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Lisec lud zum Pressegespräch um aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zu präsentieren und neue Projekte vorzustellen.

Wir wollen weiter wachsen

05.04.2018

Die Installation der größten Isolierglasanlage, eigene Fer tigung von Laminieranlagen, Handel mit Gebrauchtmaschinen – bei Lisec hat sich viel getan in den letzten Monaten. Und Lisec hat viel vor.

Die Lisec Geschäftsfühung: CEO Othmar Sailer (Mitte) und COO Gottfried Brunbauer (rechts). Nicht im Bild: CTO Anton Walser. Links: Marketingleiter Filip Miermans.
Nina Gruber von tech2b und Oliver Pichler, Business Development Lisec, erläuterten die Lisec Innoavtion Challenge für Start-ups.

Über zwei Jahre sind seit dem letzten Pressegespräch vergangen“, konstatierte Othmar Sailer, CEO der Lisec Gruppe, am 8. März. Die Lisec Geschäftsführung hatte in die Zentrale nach Hausmening geladen, um die regionale und Fachpresse über aktuelle Aktivitäten zu informieren. Derer gibt es einige. Alleine im letzten Jahr konnte Lisec mit echten Highlights aufwarten: Bei einem der Entwicklungspartner des österreichischen Weltmarktführers, der Firma seele, wurde die größte Isolierglaslinie errichtet. Am neuen Produktionsstandort Leiben (NÖ) werden seit kurzem mit ca. 15 Mitarbeitern Laminieranlagen gefertigt. In Polen wurde ein eigenes Bürogebäude gebaut und eröffnet.

Gesamt erwirtschaftete die Lisec Gruppe 2017 einen Umsatz von 230 Millionen Euro und bewegt sich damit in einem positiven Umfeld. Der derzeitige Personalstand beträgt rund 1.300 Mitarbeiter an 25 Standorten weltweit. Einziger Produktionsstandort ist und bleibt Niederösterreich. „Was immer wir in die Welt liefern, produzieren wir hier. Und das soll auch so bleiben“, bekennt sich Othmar Sailer klar zu Österreich. Die Exportquote liegt bei 95 Prozent. Und das Unternehmen ist gesund: die Eigenkapitalquote beträgt stolze 46 Prozent.

»Die neuen Strukturen greifen, wir können uns nun auf das Wesentliche konzentrieren.« Othmar Sailer, CEO Lisec Gruppe

NEUE STRUKTUR BEWÄHRT SICH

Die Umstrukturierung und Gliederung des Unternehmens in Business Units, sprich Technologiebereiche, die in den letzten drei Jahren vollzogen wurde, fasst Fuß und bewährt sich. Die Einheiten wurden konsequent aufgebaut und entwickeln sich weiter. Ein Hauptbereich ist und bleibt das Service: „Service ist unser USP, diesen Wettbewerbsvorteil wollen wir weiter ausbauen“, so Sailer. Dazu kamen auch neue Bereiche, wie die Business Unit „Bearbeiten“. Mit der Übernahme des österreichischen Traditionsbetriebes Schraml Glastechnik GmbH im Jahr 2016 und der Übergabe der Leitung an den Fachmann Horst Schraml hat man sich bestes Know-how in Sachen Glasbearbeitung ins Haus geholt. Damit bedient Lisec nun auch das Segment der kleineren Glasbearbeitungs- und Waschmaschinen. Schraml Glastechnik ist als Marke eigenständig geblieben und hat sich laut Othmar Sailer „umsatzmäßig gut entwickelt".

Ein weiteres, für Lisec neues Segment, ist der Anund Verkauf von Gebrauchtmaschinen. Ebenfalls im Jahr 2016 kaufte Lisec das Unternehmen Glastronic aus der Jüllich Gruppe, um den Kauf, die Instandhaltung und den Wiederverkauf von Lisec Gebrauchtmaschinen abzuwickeln. Das Gebrauchtmaschinengeschäft voranzutreiben ist ein wesentlicher Bestandteil der Lisec Wachstumsstrategie. Mittlerweile beschäftigt Glastronic knapp 30 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von 4,5 Millionen Euro.

„Die neuen Strukturen greifen, wir können uns nun auf das Wesentliche konzentrieren und voller Elan arbeiten“, zeigt sich Othmar Sailer zufrieden mit den erfolgten Umstrukturierungen.

WEITERHIN „BEST IN ...“

„Wir haben uns stabilisiert was die Strategie betrifft. Wir wollen Nummer Eins sein und bleiben. Inhaltlich bedeutet das eine klare Bekenntnis zu den Business Units, den Ausbau des weltweiten Servicenetzwerks und unser Angebot als Vollsortimenter“, fasst Gottfried Brunbauer, als COO seit September 2017 Mitglied der Geschäftsführung, die Pläne für 2018 zusammen. Bis zum Jahr 2024 strebt man eine Umsatzverdoppelung auf 400 Millionen Euro an. Hohe Ziele auf fundierter Basis. Die internationale Auftragslage sei sehr gut und die weltweite Steigerungsrate von verarbeitetem Glas liege bei fünf bis sieben Prozent. Den weltweiten Markt für Glasverarbeitungsmaschinen schätzt Othmar Sailer auf 1,5 Milliarden pro Jahr. Davon bedient Lisec bereits jetzt einen guten Teil.

Um die geplanten Ziele erreichen zu können, benötigt Lisec Manpower. „Wir wollen weiter wachsen“ gilt auch in Sachen Personal. Derzeit sind 49 Positionen vakant – von Service, Konstruktion, Automation, Produktion über Software- Entwicklung bis zum Vertrieb. Lisec Österreich ist auf dringender Personalsuche. Wer einen sicheren Arbeitsplatz sucht, findet beim weltgrößten Hersteller von Glasverarbeitungsmaschinen neue Aufgaben und auf www.lisec.com nähere Informationen.

INNOVATION CHALLENGE

Außerdem gesucht sind Ideen für morgen. Im Rahmen der derzeit laufenden Innovation Challenge „Open View“ bietet Lisec Start-ups mit zukunftsorientierten Ideen und Projekten die Chance einer Kooperation und gemeinsamen Umsetzung. Über das Online Tool www. openview-lisec.at können bis 27. Mai 2018 Konzepte aus den Bereichen digitale Fabrik, Big Data, Logistik, aber auch smarte Servicedienstleistungen und neue Ideen rund um den Werkstoff Glas eingereicht werden. Bei einem Pitching Day werden dann die von einer Jury gewählten besten Projekte präsentiert. Lisec bietet bei Gefallen den Zugang zu einem weltweiten Vertriebs- und Kundennetzwerk und die Unterstützung vom möglichen Prototyp bis hin zum Markteintritt in eine neue Branche. Eine einmalige Chance – für beide Seiten.

Autor/in:
Birgit Tegtbauer
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