mit der gebotenen Schnelligkeit auf die strikten Maßnahmen der Regierung zu reagieren und mussten dementsprechend einige Änderungen in den Abläufen vornehmen. Das gesamte Unternehmen bzw. die Unternehmensbereiche, in denen es möglich ist, haben wir mittlerweile auf Kurzarbeit bzw. Homeoffice umgestellt, und die Produktion mit 23. März 2020 für voraussichtlich drei Wochen stillgelegt. Danach hoffen wir schrittweise wieder zu den gewohnten Abläufen im operativen bzw. administrativen Bereich zurückkommen zu können. Hier kommt uns die Digitalisierung zugute, um unseren Kunden mit unserer gesamten Expertise bzw. Know-how und ihren gewohnten Ansprechpartnern zur Verfügung zu stehen bzw. Anfragen bearbeiten zu können.
Bezüglich Lieferungen gibt es im Moment Verzögerungen auf beiden Seiten – bei unseren Lieferanten, aber auch bei uns. Die Lieferketten werden massiv von den weitreichenden Beschränkungen, die es hinsichtlich des Grenzverkehrs gibt, aber auch durch die (inter-)nationalen Einschränken bzw. vielerorts stillgelegten Produktionen beeinträchtigt. Somit ist es nicht möglich, alle vereinbarten Liefertermine zu halten. Wir versuchen unsere Kunden proaktiv über die aktuellen Entwicklungen mit kontinuierlichen Informationen auf dem Laufenden zu halten.
In der jetzigen Ausnahmesituation sind am ehesten Ersatzteile gefragt und hier speziell Verschleißteile in der Antriebstechnik. Nachdem die Einschränkungen der Corona Pandemie auch unsere Lisec Kunden treffen, werden jetzt teilweise notwendige Wartungen in den Produktionsstätten unserer Kunden vorgezogen. Hier unterstützen wir mit unseren Ersatz- und Verschleißteilen sowie unseren Online Wartungsdienstleistungen mit dem Lisec.eye (https://www.lisec.com/de/service/hotline-online-support/live-support-system-liseceye/).
Wir sind bemüht, Kundenanfragen in gewohnter Weise kompetent und schnell zu bearbeiten. Unser Sales Team ist jederzeit verfügbar – die jeweiligen Ansprechpartner sind auf der Homepage unter „Kontakt“ einsehbar: https://www.lisec.com/de/ueber-lisec/standorte-ansprechpartner/
Den Lisec Service erreicht man wie gewohnt unter tbe.service@lisec.com, unter myLisec oder telefonisch unter 07477/405 57 01, allerdings vorübergehend zu folgenden Zeiten: Montag bis Freitag: 06:00 – 22:00 Uhr sowie in der Wochenendbereitschaft Samstag und Sonntag von 06:00 – 22:00 Uhr.“ (Stand 25.03.2020)

Franz Schreibmaier, Bohle GmbH:
„Die letzten Tage und Stunden zeigen uns, dass das, was man jetzt plant und bespricht, in einigen Minuten nicht mehr aktuell ist – also anpassen, die Situation annehmen, wie sie ist und „die Entschleunigung“ akzeptieren. Panik und Nervosität hilft niemanden und es kann zur Zeit niemand abschätzen, wann es wieder normal losgeht und wie die Wirtschaft und das Sozialsystem danach aussieht. Das wichtigste Gut ist unser aller Gesundheit und wir schützen unsere MitarbeiterInnen entsprechend. Der Außendienst ist schon seit Tagen zuhause, und unsere Mitarbeiterinnen vom Büro machen auch Homeoffice.
Bei der Bohle AG wird noch normal produziert – das ist aber immer nur eine Momentaufnahme und gültig zum Zeitpunkt dieser Aussage (24.3.2020). So lange wir dürfen und benötigtes Material bekommen, erhalten wir unter sehr strengen Schutzvorkehrungen die Produktion, das Lager und den Versand aufrecht. 
Besonders Durchreichen und Durchsprechen werden momentan wieder häufiger verlangt, und prinzipiell alles, womit man sogenannten „Spuckschutz“ montieren kann.
Lieferengpässe gibt es zurzeit keine, sehr wohl aber kann es zu Verzögerungen bei der Zustellung der Ware kommen, weil alle Spediteure und Paketdienstleister ein erhöhtes Volumen abarbeiten müssen.
Bohle Österreich ist regulär erreichbar Alle MitarbeiterInnen sind im Homeoffice und über Rufumleitungen unter den gewohnten Telefonnummern verfügbar. Die Kontaktdaten haben wir auf unserer Homepage und nochmals als Newsletter versandt." (Stand 24.03.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.bohle.at

Harald Bissenberger, Ertl Glas AG:
„Wir produzieren, so weit wie möglich, weiter und versuchen in enger Abstimmung mit unseren Kunden zu liefern. Größere Objekte wurden teilweise rückgestellt und wir warten, bis die Baustellen wieder belieferbar sind. Solange unsere Kunden Bestellungen schicken, werden diese aber bearbeitet, produziert und ausgeliefert. Natürlich muss man sehen, wie sich die Situation weiterentwickelt wenn die Bestellungen weniger werden. Aber ich denke, dass hier auch von Seiten der Regierung und der Sozialpartner bald eine konkrete Lösung für das Arbeiten auf Baustellen gefunden wird und es zumindest in diesem Bereich wieder weitergeht. Natürlich haben es hier unsere Handwerks-Kunden wesentlich schwerer, da ihre Kunden absolut verängstigt sind und zum Teil, obwohl die Auftragsbücher gefüllt sind, keine Montagen zugelassen werden.
Viele unserer Handwerks-Partner und teilweise auch der Fensterbau haben derzeit kurzfristigen Urlaub bzw. haben bis zu 90 Prozent Kurzarbeit angemeldet. In Absprache mit unseren Kunden werden daher Lieferwege optimiert, da die Gesamtmenge natürlich weniger geworden ist.
Kunden finden selbstverständlich, auch in dieser Situation, bei der Ertl Glas AG einen Ansprechpartner in allen Angelegenheiten – egal ob Technik, Auftragsbearbeitung, Planung, Verkauf, Buchhaltung, Expedit oder Produktionsplanung, wir sind in jedem Bereich verfügbar.“ (Stand 23.03.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.ertl-glas.at

Hinweis:
Wenn auch Sie als Partner des Glaserhandwerks an dieser Stelle Ihre aktuellen Produktions- und Liefermodalitäten veröffentlichen wollen, schreiben Sie bitte an b.tegtbauer@wirtschaftsverlag.at.

Autor/in:
Birgit Tegtbauer
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