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Nachgefragt: Gibt es Engpässe in der Glas-Industrie?

26.03.2020

(Update: 22.04.2020)  Die Corona-Krise hat einiges an gewohnt Verfügbarem eingeschränkt. Wie sieht es in der Glasbranche aus: Sind noch alle Produkte lieferbar? Werden nach wie vor Glas, Beschläge und Maschinen produziert? Sind die Kundenbetreuer erreichbar? Wir haben bei Zulieferindustrie und Großhandel nachgefragt.

Gottfried Brunbauer, Lisec Austria GmbH:
„Lisec hat mit der gebotenen Schnelligkeit auf die strikten Maßnahmen der Regierung reagiert und kurzfristig die erforderlichen Änderungen in den betrieblichen Abläufen vorgenommen. So haben wir vor allem die administrativen Bereiche auf Homeoffice bzw. das gesamte Unternehmen vorübergehend auf Kurzarbeit umgestellt. Nach einer vierwöchigen Stilllegung zur Klärung und Neuordnung der gesamten Materialversorgungs- und Lieferterminsituation ist die Produktion bereits wieder in Betrieb bzw. sind wir vor auch bereits wieder vor Ort bei unseren Kunden im Einsatz – natürlich mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch unserer Kunden und Partner. 
Die Situation betreffend die weitreichenden Beschränkungen, die es hinsichtlich des Grenzverkehrs und somit hinsichtlich der Lieferungen bzw. Reisetätigkeiten gibt, sollte sich durch die kontinuierlichen Lockerungen seitens der Regierungen in absehbarer Zeit ebenfalls wieder verbessern. Damit sollten wir unsere Montage- und Servicetätigkeit auch international Schritt für Schritt wieder aufnehmen können. Lisec legt größtes Augenmerk darauf, die Auswirkungen von Covid-19 auf unsere Kunden zu gering wie möglich zu halten. Wir informieren unsere Kunden weiterhin proaktiv über die aktuellen Entwicklungen, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. die gewohnten Ansprechpartner aus dem Lisec Vertriebsteam stehen telefonisch und über Online-Medien weiterhin jederzeit wie folgt zur Verfügung.
Den Lisec Service erreicht man wie gewohnt unter [email protected], unter myLisec oder telefonisch unter 07477/405 5701 zu folgenden Zeiten: Montag bis Freitag 06:00 – 22:00 Uhr, Wochenendbereitschaft Sa + So: 06:00 –22:00.
Die Einsatzzeiten des Online Service Software sind aktuell: Montag bis Freitag: 07:45 – 16:30 Uhr, Bereitschaft: Montag bis Sonntag: 16:30 – 07:45 Uhr. Erreichbar ist das Online Service Software unter [email protected], unter myLisec oder telefonisch unter 07477/405 57 02.
In Bezug auf etwaige Maschinenstillstände bzw. ad hoc Service Einsätze vor Ort werden unsere Kunden in jedem Fall durch unsere lokalen Außenstellen best- und schnellstmöglich bedient.“ (Stand 22.04.2020)

Stefan Doppler, Sales Area Manager & Niederlassungsleiter Vetrotech Österreich​:
„Die jetzige Situation in Österreich stellt uns zweifellos alle vor besondere Herausforderungen. Im Vordergrund steht für uns selbstverständlich der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Angehörigen sowie unserer Kunden und Partner. Unser gesamtes Produktportfolio steht aber im vollen Umfang zur Verfügung. Auch die Logistik-Kapazitäten sind in ausreichender Menge vorhanden und können bei Bedarf sogar noch erweitert werden. Wir gehen individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden ein und fahren unsere Kunden bzw. die jeweiligen Abladestellen gerne auch täglich an – selbstverständlich unter strikter Einhaltung der vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen.
Am meisten Nachfrage besteht generell nach Brandschutzgläsern der EI30-Produktkategorie, hier im Besonderen nach „Contraflam 30“ und auch nach „Contraflam Structure“, unserer bündigen Verglasungslösung ohne vertikale Rahmenprofile. Die Bestellungen spannen sich zudem von der Einzelscheibe bis hin zu Dreifach-Isolierglaskombinationen. Aber auch projektbezogene, maßgeschneiderte Lösungen werden weiterhin stark nachgefragt.
Wir haben die notwendigen technischen und organisatorischen Maßnahmen getroffen, um sicherzustellen, dass wir weiterhin über die bekannten Kommunikationswege erreichbar sind. Das heißt, alle unsere Mitarbeiter sind wie gewohnt per E-Mail ([email protected]), Telefon (07252/90 90 90) und Videokonferenz erreichbar, allein die Außendiensttätigkeit wurde temporär eingestellt. Wir freuen uns bereits jetzt darauf, dass wir unsere Kunden nach dem Abklingen der aktuellen Krise wieder in gewohnter Weise auch im Außendienst besuchen dürfen.“ (Stand 08.04.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.vetrotech.com

Mag. Gabriele Posch, Geschäftsführung Glas Ziegler: 
„Arbeitssicherheit und Gesundheit für unsere Mitarbeiter haben bei Saint-Gobain und somit auch bei den österreichischen Glassolutions Betrieben wie Glas Ziegler seit vielen Jahren höchste Priorität. Das ist auch im Umgang mit der aktuellen Corona-Ausbreitung nichts anderes. Um eine weitere Ausbreitung zu reduzieren, haben wir rasch reagiert und der Großteil unserer MitarbeiterInnen arbeitet bereits seit Mitte März von zu Hause aus. Es war beeindruckend, wie schnell, flexibel vor allem aber engagiert unsere Kolleginnen und Kollegen diese Umstellung gemeistert haben. Für diesen Zusammenhalt und die gute Zusammenarbeit über die entstandene Distanz möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken. Vor allem aber gebührt den Kolleginnen und Kollegen in der Fertigung, Logistik und der Auftragsabwicklung ein ganz besonderer Dank. Sie waren und sind immer noch täglich vor Ort in den Betrieben, um einen reibungslosen Ablauf der Bestellungen zu garantieren. So ist garantiert, dass wir auch in dieser unvorhersehbaren Krise unser gesamtes Produktsortiment anbieten und ausliefern können. 
Wir sind weiterhin erreichbar und haben regelmäßigen Austausch mit unseren Mitarbeitern und Kunden. Intensiv wird daran gearbeitet, dass wir unseren gewohnten Service-Level beibehalten können. Als Reaktion auf die vorübergehenden Betriebsschließungen oder -urlaube unserer Kunden haben wir jedoch unsere Öffnungszeiten angepasst. Unsere Büros sind daher bis auf weiteres von Montag bis Donnerstag bis Mittag besetzt. Auslieferungen werden auch in einem angepassten Rhythmus durchgeführt. 
Die aktuellen Verlautbarungen der österreichischen Regierung geben jedoch Hoffnung, dass nach Ostern einige Betriebe in Richtung (neue) Normalität zurückkehren und das Geschäft wieder anspringen wird. Wir hoffen für uns alle, dass sich so die gute Auftragslage des ersten Quartals weiter fortsetzen wird und die private als auch öffentlichen Nachfrage nach der Corona-Krise nicht zu sehr nachlassen wird. Denn nur gemeinsam wird es uns gelingen, die Wirtschaft wieder voll zum Laufen zu bringen.“ (Stand 07.04.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.glassolutions.at

Michaela Wiesbauer, Glas Wiesbauer GmbH & Co KG:
„Das Corona-Virus stellt uns Unternehmer täglich vor neue Herausforderungen. Wir müssen rasch Entscheidungen treffen und handeln, obwohl wir zumeist auch nicht wissen oder vorhersehen können, was der nächste Tag bringt. Bei Glas Wiesbauer haben wir die ersten zwei Wochen einmal abgewartet und alte Urlaube und Zeitguthaben aufgebraucht, der Betrieb war aber immer geöffnet – mit eingeschränkter Produktion. Die Mitarbeiter wurden und werden laufend zu den Richtlinien bezüglich Hygienemaßnahmen, Abstand etc. geschult und hingewiesen. Bei unserem Montage-Team mussten wir aber rascher handeln, da wir von einem auf den anderen Tag fast stillstanden. Es wurden die meisten Termine kundenseitig abgesagt oder haben sich durch verzögerte Baumaßnahmen verschoben. Um keine qualifizierten Mitarbeiter zu verlieren, haben wir dort bereits mit 23. März auf Kurzarbeit umgestellt.
Auch in der Produktion war es nötig, ab 1. April auf Kurzarbeit umzustellen, und wir haben dies unseren Mitarbeitern in einer persönlichen Betriebsversammlung verkündet. Eine große Herausforderung dabei war auch, unsere Belegschaft in zwei getrennte Teams aufzuteilen, die im wöchentlichen Wechselrhythmus arbeiten und somit bis auf weiteres jede zweite Woche frei haben. Dies soll einerseits genügend Abstand an den einzelnen Arbeitsplätzen für die Mitarbeiter bringen und andererseits einen Fortbestand der Produktion und Lieferfähigkeit sicherstellen, sodass wir im Ansteckungsfall keinen Totalausfall erleiden. So bleiben wir zwar nicht vollständig, aber dennoch in gewohnter Weise für unsere Kunden erreichbar. Unser Glaslager haben wir bereits ausreichend aufgefüllt als die Ausbreitung des Virus in Europa begonnen hat. Damit wollten wir gleich im Vorfeld Lieferengpässe ausschließen bzw. begrenzen.
Im Moment ,tüfteln’ wir noch an der Optimierung der Liefertouren, da unsere Zustellfahrzeuge durch den Auftragsrückgang auch zumeist nicht voll ausgelastet sind. In der ersten Zeit waren wir großteils damit beschäftigt, abzuklären, welcher Kunde überhaupt geöffnet hat und Lieferungen empfangen möchte. Nun ist die Herausforderung, Touren zusammenzulegen, um auch hier Ressourcen zu sparen, ohne den Kunden längere Verzögerungen zuzumuten.
Ich sehe positiv in die Zukunft, da wir alle im selben Boot sitzen. Wir haben gemeinsam das System heruntergefahren und wir werden es gemeinsam auch wieder hochfahren. Das Team von Glas Wiesbauer steht flexibel dafür bereit.“ (Stand 07.04.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.glas-wiesbauer.at

Herbert Volderauer, Volderauer CNC GmbH:
„Ab heute, 07.04.2020, ist die Quarantäne in Tirol aufgehoben, dies ist speziell im privaten Bereich eine riesen Erleichterung. Bis wir unser gewohntes Leben wieder haben, wird jedoch noch viel Zeit vergehen. Wir bei Volderauer „Glasbeschläge aus dem Stubaital“ haben uns der aktuellen Situation angepasst. Nach Ostern wird es auch wieder möglich sein, persönlich mit uns in Kontakt zu treten – natürlich unter Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen. Unsere Mitarbeiter sind täglich für unsere Kunden da, der Verkauf und die Beratung wird in gewohnter Weise durgeführt. Walter Stackler arbeitet derzeit im Homeoffice und ist ebenso jederzeit  erreichbar. Unsere Kunden können auch jederzeit unseren Webshop benutzen. Die Ware wird am selben, spätestens am nächsten Tag versendet.
Teilweise bauen unsere Mitarbeiter ihren Urlaub ab bzw. haben wir auf Kurzarbeit umgestellt. Unser größtes Kapital sind unsere MitarbeiterInnen, auf diese müssen wir in dieser schweren Zeit besonders schauen. Schauen wir auch auf die heimische Wirtschaft – kaufen wir heimische Produkte!“ (Stand 07.04.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.cnc-volderauer.at

Wolfgang Pichler, Pilkington Austria GmbH
„Die Corona-Krise ändert einiges an unserer Geschäftstätigkeit: Persönliche Kontakte, die uns sehr wichtig und ein Bestandteil unseres Service sind, werden zur Gänze vermieden. Es ist uns aber gelungen, die administrativen Arbeiten wie Angebotslegung, Auftragserfassung, Einkauf und Produktionsplanung in den Homeoffices unserer Mitarbeiter abzubilden. Kunden und Lieferanten spüren dabei keine Veränderung, alle Anliegen werden wie gewohnt abgearbeitet. Auslieferungen gestalten sich allerdings schwieriger, da viele Kunden nicht ständig vor Ort, Baustellen geschlossen und auch einige Gebiete in Quarantäne (wie z. B. Südtirol), schwer erreichbar sind. Der administrative und organisatorische Aufwand ist durch die Einführung von Sicherheitsmaßnahmen, Koordinierung der Homeoffices, Besprechungen und Abstimmungen, die nur mehr über geplanten Telefonkonferenzen abgehalten werden, temporär gestiegen.  
Unsere Produktion ist noch mit allen Abteilungen aufrecht, das wird auch so bleiben. Wir wollen unbedingt die Wünsche und Aufträge unserer Kunden erfüllen. Es wurden höchste Sicherheitsmaßnahmen getroffen, damit unser Betrieb nicht ebenfalls durch einen Corona-Vorfall geschlossen werden muss. Überall im Haus sind entsprechende Hygiene-Maßnahmen getroffen worden, Produktionsmitarbeiter wurden in Schichtbetrieb aufgeteilt, um die vorgegebenen Sicherheitsabstände einzuhalten, Personen, die abteilungsübergreifend arbeiten, tragen Schutzmasken, für Spediteure bzw. LKW-Fahrer wurde eine eigene Sicherheitsschleuse eingerichtet, und Vertreter dürfen das Haus nicht betreten.
Im Moment gibt es also keine Lieferänderungen, die Lieferzeiten sind wie gewohnt kurz. Abhängig von der weiteren Entwicklung von Auftragseingängen ist es jedoch möglich, dass gewissen Kunden nur mehr ein Mal pro Woche angeliefert werden. Jedoch wissen wir jetzt schon von unseren Kunden, dass spätestens nach Ostern fast alle Baustellen wieder geöffnet sind, und sich der Auftragseingang wieder normalisieren wird.
Derzeit liefern wir noch alle Produkte – ESG-, VSG-, TVG-, Email- und Digital-Print-Produkte, aber auch Isolierglas und vor allem Brandschutzglas aus. Marktinformationen sagen, die Lieferungen an Fensterbauer seien sehr schwierig, da viele Betriebe geschlossen haben – was aber für uns nicht unmittelbar relevant ist.
Unsere Office-Mitarbeiter sind für unsere Kunden weiterhin regulär erreichbar, jedoch befindet sich der Großteil davon im Homeoffice. Sie können per E-Mail wie gewohnt erreicht werden, telefonisch werden Kunden über das Kundenservicecenter T: 06462/46 99-0 weiterverbunden." (Stand 06.04.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.pilkington.at

Franz Schreibmaier, Bohle GmbH:
„Die letzten Tage und Wochen zeigen uns, dass das, was man jetzt plant und bespricht, in einigen Minuten nicht mehr aktuell ist – also anpassen, die Situation annehmen, wie sie ist und ,die Entschleunigung' akzeptieren. Panik und Nervosität hilft niemanden, und es kann zur Zeit niemand abschätzen, wann es wieder normal losgeht und wie die Wirtschaft und das Sozialsystem danach aussehen. Das wichtigste Gut ist unser aller Gesundheit, und wir schützen unsere MitarbeiterInnen entsprechend. Der Außendienst ist schon seit Mitte März zuhause, und unsere Mitarbeiterinnen vom Büro machen auch Homeoffice.
Bei der Bohle AG wird noch normal produziert – das ist aber immer nur eine Momentaufnahme und gültig zum Zeitpunkt dieser Aussage (06.04.2020). So lange wir dürfen und benötigtes Material bekommen, erhalten wir unter sehr strengen Schutzvorkehrungen die Produktion, das Lager und den Versand aufrecht. 
Besonders Durchreichen und Durchsprechen werden momentan wieder häufiger verlangt, und prinzipiell alles, womit man sogenannten „Spuckschutz“ montieren kann.
Lieferengpässe gibt es zurzeit keine, sehr wohl aber kann es zu Verzögerungen bei der Zustellung der Ware kommen, weil alle Spediteure und Paketdienstleister ein erhöhtes Volumen abarbeiten müssen.
Bohle Österreich ist regulär erreichbar. Alle MitarbeiterInnen sind im Homeoffice und über Rufumleitungen unter den gewohnten Telefonnummern verfügbar. Die Kontaktdaten haben wir auf unserer Homepage und nochmals als Newsletter versandt.“ (Stand 06.04.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.bohle.at

Harald Bissenberger, Ertl Glas AG:
„Wir produzieren, so weit wie möglich, weiter und liefern in enger Abstimmung mit unseren Kunden natürlich in gewohnter Art und Weise. Größere Objekte wurden teilweise rückgestellt und wir warten, bis die Baustellen wieder belieferbar sind. Solange unsere Kunden Bestellungen schicken, werden diese selbstverständlich bearbeitet, produziert und ausgeliefert. Natürlich muss man sehen, wie sich die Situation weiterentwickelt. Aber ich denke, dass hier auch von Seiten der Regierung und der Sozialpartner eine konkrete Lösung für das Arbeiten auf Baustellen gefunden wurde und es zumindest in diesem Bereich wieder weitergeht. Natürlich haben es hier unsere Handwerks-Kunden wesentlich schwerer, da ihre Kunden absolut verängstigt sind und zum Teil, obwohl die Auftragsbücher gefüllt sind, keine Montagen zugelassen werden.
Viele unserer Handwerks-Partner und teilweise auch der Fensterbau haben derzeit kurzfristigen Urlaub bzw. haben bis zu 90 Prozent Kurzarbeit angemeldet. Ab 14. April können ja kleine Geschäfte auch für den Kunden wieder geöffnet werden. Davon erhoffen wir uns zumindest eine leichte Erholung, da viele Aufträge bei unseren Kunden in der Pipeline stecken. In Absprache mit unseren Kunden werden daher Lieferwege optimiert und natürlich auch Baustellen beliefert.
Kunden finden selbstverständlich, auch in dieser Situation, bei der Ertl Glas AG einen Ansprechpartner in allen Angelegenheiten – egal ob Technik, Auftragsbearbeitung, Planung, Verkauf, Buchhaltung, Expedit oder Produktionsplanung – wir sind in jedem Bereich verfügbar.“ (Stand 06.04.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: 
www.ertl-glas.at

Harald Kraus, K & K ProVitrum GmbH:
„Die Corona Krise hat uns alle kalt von einem Tag auf den anderen erwischt, die Wirtschaft ist derzeit wohl in einer ,Schockstarre', nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Wie viele andere auch, verzeichnen wir einen entsprechenden Einbruch an neuen Aufträgen und im Zahlungsfluss. Viele unserer Lieferanten haben derzeit geschlossen. Gott sei dank verfügen wir in Bad Vöslau über ein großes und mit vielen Investitionen aufgebautes Zentrallager, von dem aus wir noch einige Zeit mit allen Arten von Diamantbearbeitungs- und Polierwerkzeugen herstellerübergreifend unseren Kunden helfen können, ebenso ist in unserer eigenen ,Evatekk’-Laminierfolien Lagerhalle noch Ware vorhanden. Unsere Kunden wissen sehr zu schätzen, dass K & K ProVitrum und K & K International immer sehr auf Kundenservice mit hoher Lagerverfügbarkeit gesetzt haben, was sich in solchen Krisenzeiten nun als großer Vorteil erweist. Der Aufbau unseres Zentrallagers war sehr aufwendig und hat für unsere doch noch relativ junge Firma (gegründet 2011) eine große Anstrengung, aber auch ein gutes Wachstum, bedeutet.
Wir mussten aufgrund der akuten Situation auch entsprechende vorübergehende Maßnahmen in den Beschäftigungsverhältnissen treffen. Unser Team bleibt sich aber dennoch treu verbunden und wir halten laufend Kontakt. Wir gewährleisten auf alle Fälle einen guten Notbetrieb und verlässliche Auslieferungen für unsere Kunden. Angesichts dieser Umstände ist es für ein Unternehmen wichtig, die Kosten auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, um das Überleben und die Arbeitsplätze für die Zeit nach der Krise zu sichern. Unser Team versteht das, wir führen intensive Gespräche, und wir freuen uns alle, nach der Krise als gesamtes Team und doppelt motiviert wieder durchzustarten. 
Wir sind optimistisch, aufgrund unserer stets guten Geschäftsentwicklung und der schon früh getroffenen, entschlossenen Maßnahmen den gravierenden Folgen dieser Krise entgegenwirken und die Arbeitsplätze für die Zeit nach der Krise sichern zu können, damit eine Fortsetzung unserer erfolgreichen Arbeit für unsere Kunden mit dem gewohnten Service gewährleistet ist.“ (Stand 06.04.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.kkprovitrum.at

Marcus Lenge, OnLevel GmbH:
„Wir haben einen enormen Auftragseingangs-Rückgang. Da wir jedoch noch immer ein sehr junges Unternehmen sind, freuen wir uns besonders, dass viele unserer Kunden uns bereits langfristige Aufträge in der Krisenzeit gesendet haben, um zu zeigen, dass sie uns unterstützen. Darunter gibt es auch österreichische Unternehmen, die an eine schnelle Bewältigung glauben. Stark! Bei allen negativen Nachrichten möchte ich auch einmal das Positive hervorheben. Wir sind unseren Geschäftspartnern in dieser kurzen Zeit noch näher gekommen. Niemals zuvor haben wir so viel Telefonate geführt und so tolle Gespräche geführt. Das zeigt mir, dass wir alle nicht nur für Geld sondern für eine Gemeinschaft arbeiten.
Wir bei OnLevel haben keine Angst, sondern werden getragen von dem Gedanken, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern lediglich eine Verschiebung haben. Dabei möchte ich keinesfalls all diejenigen vergessen, die viel stärker unter diesem Virus leiden. Daher unterstützen wir mit unseren Mitteln und haben gemeinsam mit unseren Partnern bereits Produkte auf den Markt gebracht, die dazu beitragen das Virus einzudämmen. In der Gemeinschaft unterstützten wird das soweit, dass wir diese Artikel subventionieren. An dieser Stelle möchte ich auch ganz klar unsere Partner der Firmen Fritsche, Gasperlmair und Volderauer hervorheben, die ebenfalls ihren Teil zur Bewältigung beitragen.
Nach wie vor und selbstverständlich produzieren wir, jedoch unter anderen Bedingungen. Bei uns wird sehr streng darauf geachtet, dass alle Regeln und Maßnahmen des RKI eingehalten werden. Dabei arbeiten wir entweder von zuhause oder in der Firma in Mehrschichten. Das funktioniert gut. Der Wermutstropfen dabei ist, dass wir leider den persönlichen Kontakt zu unseren Partnern einschränken müssen. Wir freuen uns jedoch schon darauf, diese bald wieder persönlich zu treffen.
Zu den Liefermodalitäten: Da wir dieses Jahr mit einem enormen Wachstum gerechnet haben, sind unsere Lager gut gefüllt. Aber vereinzelt kommt es zu Engpässen. Alleine logistisch, da wir stark international aufgestellt sind. So sind zum Beispiel Luftfrachten ziemlich teuer geworden. Auch der eingeschränkte Transitverkehr beeinflusst die Lieferzeiten immer wieder etwas. Bisher hat dies aber Gott sei dank keine dramatischen Auswirkungen.
Die Krise fordert die Gemeinschaft und ich habe das Gefühl, dass der Gedanke der Gemeinschaft gerade neu gestaltet wird. Das war lange aus wirtschaftlichen Gründen nur ein Wort. Jetzt haben wir die Chance, es mit Bedeutung zu füllen.“ (Stand 26.03.2020)
Nähere Informationen und Kontakt: www.onlevel.de

 

Hinweis:
Wenn auch Sie als Partner des Glaserhandwerks an dieser Stelle Ihre aktuellen Produktions- und Liefermodalitäten veröffentlichen wollen, schreiben Sie bitte an [email protected].

Autor/in:
Birgit Tegtbauer
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