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Dorma und Kaba gehen zusammen

28.05.2015

Mit der dorma+kaba Holding entsteht ein globales Unternehmen für Sicherheits- und Zutrittslösungen mit einem Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro und rund 16.000 Mitarbeitern.

Mitte Mai hat die außerordentliche Generalversammlung der Schweizer Kaba Holding dem Ende April angekündigten Zusammenschluss mit der deutschen Dorma-Gruppe zugestimmt. Bei diesem Deal bringt Kaba seine operativen Aktivitäten in die heutige Dorma Holding ein, in der das operative Geschäft zusammengeführt wird, und erhält daran einen kontrollierenden Anteil von 52,5 Prozent. Die Dorma-Eigentümer, Familie Mankel/Brecht-Bergen, wird entsprechend 47,5 Prozent am kombinierten Geschäft halten.

Kaba ist ein führender Anbieter von hochwertigen Zutrittsverwaltungslösungen, Schlössern, Zylindern, physischen Zutrittssystemen sowie Zeit- und Betriebsdatenerfassung. Die Firmengruppe ist eigenen Angaben zufolge Weltmarktführerin bei Hochsicherheitsschlössern, Schlüsselrohlingen, Transponderschlüsseln sowie Schlüsselfertigungsmaschinen. Die börsennotierte Kaba-Gruppe beschäftigt etwa 9.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern.

Dorma wiederum ist weltweit im Bereich für Premium-Zugangslösungen und -Serviceleistungen tätig und bietet ganzheitliche Lösungen rund um das Öffnen und Schließen von Türen an – von Türbändern über Türschließer bis hin zu automatischen Türsystemen sowie Zeit- und Zutrittskontrollsysteme. Zudem bietet Dorma horizontale Schiebewandsysteme an. Die internationale Dorma-Gruppe ist in über 50 Ländern präsent und beschäftigt weltweit rund 7.200 Mitarbeiter.

„Gemeinsam können wir die Markt- und Kundenbedürfnisse weltweit noch besser bedienen. Wir ergreifen die einmalige Chance, uns erhebliche zusätzliche Wachstumschancen zu erschließen“, erklärt Dorma-CEO Thomas P. Wagner. Und Ulrich Graf, Präsident des Verwaltungsrates der Kaba Holding und designierter Verwaltungsratspräsident der künftigen dorma+kaba Holding, will nun „alles daran setzen, die neue Unternehmensgruppe zusammenzuführen und weiterzuentwickeln.“ dorma+kaba wird über Produktionsstätten in allen wichtigen Märkten verfügen und will mit der verstärkten Präsenz insbesondere in Europa, Amerika und Asien-Pazifik die weltweite Expansion beschleunigen.

Die Generalversammlung hat zudem die Dorma-Gesellschafterinnen Christine Mankel und Stephanie Brecht-Bergen (geb. Mankel) sowie Dr. Hans Gummert, Aufsichtsratsvorsitzender der Dorma Gruppe, in den künftigen Verwaltungsrat der dorma+kaba Holding gewählt. Damit besetzt Familie Mankel/Brecht-Bergen nach dem Zusammenschluss beider Unternehmen drei von zehn Sitzen in diesem Gremium.

Ideale Ergänzung

Die technologische Kompetenz, die Produkte sowie die Vertriebskanäle von Dorma und Kaba würden sich ideal ergänzen, heißt es aus beiden Unternehmen. Über das gemeinsame Distributions- und Servicenetzwerk, Cross-Selling und die Positionierung als „One-Stop-Shop“ rund um Sicherheit und den Zutritt zu Gebäuden erschließe sich dem kombinierten Unternehmen erhebliches zusätzliches Wachstumspotenzial. Dorma-CEO Thomas P. Wagner: „Wir erweitern unsere Angebotspalette, stärken unsere globale Präsenz und erhöhen unsere Innovationskraft. So können wir Möglichkeiten, die uns Megatrends wie die Urbanisierung und die Digitalisierung bieten, schneller und besser nutzen.“ [red]

Autor/in:
Redaktion Metall
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