Direkt zum Inhalt
Die Glasfassasde des Nivy Tower in Bratislava wird durch verschiedenfarbige Glasfelder strukturiert. Die unterschiedlichen Reflexionsgrade der Beschichtung lassen den Farbton grünlich bis bläulich schimmern.

Nivy Tower in Bratislava: Fassade mit Farbenspiel

11.11.2020

Im Herzen des neuen Stadtviertels Nové Nivy in Bratislava gibt der Nivy Tower der Skyline ein prägnantes Gesicht. An der auffälligen Glasfassade kamen speziell beschichtete Premiumgläser zum Einsatz.

Keramisch bedruckte Glasfelder geben der Fassade des Nivy Tower einen eigenen Rhythmus.

Der Nivy Tower in Bratislava ist in mehreren Punkten herausragend: Der Turm ist das höchste Gebäude der Stadt und verbirgt in seinem Inneren die schnellsten Aufzüge des Landes. Zudem wurde mit ihm erstmals ein Objekt in der Slowakei mit dem Nachhaltigkeitszertifikat BREEAM und mit dem WELL Building Standard ausgezeichnet.

Der Entwurf für den Nivy Tower entstand in Kooperation zwischen dem britischen Architekturbüro BENOY und dem slowakischen Studio Siebert + Talaŝ. Gemeinsam entwickelten sie auch das Konzept für das neue Stanica Nivy-Quartier mit Büro- und Gewerbeflächen sowie einem breiten Freizeitangebot. Ein moderner Standort, in dem Stadtentwicklung und Architektur neue Maßstäbe setzen. Blickfang ist der Nivy Tower mit 29 Stockwerken und einer Höhe von 125 Metern. Vom Dachrestaurant aus hat man eine atemberaubende Aussicht auf das neue Quartier mit Innenstadt und Donauschleife.

Hohe Anforderungen an die Glasfassade

Die Glasfassade des Hochhauses mit einer Fläche von 19.000 m² wird durch verschiedenfarbige Glasfelder strukturiert. Die Architekten wünschten sich vom Hersteller ein technisch hochwertiges Glas in zwei verschiedenen Tönungen – und mit möglichst identischen Werten für Lichteintrag und Wärmeschutz. Hohe Anforderungen an das Material stellte auch der Bauherr HB Reavis: Mindestens 60 Prozent Lichttransmission und eine Außenreflexion von maximal 13 bis 26 Prozent. „Beides stellte uns vor große Herausforderungen“, erinnert sich Pavel Nečas, Projektmanager bei Saint-Gobain Building Glass.

Verschiedene Reflexionsgrade für schimmernden Farbton

Nach intensiven Gesprächen mit Architekten und Bauherren löste Saint-Gobain die Aufgabe durch die Kombination verschiedener Schichten. Verschiedene Reflexionsgrade sorgen für einen grünlich bis bläulich schimmernden Farbton. Die Fassade wurde gestaltet mit den Dreifachverglasungen „Climatop Cool-Lite SKN 176“ und „Climatop Cool-Lite Xtreme 70/33 II“ – ein neutrales und hochselektives Sonnenschutzglas. Für eine besonders hohe Tageslichtausbeute und effiziente Sonnenenergienutzung sorgt das Spezialglas „Eclaz One“, das von Saint-Gobain mit einer speziellen Low-E-Beschichtungstechnologie entwickelt wurde.

Einen besonderen Rhythmus erfährt die streng strukturierte Fassade durch eingestreute opake Glasfelder. Zu diesem Zweck wurden die Isolierglasscheiben keramisch bedruckt. "Nur wirklich hochwertige Baugläser können diese hohen Ansprüche an Optik, Lichtdurchlässigkeit, Sonnenschutz und Sicherheit erfüllen“, erklärt der Architektur-Berater von Saint-Gobain Glass. Mittlerweile werde sogar darüber nachgedacht, künftig auch verschiedene Farbtonqualitäten anzubieten.

Werbung
Werbung