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Das war die Wiener Fertigungs-Festwoche

15.06.2018

Nachbericht zur „Intertool“ von 15.-18. Mai in der Wesse Wien,

Insgesamt mehr als 450 Ausstellerfirmen – davon rund 250 auf der „Intertool“ – machten die Hallen A und B der Messe Wien zum heimischen Hotspot der Fertigungstechnik. Mit ihren Innovationen, Produkten, Systemen und Dienstleistungen für die industrielle Produktion motivierten sie insgesamt 21.861 Fachbesucher (davon 8,7 Prozent aus dem Ausland) zum Messebesuch. Im Vergleich zu 2016 sei das ein Besucherplus von 1,5 Prozent, freuen sich die Intertool-Veranstalter in ihrem Schlussbericht. Der vor zwei Jahren gestartete Relaunch von „Intertool“ und „Smart“ sei heuer erfolgreich fortgesetzt worden, und die neu hinzugekommene Fachmesse „C4I“ habe das große Zukunftsthema Digitalisierung in den Fokus gerückt, so die Reed Messe Wien in ihrem Abschlussbericht.

Die Ergebnisse der Besucherbefragung legen nahe, dass die Synergie der drei Fachmessen als „Innovations-, Informations- und Kommunikationsplattform“ genutzt wurde: So haben mehr als drei Viertel der Intertool-Besucher (77,6 %) und der Smart-Besucher (76,8 %) die jeweils andere Messe ebenfalls besucht. Und 47,2 Prozent der Smart-Besucher und 43,4 Prozent der Intertool-Besucher haben dann auch gleich die C4I frequentiert. Dazu kamen Diskussionsrunden, Talks, Kongresse, Foren und Sonderschauen als Rahmenprogramm.

Wiederkehrer und Einsteiger

Auf der „Intertool“ präsentierten in einem Teil der Halle A und der kompletten Halle B rund 250 Aussteller ihre Angebote für die Fertigungstechnik. Das Ausstellerverzeichnis listete hier namhafte Unternehmen wie DMG Mori, Trumpf oder Precisa (gemeinsam mit Fanuc), ebenso den Salzburger Werkzeugmaschinenhersteller Emco, der nach langjähriger Absenz erstmals wieder auf der Intertool ausstellte. Überhaupt zum ersten Mal waren Werkzeughersteller Paul Horn und Heller Werkzeugmaschinen mit eigenen Messeständen nach Wien gekommen. Intertool-Premiere feierte auch eine Gruppe indischer Industrieanbieter.

Wie schon 2016 bewiesen auch zur heurigen Intertool die zwei größeren Ausstellerverbünde „Steirereck“ in Halle A bzw. die Sonderschau „Prozesskette.at“ in Halle B Zugkraft. Im „Steirereck“ präsentierten elf Firmen und Organisationen aus der zurzeit innovativsten Region Europas ­ihre konzen­trierte Technologiekompetenz in Sachen Metallverarbeitung. Und das „Steirereck“ sorgte mit seiner Standparty auch heuer wieder für das kulinarisch-musikalische Event-Highlight der Intertool.

Hervorzuheben ist auch die Zusammenarbeit von sechs Unternehmen unter der Marke „Prozesskette.at“: Emag, GGW ­Gruber, Hermle, Wedco, Westcam und ­Zoller boten geballtes Fachwissen rund um die lückenlose Umsetzung von mehrstufigen Fertigungsprozessen. Außerdem konnten die Fachbesucher verschiedene Showcases und Industriekooperationen sehen, anhand derer Teilprozesse, nicht zuletzt mit Blick auf Industrie 4.0, transparent dargestellt wurden.

Digitalisierung wird wichtig

Bei den Marktforschungs-Interviews zur Intertool haben drei Viertel der Befragten die Digitalisierung der Produktionsprozesse für den künftigen Unternehmenserfolg als „sehr wichtig“ bezeichnet. Über die Digitalisierungsprozesse konnten sie sich diesmal gleich auf der „Messe in der Messe“ C4I bei 40 zum Teil prominenten Unternehmen wie SAP, Kapsch, Kaspersky, ACP, Hitachi oder TTTech u. v. a. m. informieren. Angereichert wurde das Angebot der C4I um Showcases, die spannende Themen der Digitalisierung erleb- und begreifbar machten.

Die Intertool-Besucher

Bei der vom Linzer market-Institut durchgeführten Besucherbefragung zur Intertool 2018 zeigten sich neun von zehn Befragten (90,4 %) mit der Messe insgesamt zufrieden, 93,1 Prozent sagten, vom Messebesuch profitiert zu haben, und 97,1 Prozent wollen die Messen weiterempfehlen. 86,6 Prozent qualifizierten das Messeangebot als vollständig.

Nach Wirtschaftsbereichen dominierten unter den Besuchern die Sparten Maschinen- und Anlagenbau (27,0 %) sowie Metallverarbeitung/Metall verarbeitendes Gewerbe (25,8 %), gefolgt von den Bereichen Elektrotechnik (14,6 %), Automobil- und Zulieferindustrie (4,6 %), Kunststoffindustrie (4,4 %), Pharma- und Medizinindustrie (3,1 %), technische Büros (2,1 %), sowie Textilindustrie (1,7 %).

Gliedert man die Fachbesucher grob nach Unternehmensgröße (Mitarbeiteranzahl), waren am meisten Betriebe mit 100 und mehr Mitarbeitern vertreten (42,8 %), es folgten Firmen mit 10 bis 49 (26,2 %), 50 bis 99 (15,8 %) und bis 9 (15,2 %) Mitarbeitern.

Maschinen im Fokus

Die Interessenschwerpunkte des Fachpu­blikums lagen auf spanenden Werkzeugmaschinen und Maschinen (31,2 %), additiver Fertigung bzw. 3D-Druck (26,8 %), Präzisionswerkzeugen (24,3 %), Industrierobotern sowie Werkstück- und Werkzeughandhabungstechnik (23,5 %), Schweißen (21,2 %), Qualitätssicherung/Messen/Prüfen (20,6 %), abtragende Werkzeugmaschinen (18,5 %), Oberflächentechnik (15,4 %), Umwelttechnik (14,3 %), Förder- und Lagertechnik (12,7 %), Komponenten, Bauteile, Zubehör (12,3 %), umformende Werkzeugmaschinen (10,8 %), Betriebsausstattung, Arbeitsschutz (9,2 %), Fluidtechnik (8,7 %) und Auftragsfertigung, Service, Dienstleistungen (6,6 %).

Außerdem sehen die befragten Intertool-Besucher die Konjunktur zurzeit offenbar positiv: 84,2 Prozent gaben der aktuellen Lage die Noten 1 und 2 (plus 3 = 96,1 %), und etwas mehr als drei Viertel (77,2 %) rechnen in den nächsten zwölf Monaten mit einer deutlichen Verbesserung der Entwicklung (plus 3 = 96,5 %).

Videoclips:
Die Highlights der Intertool im Schnelldurchlauf:  
fast forward 1  und  fast forward 2

Autor/in:
Redaktion Metall
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