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Ein Musterbeispiel innovativer Handwerkskunst

07.08.2019

Eine Skulpturale Stahlwendeltreppe von MetallArt fungiert als kommunikatives Zentrum im neuen Forschungsgebäude des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin.

Herzstück des neuen Forschungsgebäudes des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin und zentrales Erschließungselement aller Ebenen bildet die gerundete Stahltreppe der MetallArt Treppen GmbH aus Salach.

Das durch Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeweihte und von den Berliner Staab Architekten geplante Forschungsgebäude, in dem das Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des MDC sitzt, verfügt über eine Nutzfläche von ungefähr 5.400m². Für die gerundete Treppe als kommunikativen Mittelpunkt im BIMSB fragte das Architekturbüro die renommierte MetallArt Treppen GmbH aus Baden-Württemberg an. Angesichts des umfassenden Know-hows und der eingesetzten State of the Art-Technologien entschied sich das Berliner Max-Delbrück-Centrum als Bauherr für den international gefragten Treppenbauer. Als Musterbeispiel innovativer Handwerkskunst verbindet die Wendeltreppe mit brüstungshohen Stahlwangen alle fünf Etagen des Neubaus miteinander. Die ovalen Öffnungen der jeweiligen Betondecken, die beim 3D-Aufmaß eine Herausforderung darstellten, sind versetzt zueinander angeordnet, so dass die durchgängige Sicht bis ins oberste Stockwerk verwehrt bleibt. Der Blick fällt stattdessen auf die technisch anspruchsvollen Feinheiten der monumentalen Konstruktion. Die durchgehend senkrechten Treppenläufe zwischen den einzelnen Geschossdecken sind freitragend und verleihen der Treppe ihren skulpturalen Charakter.

Ergänzt wird die harmonische Treppenarchitektur durch die waagrecht verlaufenden Brüstungswangen an den elliptischen Deckenrändern. Doch nicht nur die außergewöhnliche Formgebung überzeugt: Auch durch die tangentiale Ausführung der Bauteilverbindungen an gerundeten oder gebogenen Flächen entsteht ein fließender Gesamteindruck der Treppenanlage. MetallArt fertigte die ¾-gewendelte Skulptur mit insgesamt 115 Steigungen ohne Zwischenpodeste gemäß DIN 18065. Akkuratesse war bei der Stufenkonstruktion gefragt, da der Überstand von Tritt- zur Setzstufe nur 2mm betrug. Eine weitere Herausforderung war die gleichmäßige Ausführung der Fase über die gesamte Stufenbreite. Die Laufbreite beträgt 1.380mm und die Höhe eines Geschosses liegt bei ca. 4.000mm. Ein Rundrohrhandlauf verläuft gemäß der Treppengeometrie ansteigend gebogen und ist mit der äußeren Wange verbunden.

Da die Gesamtkonstruktion nicht am Stück ins Gebäude hineingehoben oder -gefahren werden konnten, teilte MetallArt die Treppe pro Geschoss in vier transportable Segmente. Vor Ort montierten die Spezialisten aus Salach die Treppe einschließlich der Brüstungen von unten nach oben. Dabei kam ein Minikran zum Einsatz, der bis ins 3. OG ausgefahren werden konnte. Die Anlagen vom 3. bis ins 5. Stockwerk hingegen baute MetallArt mithilfe einer eigens entwickelten rollbaren Hebekonstruktion auf. Für ein ebenmäßiges Erscheinungsbild und eine homogene Optik wurden sämtliche Fügestellen sauber verschliffen, nachgespachtelt und nachgrundiert.

Zu den weiteren Leistungen des Treppenbauers gehörten auch die Berechnung und Erstellung einer prüffähigen Statik sowie der Schwingungsnachweis für die Stahltreppe.

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