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V. l. n. r.: Landesinnungsmeister Markus Marchhart, Künstlerin Eva-Maria Biribauer und Landeslehrlingswart Martin Steinhäufl  bei der Präsentation der „Köpfe“ im Wifi Eisenstadt.

Burgenland zeigt Kreativität in Metall

16.12.2016

Lehrlingswerbung im Burgenland. Eine mobile Präsentation zeigt die Verbindung von Technik und Kunst.

Auf der Suche nach den besten Talenten verkörpern die „Köpfe“ von Eva-Maria Biribauer die kreativen Seiten der Metalltechnik.
Die Skulpturen sind zerlegbar und leicht zu transportieren.

Um Jugendlichen die Attraktivität und Vielfältigkeit des Metallberufs zu präsentieren stellt die Metalltechnikinnung Burgenland die Möglichkeiten des Handwerks in künstlerischer Form dar. Die Begeisterung für Metall steht daher im Mittelpunkt des Projekts, das die Künstlerin Eva-Maria Biribauer gemeinsam mit Landesinnungsmeister Markus Marchhart und Landeslehrlingswart Martin Steinhäufl umgesetzt hat. Ein mobiler Präsentationskoffer wurde entwickelt, mit dessen Inhalt die Lehrberufe der Metalltechnik attraktiv und kreativ präsentiert werden.
„Es war uns wichtig, etwas Symbolhaftes mit hohem Wiedererkennungswert zu schaffen, womit jeder sofort die burgenländischen Metalltechniker ­assoziiert“, erklärt Marchhart. „Für die Realisierung dieser Idee schien uns Eva-Maria Biribauer als besonders geeignet, stammt sie doch selbst aus einer burgenländischen Metalltechnik-Unternehmerfamilie.“  

Alles passt in einen Koffer
Der Auftrag an Biribauer lautete, eine für angehende Talente und motivierte Lehrlinge attraktive Präsentation des Berufsbildes zu entwickeln. Und: Alles sollte in einen ­Koffer passen! 
Keine leichte Aufgabe. Die Künstlerin nahm sich viel Zeit für die Recherche, besuchte die Berufsinformationsveranstaltungen „Profis am Werk“ in Eisenstadt und Pinkafeld um herauszufinden, was die jungen Menschen anspricht. „Die Zielgruppe der Zwölf- bis Vierzehnjährigen ist nicht leicht zu erreichen“, berichtet Biribauer über ihre Erfahrungen. Die Idee mit den „Köpfen“ hatte Eva-Maria Biribauer im Werk von ­Markus Marchart, wo unter anderem Büromöbelbeschläge hergestellt werden. Dort sah sie mit ihrem künstlerischen Blick in vielen alltäglichen Elementen Gesichter. In ihren Entwürfen hat sie verschiedene Elemente und Materialien zusammengefügt. 
Die Skizzen der Künstlerin in Metall umzusetzen, erforderte bei Innungsmeis­ter Marchart zwar Einfallsreichtum und eine Menge Tüftelei, wurde aber in faszinierender Weise umgesetzt. Im Ergebnis – den „Köpfen“ – werden nun alle Arten der Metallbearbeitung abgebildet: vom Laserschneiden über Abkanten, Verbindungstechnik, Schweißen bis hin zur Oberflächenbehandlung. Und der Clou daran: Jedes Kunstwerk ist in seine Einzelteile zerlegbar, so kann die gesamte Präsentation wirklich in einem großen Werkzeugkoffer verstaut und transportiert werden. Die künstlerische Berufspräsentation wird durch das Burgenland touren und bei verschiedenen Anlässen Jugendlichen und Interessierten präsentiert. „Wir werden den Präsentationskoffer in Schulen und bei Berufsinformationsmessen verwenden“, erklärt Landeslehrlingswart Martin Steinhäufl. Erste Station waren Ende November die Berufsinformationstage in der europäischen Mittelschule Oberwart. Auch die burgenländischen Mitgliedsbetriebe können sich den Koffer ausborgen und die Präsentation für eigene Veranstaltungen verwenden. [g.rainer]

Autor/in:
Redaktion Metall
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