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Die Weiterentwicklung von schwer entflammbaren Mg-Legierungen ist zentraler Bestandteil des AMALFI-Projekts.

Auf der Suche nach den Werkstoffen der Zukunft

03.01.2019

Um Leichtmetalle für zukünftige industrielle Anwendungen fit zu machen, startet das LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen zusammen mit zwölf Projektpartnern das COMET-Projekt AMALFI.

Der Einsatz von Leichtmetallwerkstoffen anstelle von Stahl ist einer der am schnellsten wachsenden Schlüsseltrends in der Luftfahrt- und Automobilindustrie. Und das aus gutem Grund, denn immerhin wirkt sich die enorme Gewichtsreduzierung positiv auf die Energieeffizienz und CO2-Emissionen von Flugzeugen und Fahrzeugen aus. Die Leichtmetalle Aluminium und Magnesium überzeugen zudem durch ihre hohe Stabilität und Leichtigkeit.  Um für zukünftige industrielle Anforderungen geeignet zu sein, müssen die Werkstoffe aber auch fest, korrosionsbeständig, schweiß-, gieß- oder umformbar sein und damit sich teilweise widersprechende Eigenschaften in sich vereinen.

Das LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen bündelt nun sein Know-how mit 12 Projektpartnern aus Industrie und Wissenschaft, um die Leichtmetallwerkstoffe für die Zukunft fit zu machen. Koordiniert wird das von FFG und dem Land Oberösterreich finanzierte Projekt namens AMALFI von den LKR Wissenschaftlern Stephan Ucsnik und Carina Schlögl. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Forscherteam werden sie neuartige Aluminium- und Magnesiumlegierungen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Herstell- und Verarbeitungsketten erforschen und weiterentwickeln.

Nach AMORRE kommt AMALFI

Mit Blick auf neue Anforderungen an Werkstoffe, Prozesse und Technologien werden die aus dem Vorgänger-COMET-Projekt AMOREE entwickelten Legierungen und Verarbeitungsprozesse in den kommenden vier Jahren einen technologischen Schub erhalten. Für den Bereich Aluminium bedeutet das konkret, dass nicht nur die Crashtauglichkeit von Aluminium-Strangpressprofilen erhöht und der Prozess des direkten Kokillengussen von kritischen Aluminiumlegierungen optimiert, sondern auch neuartige Rollform-/Biege-Prozesse für multifunktionale Profile für innovative, hoch-performante, wettbewerbsfähige Al-Komponenten entwickelt werden sollen.

Weitere Schwerpunkte

Daneben wird sich das Projekt auch auf die Weiterentwicklung von schwer entflammbaren Mg-Legierungen für die Luftfahrt der Zukunft sowie die Verarbeitung der neuartigen Mg-Legierungen in Prozessen wie Stranggießen, Schmieden oder Thixomoudling fokussieren. Zudem wird sich das AMALFi-Konsortium einem Thema der Grundlagenforschung widmen: der Entwicklung neuartiger Mikrostruktur- und Gefügemodelle für Aluminium- und Magnesiumlegierungen. „Diese Modelle sind wichtig, da sie das Potenzial haben, die Entwicklung von zukünftigen Al- und Mg-Legierungen, vor allem durch virtuelle, numerische Simulation, entscheidend voran zu treiben“, erklärt Stephan Ucsnik.

Autor/in:
Redaktion Metall
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