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Das geplante Ras Abu Aboud Stadion in Katar soll im Juni 2020 fertig sein.

Container für die Arena

02.08.2018

Bei der Fußball-WM in Russland haben 750 Spezial-Container aus Niederösterreich mitgewirkt.

Mustercontainer mit Funktion.
INFO

CIMC (China International Marine Containers) ist Weltmarktführer in der Produktion von Containern und Aufliegern.

CONTAINEX ist ein österreichischer Spezialist für Container und mobile Raumlösungen. Das Unternehmen gehört zur Walter Group in Wiener Neudorf/NÖ.

Zum Gelingen der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland hat ein niederösterreichisches Unternehmen nicht unwesentlich beigetragen. Für die Dauer des Turniers stellte die Wiener Neudorfer Container-Spezialfirma Containex mehr als 750 ihrer quaderförmigen Metallboxen bereit. Diese dienten an den Sportarenen u. a. zum Verkauf der Eintrittskarten, für Fernsehübertragungen, als Büros, Lager sowie zu Sicherheits- und Sanitärzwecken.

„Über russische Händlerpartner haben wir die Fußballstadien in Moskau, St. Petersburg, Kaliningrad, Weliki Nowgorod, Kasan, Samara, Sotschi, Jekaterinburg, Saransk, Kaliningrad, Nischni Nowgorod und Rostov am Don mit unseren Containern ausgestattet“, erklärte Containex-Prokurist und Marketingleiter Markus Schaden gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Nach dem Ende der Weltmeisterschaft verbleibe ein Teil der gelieferten Anlagen vor Ort als fixe Infrastrukturlösung.

Containex ist eine Tochtergesellschaft des Speditionskonzerns LKW-Walter. Der Spezialbetrieb erzeugt in eigenen Produktionswerken Mannschafts-, Büro-, Lager-, Verpackungs-, Hochsee- und Sanitärcontainer. Aus 70 Depots in 22 Ländern Europas stellt das Unternehmen auch mehr als 30.000 Mietcontainer bereit. Mit 282 Beschäftigten erzielt das Unternehmen 305 Mio. Euro Umsatz.

Schachtel-Stadion

Bei der nächsten Fußball-WM wird es 2022 in Katar aber zu diesem Thema etwas ganz Besonderes zu sehen geben: Der chinesische Containerproduzent CIMC wird dort ein gesamtes Stadion hinstellen, das fast ausschließlich aus Containern zusammengebaut wird. Am Ende soll das Ras Abu Aboud Stadion aus 990 modularen Containern auf sieben Stockwerken bestehen und als Gesamtprojekt im Juni 2020 fertiggestellt sein.

Mobil und demontierbar

Jede der 990 modularen Einheiten misst 6×2,5×2,5 Meter (L×BxH). Das Gerüst des gesamten Stadions als Stahlkonstruktion ausgeführt, und im nächsten Schritt werden die Container wie Lego-Bausteine eingesetzt und im Anschluss daran angestrichen und innen ausgestattet.

„Der (im chinesischen Yangzhou, Anm. d. Red.) vorgefertigte, modulare Aufbau ermöglicht einen geringeren Materialeinsatz, verursacht weniger Abfall und Emissionen und macht außerdem eine Zeitersparnis von drei Jahren für die gesamte Konstruktion möglich“, erklärt CIMC-Manager Wang Fei. Aber nicht nur der schnelle Aufbau, sondern auch die leichte Demontage ist ein Vorteil: „Ein in einem kleinen Land für eine internationale Großveranstaltung errichtetes Stadion nachher weiter zu nutzen, ist immer ein Problem“, so Wang Fei. Als demontierbares, modulares Bauwerk könne dieses Stadion aber für andere Wettbewerbe an anderen Orten wiederverwendet und an mehreren kleinen Veranstaltungsorten neu zusammengesetzt werden. Die Module lassen sich sogar komplett in preiswerte Wohnungen oder Flüchtlingsunterkünfte umwandeln. Und der ursprüngliche Standort des Stadions kann rasch wieder in naturnahes Gelände bzw. in einen Park transformiert werden.

Autor/in:
Redaktion Metall
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