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Natürliches Licht erhöht den Wohn- und Arbeitskomfort und senkt im Winter die Energiekosten.

Der richtige Dreh

14.04.2015

Das Thema Tageslicht stand auch auf der diesjährigen R+T, der internationalen Weltleitmesse für Rollladen, Tore und Sonnenschutz, im Fokus.

Die ausreichende Versorgung von Innenräumen mit natürlichem Licht erhöht den Wohn- und Arbeitskomfort und senkt im Winter die Energiekosten. „Wir konnten sowohl beim Fachpublikum auf der R+T als auch bei den privaten Bauherren auf den Häuslbauer-Messen in Österreich feststellen, dass das Thema Tageslicht zunehmend bei den unterschiedlichsten Zielgruppen immer dringlicher wird“, so Andreas Klotzner, einer der beiden Geschäftsführer der Valetta Sonnenschutztechnik. „Und die Frage, wie das mit der Blendung ist, kommt eigentlich immer gleich als zweites.“ Gefragt sind also innovative Produkte, die das Sonnenlicht richtig lenken und nutzen. Außerdem muss es zur richtigen Zeit ausgesperrt werden, damit die Räume nicht überhitzen und niemand geblendet wird.

Im Jahr 2014 hat Valetta die S93-Lamelle entwickelt: Sie hält die Hitze draußen, bringt aber dennoch jede Menge Tageslicht ins Gebäudeinnere. Dafür sorgen die spezielle S-Form und die gebürstete Klarlackbeschichtung. Sie reflektieren die direkten Sonnenstrahlen zurück in den Himmel, wodurch die Hitze nicht an die Fensterscheiben gelangt.

Zugleich wird das wertvolle Tageslicht blendfrei über die Decke tief hinein in den Raum gelenkt. Mit dieser Doppelfunktion wird rund ums Jahr zugleich Energie und Geld für Kühlung und Beleuchtung gespart, da der Raffstore im Winter und im Sommer unterschiedliche Anforderungen erfüllt. Christian Klotzner, der bei Valetta gemeinsam mit seinem Bruder die Geschäfte führt: „Natürliches Licht wechselt ständig – je nach Wetter und Jahreszeit. Genauso flexibel muss der Sonnenschutz reagieren.“

Innovation auf Wunsch

Valetta entwirft am Standort in Linz seine Produkte und Lösungen selbst. Neben den beiden Geschäftsführern beschäftigen sich dort zwei weitere Mitarbeiter mit der Entwicklung von neuen Techniken. Zusätzlich holt man sich im Prozess permanent Feedback am Markt ein. So kam es zur Weiterführung der erfolgreichen S93-Lamelle. Christian Klotzner: „Gerade im urbanen Gebiet stellten wir fest, dass die Menschen sowohl in Bürogebäuden wie auch in Wohnhäusern Sichtschutz von unten wünschen. Wenn der Raffstore offen ist, kann man bei Häusern, die direkt an der Straße stehen, von unten ins Innere sehen. Mit der patentierten Panoramawendung geht das nicht, denn die bis zu 120° verstellbaren Lamellen erlauben perfekte Durchsicht in die Ferne mit gleichzeitigem Sichtschutz nach innen.“

Selbstreinigung

Dass das Konzept am Markt aufgeht, zeigen die Zahlen: Mittlerweile werden 80 Prozent der gelieferten S-Lamelle mit Panoramawendung ausgestattet. Und auch für ein Plus an Komfort wird gesorgt, denn die S93-Lamelle wird – für private Bauherren in der Farbe Silber und für großvolumige Projekte in allen Farben – auf Kundenwunsch und gegen Aufpreis auch mit einer selbstreinigenden Beschichtung ausgeliefert. Mittels Photokatalyse werden organische Fettmoleküle und andere organische Substanzen bei Bestrahlung mit UV(A)-Licht abgebaut und in Kohlendioxid und Wasser umgewandelt. Das minimiert die Anhaftung nicht organischer Schmutzteilchen. Christian Klotzner: „So säubern quasi Licht und Regen ganz automatisch diese Lamellen.“

Übrigens: Laut Arbeiterkammer Österreich müssen – so es der Arbeitsvorgang, wie zum Beispiel ein Fotolabor, nicht ausschließt – Arbeitsräume natürlich belichtet werden. Wenn Fenster oder sonstige Lichteintrittsöffnungen Blendungen oder störende Reflexionen hervorrufen, sind sie mit verstellbaren Lichtschutzvorrichtungen auszustatten. An Büroarbeitsplätzen muss die Beleuchtungsstärke zwischen 300 und 500 Lux betragen. Im eigenen Wohnzimmer kann man das zwar halten, wie man will, sollte jedoch bedenken, dass Licht auch für viele biologische Vorgänge in unserem Körper verantwortlich ist.

Autor/in:
Redaktion Metall
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