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Mit einem Laser-Auftragskopf lassen sich beim Additive Manufacturing beliebige Geometrien auf vorhandene Grundkörper aufbringen.

Die Zukunft der Produktionstechnik

01.03.2017

2017 ist EMO-Jahr. Nach vierjähriger Pause findet die Weltleitmesse für die Metallbearbeitung vom 18. bis 23. September 2017 wieder in Hannover statt.

„Nomenklatur der EMO wurde erweitert, um dieses wichtige Thema für die Besucher transparent zu machen.“ Carl Martin Welcker, Generalkommissar der EMO Hannover 2017.

Unter dem Motto „Connecting systems for intelligent production“ zeigen Hersteller von Produktionstechnik aus aller Welt, was zu tun ist, um größtmöglichen Nutzen aus der Digitalisierung und Vernetzung der Produktion zu generieren. Gleichzeitig geht es natürlich auch darum, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

„Obwohl es kein Produkt Industrie 4.0 gibt, begegnet der Fachbesucher der Digitalisierung und Vernetzung auf der Messe in vielfältiger Weise“, sagt Carl Martin Welcker, Generalkommissar der EMO Hannover 2017. „Die Macher der EMO Hannover haben die Nomenklatur der Veranstaltung erweitert, um dieses wichtige Thema für die Besucher transparent zu machen“, so Welcker weiter. Entsprechend zeigen Aussteller Lösungen zu Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) sowie Softwareprogramme und Beratungsleistungen für Industrie 4.0 und Internet der Dinge (IoT) auf.

Condition Monitoring und Predictive Maintenance etwa, die vorausschauende Wartung mittels Datenanalysen, sind wichtige Aspekte von Industrie 4.0. Sie bieten Anwendern ein beträchtliches Potenzial für Effizienzsteigerungen.

Gleiches gilt für Simulationen, ökonomische Ressourcennutzung und weitere neue Möglichkeiten, die sich durch die Auswertung der immensen Datenmengen aus der Produktion ergeben. Hier kommen laufend neue Lösungen auf den Markt. „Die EMO Hannover ist die ideale Plattform für einen Gesamtüberblick über verfügbare produktions-, beratungs- und serviceorientierte Geschäftsmodelle, die sich aus Big Data und der Vernetzung der kompletten Wertschöpfungskette ergeben“, sagt der Generalkommissar.

Weckruf für KMU

Best-Practice-Beispiele machen deutlich, welche Möglichkeiten die Digitalisierung und Vernetzung der Produktion vor allem auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) birgt. Damit soll ein Ruck durch diese Zielgruppe gehen, denn sie überschätzen häufig die Risiken von Industrie 4.0, wie etwa IT-Sicherheit oder auch den Kostenfaktor. So zumindest lautet das Ergebnis einer Untersuchung von Forschern der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP). Im Juli präsentierten sie ihr „Standpunktpapier Industrie 4.0“ der Öffentlichkeit und monierten, dass sich lediglich jedes zehnte deutsche produzierende Unternehmen intensiv operativ mit dem Thema beschäftigt. Der WGP-Standpunkt soll ein Weckruf für KMU sein, dies zu ändern.

Additive Verfahren in der Produktion

Nicht nur Industrie 4.0, auch Additive Manufacturing ist mittlerweile bei internationalen Produktionsspezialisten in aller Munde. Aufgrund des steigenden Interesses an dieser Technologie in der Metallbearbeitung wurde die EMO-Nomenklatur 2017 um vier neue Sektoren erweitert: Maschinen und Systeme, Materialien, Zusatzsysteme und Komponenten sowie Dienstleistungen für additive Verfahren. Mit hybriden Systemen positionieren sich auch klassische Anbieter in diesem Bereich.

Additive Manufacturing ist nicht ohne Grund auf dem Vormarsch. Eine aktuelle Studie des VDW zeigt, dass der 3D-Druck in der Produktion heute zwar noch ein Nischendasein führt. Doch die Branche wächst exponentiell, und dies wird sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. „Man ist also gut beraten, sich auch im Maschinenbau mit der neuen Fertigungstechnologie zu befassen und die Fortschritte branchenspezifisch zu beobachten“, rät Welcker. Als Gefahr für die Werkzeugmaschinenindustrie sollte die Technologie aber auf keinen Fall gesehen werden. Vielmehr sei sie eine Chance. „Die Hersteller sollten sich in jedem Fall mit neuen Komponenten für ihre eigenen Produkte auseinandersetzen. Sie sollten aber auch den Markt bezogen auf additive Verfahren beobachten, im Zweifel Umstellungen bei den Produkten ihrer Kunden ins Kalkül ziehen und ihre Angebote entsprechend anpassen“, mahnte der EMO-Generalkommissar.

Die EMO Hannover 2017 wird aus diesen Gründen auch Einblick in neueste Entwicklungen des Additive Manufacturing geben und Besuchern Ideen vermitteln, welche potenziellen Nischenmärkte sich künftig erschließen lassen. Da das Verfahren in der industriellen Anwendung erst in den Anfängen steckt, haben Maschinenbauer laut Carl Martin Welcker beste Möglichkeiten, „sich auf die Technologie und Veränderungen in der Nachfrage einzustellen“.

www.emo-hannover.de

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