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Die gläserne Schweißnaht

21.08.2014

Der finnische Schweißtechnik-Spezialist Kemppi wird zum Datensammler: Die Speicherung aller relevanten Informationen ermöglicht eine lückenlose Dokumentation von Schweißprozessen.

Kemppi Arc System 3

Beim Schweißen steigen die Anforderungen an Qualität und Produktivität gleichermaßen. Neue Materialien, enge Temperaturtoleranzen beim Stahl sowie der massive Einfluss verschiedener Normen machen den Alltag des Schweißers nicht gerade einfacher.

Mit der „Kemppi Arc System 3“ Lösung hat der finnische Schweißspezialist nun einen Satz Software-Tools herausgebracht, die das Schweißmanagement (TWM – Total Welding Management) und damit zusammenhängend das Qualitätsmanagement im Schweißprozess erheblich unterstützen.

In Verbindung mit der WeldEye-Software kann nun jede einzelne Schweißnaht dokumentiert und nachvollzogen werden. „Das richtige Management von Schweißverfahren, Schweißerqualifikationen und Schweißmaschinenflotte führt zu einer höheren Schweißproduktion, wachsendem Ebit, wettbewerbsfähigen Kosten und einer kürzeren Vorlaufzeit“, erklärt Kemppi-Geschäftsführer Anssi Rantasalo bei der Vorstellung der Lösung in der englischen Grafschaft Oxfordshire.

Das Kemppi Arc System 3 ist eine modulare Softwarelösung für verbessertes Schweißmanagement. Bei der maßgeschneiderten Anwendung kann der Kunde Module auswählen, um Teile des Produktionsprozesses zu verbessern, zum Beispiel Qualität, Projektmanagement oder Produktivität.

 

Total Welding Management

Kemppi Arc System 3 ist Teil des neuen TWXM-Konzepts von Kemppi, einer Kombination von Beratung und Training, Standard-Schweißanweisungen (WPS Packages) sowie entsprechenden Geräten und Zubehör. Das Angebot wurde kürzlich mit

WeldEye“ ergänzt, einer Schweißqualitäts- und Dokumentationssoftware des norwegischen Softwareunternehmens Weldindustry AS, das im Dezember 2013 von Kemppi übernommen wurde. Weldindustry ist einer der Vorreiter bei der Entwicklung von Schweißmanagementsoftware, und WeldEye ist eine branchenweit anerkannte Anwendung für Schweißdokumentation und Qualitätsmanagement.

 

Die vernetzte Schweißmaschine

Wie in so vielen anderen Anwendungsbereichen, werden auch beim Schweißprozess die Daten zum Lebenselixier des Qualitätsmanagements. In seinem neuen System sammelt Kemppi alle verfügbaren Prozessdaten ein. Der Schweißer identifiziert sich an der Maschine, liest die Schweißanweisung ein, scannt den Schweißdraht, identifiziert das Werkstück und beginnt dann mit der Arbeit. „Rückverfolgbarkeit“ heißt das Zauberwort: Der Schweißvorgang wird in allen Einzelheiten aufgezeichnet, sodass eine lückenlose Dokumentation des Prozesses möglich ist. Etwaige Fehler, Schwankungen oder Abweichungen von den Vorgaben können – nachträglich – identifiziert werden.

Durch diese Transparenz kann, wenn nötig, ein Verbesserungsprozess angestoßen werden. „Allein diese Feedbackschleife kann zu einem 50-prozentigen Rückgang bei den Fehlermeldungen führen“, erklärt ein Kemppi-Mitarbeiter bei der Präsentation des neuen Systems. [gr]

Autor/in:
Redaktion Metall
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