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Im Juli 2018 wurde der Umbau der Bergstation der neuen Bayrischen Seilbahn Zugspitze mit der Eröffnung des Gipfelrestaurants Panorama 2962 abgeschlossen.

Alles, außer gewöhnlich

10.10.2019

Seilbahn. Brandschutzverglasungen in der neuen Bergstation Zugspitze sorgen für spektakuläre Panoramablicke.

Die im Juli 2018 mit der Eröffnung des Gipfelrestaurants Panorama 2962 endgültig fertiggestellte neue Bayerische Seilbahn Zugspitze ist ein Projekt der Extreme, sowohl was die Konstruktion als auch was die Rahmenbedingungen betrifft. Die weltweit längste freischwebende Seilbahn hat nur einen einzigen Stützpfeiler, die mit 127 Metern Höhe bislang weltweit höchste Stahlstütze. Die beiden bodentief verglasten Großraumkabinen bieten jeweils Platz für bis zu120 Personen und können bis zu 580 Personen pro Stunde auf den Gipfel befördern.

Die Höhe, die am Gipfel der Zugspitze herrschenden Witterungsbedingungen, geologische Faktoren und die Logistik stellten enorme Herausforderungen für das Projekt dar. Das galt auch für den Transport der Brandschutzverglasungen von Vetrotech Saint-Gobain, die wie alle anderen Materialien von einem Zwischenlager auf 1.200 Metern Höhe mit einer separaten Materialseilbahn auf die Baustelle transportiert werden mussten und den Einbau der Verglasungen in der Bergstation durch das Unternehmen Stahlbau Pichler aus Bozen. In der Station sorgen die 176 Quadratmeter Contraflam-Gläser von Vetrotech Saint-Gobain in unterschiedlichen Aufbauten vor allem für Sicherheit in den Übergängen der einzelnen Nutzungsbereiche, sei es als Tür, Fenster oder Brandschutzwand.

Maximale Platzausnutzung

Die erweiterte und neugestaltete Bergstation nach Plänen von Hasenauer Architekten aus Saalfelden (A) ist ein konstruktives Highlight, das über drei Ebenen den Zugang zur Gletscherbahn, zur gastronomischen Infrastruktur und zur Gipfelterrasse mit 360 Grad Panoramablick ermöglicht. Die besondere Herausforderung beim Ausbau bestand darin, das Gebäude auf dem vorhandenen Platz zu erweitern, um mehr Raum für Gastronomie und Aussichtsplattformen zu schaffen, ohne die Grundfläche zu vergrößern. Die Architekten nutzten dabei geschickt die Konstruktionselemente der neuen Seilbahn. So wurde auf der Nordseite eine Plattform auf den in den Fels getriebenen Pollertürmen der Tragseilbefestigung gebaut, die vor den Betontürmen etwa 23 Meter auskragt. Auf der Südseite nutzten sie die Abspannvorrichtung durch den A-Bock, die die Zugkräfte von der Nord- auf die Südseite umlenkt, für ein neues vollverglastes Treppenhaus. Die bauliche und optische Öffnung des vorher geschlossenen Treppenhauses verbindet die Station noch stärker mit der faszinierenden Umgebung. Die neue Großzügigkeit  ist bereits direkt bei der Ankunft erlebbar, ein verglaster Bahnsteig mit beeindruckenden Einblicken in die Nordwand dient als Ausgangspunkt für den Rundgang durchs Gebäude.  Sowohl die bessere Erschließung der Bergstation als auch die Vergrößerung der Aufenthaltsflächen.

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