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„Die Verwendung der Marke ist an eine Lizenz bzw. Sublizenz gebunden, die vom AFI vergeben wird“ – Harald Greger, Geschäftsführer Aluminium-Fenster-Institut.

„AFI neu“ als Marke für Produkte und Betriebe

23.04.2015

Geschäftsführer Harald Greger im METALL-Interview über die Neupositionierung des Aluminium-Fenster-Instituts (AFI).

METALL: Herr Greger, das Aluminium-Fenster-Institut hat sich neu aufgestellt, warum?
Harald Greger:
Wir befinden uns global in einer Zeit des Umbruchs. Neue Anforderungen sind auch in der Baubranche in vielen Bereichen deutlich spürbar. Lebenszyklusdenken gewinnt immer mehr an Bedeutung, Bestbieter statt Billigstbieter werden gefordert, Wartungsverträge schaffen ein neues Bewusstsein für Dauerhaftigkeit. Andererseits werden unter dem Schlagwort „leistbarer Wohnbau“ diese neuen Bestrebungen oft um 180 Grad umgekehrt oder sogar schon im Keim erstickt. Daher benötigen Auftraggeber, Bauherren und Architekten bei der Vergabeentscheidung mehr Sicherheit denn je für ihre Investitionsentscheidung und darüber hinaus für den ganzen Gebäudelebenszyklus.
Da auch im Aluminium-Profil-Bereich in den letzten Jahren immer mehr Anbieter am Markt merkbar wurden, hat sich das AFI sehr grundsätzlich mit dem Thema Qualität und Sicherheit auseinandergesetzt. Herausgekommen ist dabei „AFI neu“ und die „Neue Bauherrensicherheit“.

Was bedeutet „AFI neu“?
„AFI neu“ besteht aus den führenden österreichischen Metallbaubetrieben, Aluminium-Profil-Systemanbietern und Oberflächenveredlern. Bundesweit erfüllen rund einhundert Betriebe die hohen Anforderungen, die für das Führen der neuen, im Markenregister des Österreichischen Patentamts eingetragenen Gemeinschaftsmarke „Alu-Fenster“ notwendig sind. Die Verwendung der Marke ist an eine Lizenz bzw. Sublizenz gebunden, die vom AFI vergeben wird.  Wir wollen ein neues Verständnis für unsere Gemeinschaftsmarke aufbauen. Die Marke steht nun für Produkte und Betriebe, für Kompetenz und Zuverlässigkeit, und sie wird durch die „Richtlinien Metallbau“ abgesichert.

Was versteht man unter der „neuen Bauherrensicherheit“?
Die Gemeinschaftsmarke „Alu-Fenster“ bietet Sicherheit hinsichtlich Produkt und Unternehmen. Wir nennen das die neue Bauherrensicherheit. Das beste Produkt hilft nichts, wenn man sich nicht auf Zusagen verlassen kann – wenn die Verlässlichkeit nicht gegeben ist. Zugegeben, unsere Anforderungen sind hoch. Da kommen viele Marktbegleiter derzeit nicht mit. Qualität ist eben nicht selbstverständlich, aber der allgemeine Trend in Richtung Bestbieter wird uns Recht geben.

Wie positioniert sich „AFI neu“ in Zukunft?
Das AFI bietet allen gewerblichen, kommunalen und privaten Bauherren sowie Auftraggebern – von der öffentlichen Hand und deren Immobiliengesellschaften über Wohnbauträger bis hin zu General- und Totalunternehmern sowie Architekten und Planern – Sicherheit bei der Vergabeentscheidung. Und wir werden die Fensterentscheider in Österreich direkt und themen-orientiert ansprechen.

Welche sind die Themen?
An erster Stelle würde ich das Bauherrenrisiko nennen. Den Bauherrn ist dieses Risiko oft nicht bewusst, daher gibt es hier für uns eine Menge an Informationsarbeit zu leisten. Das AFI kommuniziert ein Sicherheitspaket für Entscheider, welches dem wachsenden Risiko von Bauherren entgegenwirkt. Ein wichtiges Thema ist dabei auch das Bestbieterprinzip: Das heißt, qualitative Faktoren müssen in den Ausschreibungen als zusätzliche Kriterien verankert werden, damit Entscheidungen nicht nur über den billigsten Preis getroffen werden. Und die technischen, ökologischen und ökonomischen Vorzüge von Alufenstern, die die Gemeinschaftsmarke „Alu-Fenster“ führen, müssen natürlich in diesem Zuge auch deutlich bewusst gemacht werden.

Wie definieren Sie die Zielgruppe, und wie wollen Sie Awareness bei ihr erzeugen?
Wir werden in den kommenden Monaten mit Vertretern der Architektur, der Baubranche und des kommunalen Wohnbaus gemeinsam kommunizieren, worin die Vorteile unserer Gemeinschaftsmarke liegen. Im Rahmen der AFI-InformationsKampagne wird neben Gerda Gerner von gerner°gerner plus architects und Michael Gehbauer von der WBV-GPA ab 2015 auch Michael Pech vom Österreichischen Siedlungswerk (ÖSW) ein Statement zur Gemeinschaftsmarke „Alu-Fenster“ geben. Darüber hinaus werden wir in den österreichischen Fachmedien für Architektur, Bau und Immobilien Öffentlichkeitsarbeit für unsere Themen betreiben. Und wir werden viele Gespräche mit gewerblichen und kommunalen Entscheidern führen.
In Summe haben wir uns im Konzept „AFI neu“ vorgenommen, den Markt aktiv zu gestalten und ein fruchtbares Netzwerk für alle AFI-Partner aufzubauen.

Autor/in:
Redaktion Metall
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