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Die über 200 m² große Aluminium-Glas-Konstruktion stellt eine Verbindung zwischen dem Innen- und Außenbereich her.

Die architektonische Fassadenöffnung

27.08.2018

Einladender Tempel. Dass Fassaden nicht nur ein Gebäude begrenzen, sondern es auch architektonisch öffnen können, zeigt das im September 2016 eröffnete Kulturzentrum der norwegischen Küstenstadt Flekkefjord.

Die Treppe als markantes Gestaltungselement.
Pure Transparenz durch die Wictec 50 Fassade von Wicona.

Vom großen Platz vor dem Gebäude aus bietet die mit dem Wicona System Wictec 50 gestaltete Glasfassade ein Maximum an Transparenz und lädt zum Besuch ein. Der vom Architekturbüro Helen & Hard gestaltete Neubau hat im Innern jede Menge zu bieten: Eine Bibliothek, ein Kino, ein Konzertsaal und ein Freizeitzentrum stehen Einheimischen und Besuchern der Hafenstadt zur Verfügung. Ihnen Kultur im wahrsten Sinne des Wortes nahezubringen war eine der Aufgaben für die Architekten, die mit ihrer Idee ein von der norwegischen Politik gewolltes Konzept konsequent und phantasievoll umgesetzt haben. Nicht Kultur abschotten, sondern sie ganz im Gegenteil ins Zentrum der Kommunikation zu rücken – dafür steht der dreigeschossige Neubau mit seiner Fläche von rund 3.100 m².

Verbindende Fächertreppe

Die verschiedenen Kultureinrichtungen des Projekts wurden auf vier einzelne „Häuser“ verteilt, mit Sammel- und Bewegungsräumen dazwischen. Diese öffentlichen Bereiche werden über die fächerförmig angeordnete, durchgehende Treppe erschlossen. Sie verbindet zugleich den Vorplatz, die Fassade und die Ebenen des Foyers miteinander.

Eine weitere wichtige Aufgabenstellung für die Planer war, das neue Gebäude in Größe und Materialität an die Umgebung anzupassen. Geschickt vermischt wurden dazu traditionelle Baumethoden, die auf einer weißen Holzverschalung basieren, und modernes Glasfassadendesign. Durch die Abstimmung der Gebäudehöhe auf die Nachbarbebauung und durch eine klar gegliederte Dachgeometrie setzt der Neubau an seinem Standort Akzente, ohne ihn zu dominieren.

Blickfang

Die Hauptfassade ist auf den großen öffentlichen Platz ausgerichtet und zieht die Blicke von außen hinein in den großzügigen Empfangsbereich auf allen drei Etagen. Pure Transparenz – geschaffen durch die über 200 m² große Wictec 50 Fassade von Wicona. Die Aluminium-Glas-Konstruktion stellt eine Verbindung zwischen dem Innen- und Außenbereich her und eliminiert so visuelle Barrieren zum Platz vor dem Gebäude. An den Seiten des Neubaus gibt es kleinere Öffnungen, die durch die Verkleidung mit weißen Holzpaneelen die typischen Fassadenrhythmen der Region aufgreifen.

Die große Treppe stellt ein markantes Gestaltungselement im Innen- und Außenbereich dar und unterstreicht den Einladungscharakter der Gebäudearchitektur. Abends vereinen Treppe und Decke des Foyers die Übergangsbereiche optisch zu einem großen Raum, der direkt an den öffentlichen Platz vor dem Gebäude anschließt. Diese räumliche Fortsetzung wird durch die an der Fassade entlang verlaufenden Lichtstreifen und durch das Design des abgestuften Dachs weiter betont. Die Abkantung bildet die Rückwand des Saals und schließt optisch an die große Treppe in einem ähnlichen Rot-Ton an. Die Auskragung über dem Saal ist mit Brettschichtholzbalken ausgeführt, die weiteren Wände in den öffentlichen Bereichen bestehen aus mit Birkensperrholz verkleidetem Beton.

Nachhaltigkeit

Dem auch in Norwegen wichtigen Nachhaltigkeitsgedanken trägt die Fassade Wictec 50 durch das Cradle to Cradle (C2C) Zertifikat in Bronze Rechnung. Diese Zertifizierung repräsentiert ein Leitsystem für Produktdesigner und Hersteller, das zur Schaffung von Produkten führt, die Qualität, Schönheit und Innovation neu definieren. Um eine der fünf Zertifizierungsstufen (von Basic bis Platin) zu erlangen, muss das Produkt die jeweiligen Mindestanforderungen in den Kategorien Materialien, Materialkreislauf, erneuerbare Energien und Klima, Wasser und soziale Verantwortung erfüllen.

Autor/in:
Redaktion Metall
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