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Das Haus im Fjord

09.08.2018

Jenseits der Norm. Stahl-Glas-Fassaden von Waagner-Biro für ein eindrucksvolles Gebäude in Dänemark.

Parabelförmige Ausschnitte schaffen gewölbte, etagenübergreifende Fenster.
Das Gebäude besteht aus vier 28 Meter hohen Zylindern, die mit 863.000 Ziegeln verkleidet sind.

An der Mündung des Vejle Fjords im dänischen Jütland erhebt sich Fjordenhus, der neue Firmensitz der dänischen Investorengruppe Kirk Kapital, aus dem Wasser. Für das Gebäude, gestaltet von dem isländisch-dänischen Künstler Olafur Eliasson und seinem Studio, lieferte Waagner-Biro die gewölbten Stahl-Glas-Fassaden, die gebogenen Türen in diversen Ausführungsvarianten sowie die drei Haupttreppen inklusive Aufzüge.

„Mit der Fertigung dieser besonders anspruchsvollen Fassadenteile und individuellen Türelemente haben wir einmal mehr unsere Expertise bei Bauprojekten jenseits der Norm unter Beweis gestellt“, freut sich Mag. Thomas Jost, Geschäftsführer der Waagner-Biro AG, anlässlich der Fertigstellung.

Fjordenhus, das erste Gebäude, das Olafur Eliasson gemeinsam mit den Architekten des Studio Olafur Eliasson, geleitet von Sebastian Behmann, entworfen hat, enthält ortsspezifische Kunstwerke von Olafur Eliasson sowie eigens für das Gebäude entwickelte Büromöbel und Lampen. Die Kunstwerke im Erdgeschoss sind öffentlich zugänglich.

Das markante Gebäude hat eine Fläche von 4,816 m² Quadratmetern und besteht aus vier, sich überschneidenden 28 Meter hohen Zylindern, die mit 863,000 Ziegeln verkleidet sind.

Aus den Zylindern schälte Studio Olafur Eliasson vom Kreis zur Ellipse verlaufende Körper heraus, die zu parabelförmigen Ausschnitten führen und gewölbte, etagenübergreifende Fenster schaffen. Dieses Wechselspiel offener und geschlossener Flächen, Torsionen und Bögen, Innen und Außen, macht aus dem Ziegelkorpus eine organische, fast filigrane Struktur.

Die Stahl-Glas-Fassaden und die Pivot-Türen, die Waagner-Biro lieferte, folgen, so wie das Mauerwerk, exakt der durch diese Verschneidungen entstandenen komplexen Geometrie und mussten mithilfe von millimetergenau eingemessenen Schablonen gefertigt und auf der Baustelle zusammengeschweißt werden. Viele Fassaden und Türen sind nicht vertikal, sondern bis zu 13° geneigt, wodurch speziell für die Türen hinsichtlich der Funktionsfähigkeit Sonderlösungen erforderlich waren.

Im Sinne des architektonischen Entwurfsgedankens wurde auf die Ausbildung der Anschlussdetails an das Mauerwerk sowie auf ein möglichst dezentes Erscheinungsbild der Fassade mit schlanken Pfosten und Riegeln besonderen Wert gelegt. [mo]

Autor/in:
Redaktion Metall
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