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Anwender bewegen den Schweißbrenner manuell und geben am Bedienfeld die Wegpunkte der Schweißnaht ein. Schweißparameter und Vorlagen für Schweißprogramme sind im Cobot hinterlegt.

Cobot, übernehmen Sie!

19.05.2020

Trumpf steigt ins automatisierte Lichtbogenschweißen ein

Bei dieser Konsole aus Baustahl schweißt der Cobot der TruArc Weld 1000 eine 25 mm dicke Platte auf ein 8 mm dickes, gebogenes Blech mit insgesamt fünf Schweißnähten. Die Programmierung erfolgt mit der TruArc Weld 1000 so schnell, dass sich die Bearbeitung bereits ab Stückzahl 1 automatisiert lohnt.

Erstmals bietet der deutsche Laserspezialist Trumpf ein automatisiertes System für das Lichtbogenschweißen an. Die TruArc Weld 1000 ist mit einem kollaborativen Roboter ausgestattet, einem sogenannten „Cobot“. Nachdem der Bediener ihn per Hand über ein Bauteil geführt hat, führt der Cobot im Anschluss die Schweißnaht automatisch aus. Dabei ist er deutlich effizienter, als es manuell möglich wäre. Trumpf reagiert mit dem neuen System auf den zunehmenden Mangel an Fachkräften und erleichtert Betrieben den Einstieg ins automatisierte Schweißen. Die TruArc Weld 1000 erfüllt höchste Sicherheitsstandards: Sie ist CE-konform und wurde zusätzlich vom TÜV Austria geprüft.

Einfach zu programmieren

Im Gegensatz zu herkömmlichen Industrierobotern kann der Bediener den Cobot per Hand über das Bauteil bewegen. Eine integrierte Sensorik sorgt dafür, dass er sich leicht führen lässt. Trumpf hat den Cobot mit einer Bedieneinheit ausgestattet, über die der Anwender Wegepunkte sowie Anfangs- und Endpunkte der Schweißnaht speichert und so das Programm erstellt. Die Steuerung des Cobots enthält darüber hinaus Vorlagen für Schweißprogramme und Schweißparameter, zum Beispiel für unterschiedliche Blechdicken. Gemeinsam mit der Bedieneinheit am Schweißbrenner vereinfacht das die Roboterprogrammierung erheblich. Programmieren und Schweißen können Anwender mit der TruArc Weld 1000 laut Hersteller innerhalb weniger Minuten. Für die Bedienung seien kaum Vorkenntnisse nötig.

Kleine Stückzahlen, top Ergebnisse

Viele Bauteile, die Anwender normalerweise per Hand schweißen, lassen sich mit der TruArc Weld 1000 automatisiert bearbeiten. Dank der zeitsparenden Programmierung rechne sich die Maschine laut Trumpf schon bei kleinen Losgrößen und Einzelstücken – auch, wenn die Teile nur eine kurze Schweißnaht aufweisen. Die TruArc Weld 1000 erzeugt reproduzierbar gerade und gleichmäßige Nähte, vermeidet Spritzer und sorgt damit für eine hohe Bearbeitungsqualität.

Rüsten und Schweißen gleichzeitig

Im Inneren der TruArc Weld 1000 gibt es eine Trennwand, die sich hoch- und herunterfahren lässt. Auf diese Weise können Anwender den Arbeitsbereich teilen und entweder ein großes (Ein-Stationen-Betrieb) oder mehrere kleinere Teile schweißen (Zwei-Stationen-Betrieb). Im Ein-Stationen-Betrieb schweißt der Roboter Bauteile mit einer Größe von bis zu 2000x600x600 Millimetern. Je nach Abmessung sind weitere Breiten- und Längenverhältnisse möglich. Im Zwei-Stationen-Betrieb bearbeitet die TruArc Weld 1000 kleinere Bauteile mit einer Größe von bis zu 600x600x600 Millimetern. Um beide Stationen gut zu erreichen, pendelt der Roboter entlang einer Linearachse zwischen zwei Positionen. Während er auf einer Seite schweißt, kann der Bediener auf der anderen Seite ein Bauteil rüsten. Dafür lässt sich das Roboterprogramm automatisch von der einen auf die andere Station übertragen.

Ohne Schulung betriebsbereit

Die Inbetriebnahme der CE-konformen TruArc Weld 1000 kann der Kunde mithilfe von Video-Tutorials innerhalb weniger Stunden selbst erledigen. Von der Drahtspule bis zu den Schweißparametern ist die Anlage mit allen notwendigen Features ausgestattet, um mit dem Schweißprozess zu starten. Eine Präsenzschulung benötigen Maschinenbediener nicht. Bedienung und Programmierung sind so konzipiert, dass Video-Tutorials ausreichen, um sich schnell einzuarbeiten.

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