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Erste 3D-Druck-Metall Fachtagung in Wels

3D-Druck: Metallgewordene Visionen

23.10.2014

Der Fachbereich Produktionstechnik an der Welser Fakultät für Technik und Umweltwissenschaften hat die erste Fachtagung zum Thema 3D-Druck-Metall in Österreich veranstaltet.

Beim 3D-Druckverfahren handelt es sich um das neuartige Generieren von dreidimensionalen Metallprodukten, wie sie etwa im Werkzeug- oder Vorrichtungsbau eingesetzt werden. Die innovative Technologie hat sich mittlerweile weltweit etabliert. Auch in der Medizintechnik – etwa für die Herstellung von Hüftimplantaten – lässt sich diese neue Methode einsetzen, ebenso für die Erzeugung von Schmuck und Produkten mit anspruchsvollem Design wie Blumenvasen oder Türgriffe aus Edelstahl, die bereits mit 3D-Druck hergestellt werden.

150 TeilnehmerInnen folgten der Einladung der Fachbereichsleiter FH-Prof. Dr. Aziz Huskic und FH-Prof. DI Dr. Reinhard Busch. „Es war Zeit, nicht nur von 3D-Druck-Visionen zu sprechen, sondern über konkrete Anwendungen und Möglichkeiten zu diskutieren“, so Reinhard Busch über die Beweggründe der Fachtagung.

Zahlreiche Kooperationsprojekte

Die FH OÖ setzt am Campus Wels bereits seit acht Jahren eine Lasergenerieranlage in der Forschung und Entwicklung für die regionale Industrie ein. Kooperationen bestehen hauptsächlich mit Werkzeugbauern für den Kunststoffspritzguss, den Leichtmetalldruckguss und diversen Vorrichtungsherstellern sowie Anlagenherstellern. „Aktuell beschäftigen sich mehrere große F&E-Projekte mit der Anwendung der generativen Fertigung bei Werkzeugbauern, Weiterentwicklung dieser neuen Technologie und neuen Legierungen“, berichtet FH-Professor Busch weiter.

So arbeiten bereits zahlreiche Absolventen und Studierende der Studiengänge EntwicklungsingenieurIn Metall und Kunststofftechnik sowie Automatisierungstechnik an der Weiterentwicklung dieser Technologie. „Die Teilnehmer der Tagung konnten in den Laboratorien der Welser Fakultät die Gelegenheit nutzen, den Prozess des Laser-Schmelzens (3D-Druck-Metall) im Rapid-Prototyping-Labor des Fachbereiches Produktionstechnik zu erleben. Im Labor befindet sich eine Laser-Schmelz-Anlage für die Herstellung von Bauteilen mit den Maßen von 150x150x160mm“, erläutert FH-Professor Aziz Huskic.

Ausweitung auf Titan und Aluminium

Das Thema 3D-Druck Metall soll in Wels weiter ausgebaut werden, und eine weitere Hightech-Anlage für die Herstellung von Bauteilen mit den Maßen 250x250x280mm soll im Zuge des Aufbauens des fakultätsübergreifenden Instituts für Intelligente Produktion bis Jänner 2015 angeschafft werden. „Mit dieser Anlage werden neben den Edel- und Werkzeugstählen auch Titan- und Aluminiumlegierungen verarbeitet, so dass sich neue Forschungsfelder im Bereich Medizintechnik und Luftfahrt eröffnen“, freut sich Huskic auf die zukünftige Entwicklung.

Die Fachtagung soll künftig alle zwei Jahre in Wels stattfinden.

 

Autor/in:
Redaktion Metall
Original erschienen am 23.10.2014: Metall.
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