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Autoabgase, Taumittel, Brandgefahr und dynamische Lasten: Mit Acidur 4529 trotzen Tunnelbauer diesen komplexen Umgebungsanforderungen.

Der Korrosion trotzen

22.09.2018

Langlebiger Superaustenit für Befestigungselemente trotzt schwierigen Verhältnissen im Tunnel.

ÖGS-Workshop

22. Workshop der Österreichischen Gesellschaft für Schweißtechnik: „Verarbeitung von korrosionsbeständigen Austeniten“
Termin:
13. November 2018
Ort: IMC Extrudertechnology GmbH, Werk-VI-Straße 57, 8605 Kapfenberg
Anmeldung (bis 6.11.2018): office@oegs.org

Brandgefahr, dynamische Lasten und aggressive Umgebungsmedien: Die schwierigen Verhältnisse im Tunnelbau stellen hohe Anforderungen an das Baumaterial, vor allem an den Stahl. Ihm kommt etwa in Befestigungselementen eine tragende Rolle zu. Mit Acidur 4529 bieten die Deutschen Edelstahlwerke (DEW), ein Unternehmen der Schmolz + Bickenbach Gruppe, eine Stahllösung für solche komplexen Anwendungsfälle. Dank guter mechanischer Eigenschaften und einer ausgezeichneten Korrosionsbeständigkeit ist der Superaustenit ein zuverlässiger und langlebiger Werkstoff – und das nicht nur für den Tunnelbau.

Schwierige Verhältnisse

Im Straßen- und besonders im Tunnelbau eingesetzte Werkstoffe müssen mit guten Korrosionseigenschaften besonders schwierigen Verhältnissen trotzen. Chloride aus Taumitteln und ein wegen Autoabgasen hoher Schwefeldioxidgehalt greifen Tunnelbauwerke an. Es herrschen hohe dynamische Lasten, die Spannungsrisskorrosion begünstigen. Mit Acidur 4529 decken die Deutschen Edelstahlwerke solche Anforderungen im Hoch- und Tiefbau gut ab. Der nichtrostende, superaustenitische Stahl hat dank seiner Legierungszusammensetzung einen hohen Widerstand gegen zahlreiche organische und anorganische Säuren. Er ist deutlich korrosionsbeständiger als herkömmlicher Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl. Zudem bringt der hohe Molybdängehalt eine verbesserte Beständigkeit gegen Lochfraß- und Spannungsrisskorrosion mit sich. Im Vergleich zu Standardausteniten weist Acidur 4529 eine höhere Zugfestigkeit von mindestens 800 MPa auf, die über eine zusätzliche Kaltbearbeitung des Vormaterials gezielt eingestellt wird.

Dank der besonderen chemischen Zusammensetzung eignet sich die Stahlgüte überall dort, wo es halogenbelasteten oder chloridhaltigen Medien zu trotzen gilt – neben der Bauindustrie etwa auch für den Schwimmbadhallenbau, außerdem in der chemischen Industrie, in Meer- und Brackwasseranwendungen, im Schiffsbau und in der medizinisch-pharmazeutischen Industrie.

Langlebiger Stahl gefordert

Bewährt hat sich die Werkstofflösung in verschiedenen Tunnelbauprojekten. Im konkreten Beispiel eines Straßentunnels in der Schweiz lieferten die DEW mehr als 100 Tonnen Langstahl in einer Abmessung von 27,6 mm rund. Der Auftraggeber setzt den Stahl in Befestigungselementen für die Aufhängung der Zwischendecke im Tunnel ein. Da diese Konstruktion hinter der äußeren Schalung liegt und für regelmäßige Überprüfungen nicht zugänglich ist, muss der Stahl zuverlässig langlebig sein. Zudem wird er hier im kritischen Bereich tragender Lasten verwendet und erfüllt mit seiner hohen Warmfestigkeit auch die Kriterien für den Brandschutz. Während es letztlich unter die Verantwortung des Auftraggebers und Konstrukteurs fällt, die sicherheitstechnischen Vorgaben zu erfüllen, stehen die DEW Hoch- und Tiefbauern mit ihrer Werkstoffkompetenz umfassend beratend zur Seite.

Autor/in:
Redaktion Metall
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