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Einmal programmiert schweißt der Cobot auch bei höheren Stückzahlen in gleichbleibender Qualität.

„Cobot“ – der neue Schweißer im Team

21.05.2019

Kollaborative Roboter, sogenannte „Cobots“, sind schnell und flexibel einsetzbar und wegen ihres guten Preis-Leistungs-Verhältnisses ideal für kleine und mittelständische Unternehmen.
 

Einfache Programmierung: Über die "Free-Drive-Funktion" wird der Bedienarm per Hand an die Stelle bewegt, an der er starten und enden soll.

Mit dem neuen „Lorch Cobot Welding Package“ können laut Hersteller beim Schweißen neue Potenziale in puncto Effizienz und Schweißqualität freigelegt werden. Die Digitalisierung und Automatisierung steigere die Produktivität von Schweißer-Teams und sei laut Lorch ein wichtiger Beitrag, um den stetig wachsenden Fachkräftemangel bei Schweißfachkräften zu kompensieren.

Kostendruck und Flexibilität

Kleine und mittelständische Unternehmen stehen heute vor Herausforderungen wie hohem Kostendruck bei gleichzeitig größtmöglicher Fertigungsflexibilität, stark wachsendem Wettbewerb durch industrielle Automatisierung sowie einem immensen Fachkräftemangel. Der Einsatz von herkömmlichen Industrierobotern lohnt wegen der hohen Investitionen, einem komplexen und zeitraubendem Programmierablauf und dem in der Regel enormen Platzbedarf oft nicht. 
Das neue „Lorch Cobot Welding ­Package“ soll hier eine Lücke füllen. Es besteht aus einem kollaborativen Roboter (Cobot), der „Lorch Cobotronic-Software“ und einer Lorch-Schweißanlage samt Hochleistungsbrenner und ermögliche es, Schweißvorgänge einfach zu automatisieren und Arbeitsabläufe zu optimieren. Zusätzlich werden von Lorchs Cobot-Partner vor Ort Services wie Schulung, Beratung, Rund-um-Betreuung oder Finanzierung angeboten. Die Inbetriebnahme der Anlage samt Intensivschulung an konkreten Werkstücken findet im jeweiligen Unternehmen statt. 
Eine eingebaute Sensorik garantiert, dass der Roboterarm des Schweiß-Cobots bei einfacher Berührung sofort stoppt und somit der Schweißer ohne aufwendige Schutzeinrichtung direkt Seite an Seite mit dem Roboter arbeiten kann. Dank seines Eigengewichtes von nur knapp 30 Kilo ist der Cobot mobil, lässt sich bei Bedarf flexibel versetzen und kann schnell am Schweißtisch montiert werden. 
Schweißvorgänge können auch ohne größere Programmierkenntnisse automatisiert werden. Die „Lorch Cobotronic Software“ bietet dabei gleich mehrere Möglichkeiten: Zum einen über die Direktsteuerung des Roboter-Bedienarms als auch über das Assistenzsystem, in das Werkstückdaten wie beispielsweise Blechstärke oder Basismaterial eingegeben und daraus die optimalen Parameter sowie die passende Schweißgeschwindigkeit berechnet werden. Den genauen Schweißverlauf erlernt der Schweiß-Cobot über das sogenannte „Teachen“: Der Schweißer führt dabei den Roboterarm einfach per Hand an den Anfang und an den Endpunkt des zu schweißenden Werkstücks. Das System führt dann anhand der aufgenommenen Daten die Schweißnaht am Werkstück aus. 

Schweißprozess auf Abruf

Mit der Möglichkeit, den Schweißvorgang für jedes Bauteil zu speichern, lässt sich eine Schweißnaht beliebig oft reproduzieren. Einmal optimal erstellt, garantiert die vom Cobot geschweißte Naht eine gleichbleibend hohe Präzision und Qualität. Ein Pluspunkt bei der Fertigung von Kleinserien, da hier Zeit gewonnen und Ausschuss vermieden wird.
Mit dem Einsatz des Schweiß-Cobots lasse sich laut Lorch auch der Fachkräftemangel wirkungsvoll kompensieren. Wenn der kollaborative Roboter wiederkehrende und oft auch monotone Schweißaufgaben übernimmt, brauchen die Schweißfachkräfte nur noch die richtigen Einstellungen des Cobots kontrollieren, während angelernte Bedienkräfte die weitere Produktion übernehmen.

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