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Praxisnah und wissenswert

12.04.2012

Ausgestattet mit Innovativem und Bewährtem aus dem Glasmarkt zeigte sich das Design Center in Linz, als Saint-Gobain Glass Deutschland und die österreichischen ClimaplusSecurit-Partner am 7. März zum 16. Saint-Gobain Glass Fachtag geladen hatten.

Den zahlreichen Besuchern wurden nicht nur fachlich fundierte Vorträge geboten, sondern auch ausführliche Informations- und Gesprächsmöglichkeiten an den Ständen der einzelnen Aussteller.
Vielfalt war Trumpf im Linzer Design Center, während sich das Wetter – traditionell zum Fachtag – erneut von seiner sonnigen Seite zeigte: Sowohl die Aussteller im Foyer, darunter die Firmen Bohle GmbH, Dorma, Maderböck Fenster & Türenbau, Pauli & Sohn, Volderauer, Vetrotech und WSS, als auch die einzelnen Vorträge stießen auf reges Interesse bei den rund 400 Besuchern. Entsprechend gut war die Stimmung bei den gastgebenden österreichischen ClimaplusSecurit-Partnern C. Bergmann, Eckelt Glas, Ertl Glas, Steindl Glas, Wenna Glas und Glas Ziegler.

Nachdem Daniela Siegel aus dem Technischen Marketing von Saint-Gobain Glass Deutschland zu Beginn der Veranstaltung die Gäste im Kongresssaal begrüßt hatte, informierte Dr. Walter Bornett von der KMU Forschung Austria über Erfolgsfaktoren im Glas- und Metallbau. Seiner Einschätzung nach sind beide Branchen in Österreich zwar nicht auf der Überholspur, jedoch auf einem soliden Wachstumsweg. Als entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens nannte Bornett vor allem eine hohe Eigenkapitalquote und eine zu erzielende Umsatzrentabilität von mehr als 10 Prozent. So müsse es das Ziel jeden Betriebes sein, sich selbst in einer sogenannten Erfolgsspirale zu platzieren – einer Mischung aus solider Finanzierung, regelmäßigen Investitionen und einer dadurch bedingten höheren Attraktivität. Dies führe langfristig zu besseren Preisen und höheren Gewinnen.
Im Anschluss stellte DI Wilfried Doppler von der Wiener Umweltanwaltschaft Möglichkeiten zum Vogelschutz in der Glasarchitektur vor.

Er wies darauf hin, dass die klassischen Greifvogelsilhouetten-Aufkleber praktisch wirkungslos seien und erläuterte anhand von Praxisbeispielen aus Vogelflugversuchen, dass für Vögel nur vollflächig markierte Scheiben als Hindernis erkennbar sind. Schon 2 Millimeter breite Streifen in 30 Millimeter Abstand könnten Vogelanprall verhindern, auch kontrastreiche Punkt- und Gittermuster sich hätten in der Praxis als wirkungsvoll erwiesen, so Doppler.

Danach erläuterte Prof. Dr. Franz Feldmeier von der FH Rosenheim verschiedene Ansätze zum Energy Labeling für Fenster und stellte im Anschluss ein neues, durch das Institut für Fenstertechnik in Rosenheim entwickeltes Produktkennzeichen vor, das sowohl den Standort als auch die Einbausituation des Fensters gleichermaßen berücksichtigt und dem Verbraucher in Europa ein faires und leicht verständliches Rating anbietet. Das Kennzeichen werde in Zukunft auch auf Fassaden und Haustüren übertragbar sein und eröffne der Fenster- und Fassadenbranche erhebliches Marktpotenzial, so Feldmeier.

Ehe es in die Pause ging, gab Dr. Ing. Barbara Siebert vom Ingenieurbüro Siebert in München Hinweise und Tipps zur Planung, Herstellung und Montage von gläsernen Vordächern. Sie wies nachdrücklich darauf hin, dass statische Berechnungen von punktgehaltenen Scheiben nur von sehr erfahrenen Ingenieuren durchgeführt werden sollten. Vorsicht sei bei sogenannten „black-box”-Glasdickenbemessungsprogrammen geboten, so Siebert. Hilfreich seien in diesem Zusammenhang Dächer mit Zulassung und entsprechenden Bemessungsdiagrammen.

Nach der Mittagspause sorgten die bereits aus dem letzten Jahr bekannten Max Mayerhofer und Wolf Gruber als „Die Männer” wieder mit sprachgewaltiger Wortakrobatik für Heiterkeit im Auditorium. Zum Abschluss der Veranstaltung stellte dann Richter Mag. Manfred Pick Beispiele aus der Baurecht-Rechtsprechung vor. Unter dem Motto „Wer schreibt, der bleibt!” betonte er die Relevanz der Hinweispflicht und gab zu bedenken, dass ansonsten der Kunde das gesamte Entgelt so lange zurückhalten könne, bis alle Mängel beseitigt seien.

Nach Abschluss des offiziellen Teils zogen Veranstalter und Gäste ein durchweg positives Resümee. Beispielhaft das Fazit von Daniela Siegel: „Der Fachtag in Linz hat sich nun bereits im 16. Jahr mehr als bewährt und dient nicht nur als Treffen der gesamten österreichischen Glasbranche, sondern ist auch Vorreiter in Sachen praxisnaher Innovation.”

Autor/in:
Redaktion Glas
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