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„Wir brauchen fitte Selbständige. Denn nur wer gesund ist, ist auch beruflich erfolgreich.“ WK-Wien Präsident Walter Ruck.

Arztbesuch ohne Kosten

13.02.2020

Gesundheitsbewusste Wiener Unternehmer*innen zahlen nun weniger für den Arztbesuch.

Selbstständig Gesund

Am Vorsorge-Programm „Selbstständig Gesund“ der SVS nehmen derzeit rund 8.000 Wiener Unternehmer*innen teil. Dabei werden mit dem Hausarzt Gesundheitsziele fixiert, zum Beispiel Gewichtsabnahme oder Raucherentwöhnung. Werden die Ziele nach mindestens sechs Monaten erreicht, bestätigt das der Arzt und die SVS reduziert den Selbstbehalt von 20 Prozent auf zehn Prozent. Die WK Wien übernimmt nun rückwirkend mit 1. Jänner 2020 die verbleibenden zehn Prozent.

WKW-Präsident Walter Ruck will die Stärkung der Gesundheitsvorsorge bei Gewerbetreibenden und gleichzeitig eine Entlastung der 135.000 Wirtschaftsbetriebe erreichen und hat angekündigt, Wiener Unternehmer*innen den 10-prozentigen Selbstbehalt zu ersetzen. Die Regelung gilt bereits ab Jahresbeginn (zum 1.1.2020 rückwirkend) und wird von der Kammer über Reformeinsparungen finanziert. Voraussetzung für die Rückvergütung ist die erfolgreiche Teilnahme am Vorsorgeprogramm „Selbständig Gesund“ der Sozialversicherung der Selbständigen (SVS).

Die Rückerstattung für Wiener Unternehmer*innen sei einfach und unbürokratisch, erklärt Ruck: „Es entsteht kein zusätzlicher Aufwand und wir bekommen auch keine Gesundheitsdaten übermittelt.“

So wird refundiert

Bei einer erfolgreichen Teilnahme am Vorsorgeprogramm „Selbstständig Gesund“ stellt die SVS durch einen automatisierten Datenabgleich fest, ob auch eine aktive Mitgliedschaft in der WK Wien besteht. Falls ja, wird der Selbstbehalt auf der Vorschreibung der SVS, ergänzt um den Vermerk „Von der Wirtschaftskammer Wien refundiert“, gutgeschrieben. „Es sind keine Anträge, Bestätigungen oder Ähnliches notwendig“, sagt Ruck. Die Verrechnung erfolgt direkt und gesammelt zwischen SVS und WK Wien.

Positives Echo

Gesundheitsexperten wie Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres, Ex-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky, sie leitet heute das Departement Gesundheit an der FH St. Pölten, oder der Internist Siegfried Meryn begrüßen vor allem auch den gesundheitsfördernden Aspekt der Aktion der WK Wien. Ruck: „Zusätzlich macht es wirtschaftlich Sinn. Es sinken die Krankheitsfälle, das entlastet wiederum die Sozialversicherung und führt langfristig zu niedrigeren Beiträgen. Investitionen in die Gesundheit bringen also die höchste Dividende.“

Finanzierung dank Reform

Dass die WK Wien ihre Mitgliedsbetriebe beim Selbstbehalt finanziell entlasten kann, verdankt sie der großen Strukturreform im vergangenen Jahr, durch die mehrere Millionen Euro eingespart werden. Im Zuge dieser größten Strukturreform in der Geschichte der WKW wurden im neuen „Haus der Wiener Wirtschaft“ am Praterstern zehn Standorte zusammengezogen. Nicht nur die Kammerbeiträge konnten dadurch gesenkt werden, auch in die Gesundheit der Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer werde investiert, sagt WKW-Präsident Ruck: „Das ist wohl die beste und sinnvollste Investition!“

Mehr Vorsorgeuntersuchungen

Aktuell nehmen rund 8.000 Wiener Gewerbetreibende am Vorsorgeprogramm der SVS (Sozialversicherung der Selbständigen) teil, das Voraussetzung für die Halbierung des Selbstbehalts ist. Diese Zahl soll nun deutlich wachsen, wenn dafür der Selbstbehalt von der WK Wien zur Gänze getragen wird. Untersuchungen zeigen, dass mit steigendem finanziellem Anreiz die Bereitschaft zu Präventionsuntersuchungen steigt.

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