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Reinhard Wiesinger stellt ein Serviceportal für ausschreibende Stellen vor.

EN 1090: Wissen, wer was kann und darf

19.05.2015

Wie erfahren Auftraggeber, ob ein ausführender Metallbaubetrieb über die nach EN 1090 vorgeschriebenen Zertifikate verfügt? Der Metalltechnik-Experte Reinhard Wiesinger hat eine Antwort darauf.

Nach einem Jahr Entwicklung haben Reinhard Wiesinger und sein Team nun mit „bauprodukt.at“ ein neues Bauprodukt-Onlineregister vorgestellt, das die Interessen von Architekten, Bauherren und ausschreibenden Stellen mit jenen von Herstellern EU-konformer Bauprodukte verbindet. Die Plattform beschleunigt das Auswahlverfahren und vereinfacht auch das im Rahmen der EN 1090 geforderte Qualitätsmanagement. Zudem ermöglicht das Portal all jenen Stellen, die mit Ausschreibungen und Angeboten zu tun haben, sich mit zertifizierten Herstellerbetrieben auf schnelle Weise zu verbinden.

Wenn ein Bauteil aus Stahl, bzw. Aluminium mehr als seine Eigenlast zu tragen hat, fest und dauerhaft im Baukörper verankert und Anteil an der Standsicherheit und Nutzungssicherheit des Gebäudes hat, liegt die CE-Kennzeichnungspflicht zwingend vor.

Die Praxis zeigt, dass ausschreibende Stellen wie Bauherren, Planer oder Generalunternehmer noch zu wenig über den neuen Ansatz der Europäischen Politik im Hinblick auf die Gestaltung von Bauwerken Bescheid wissen. Die Auftraggeber von Tragwerken aus Metall – also Kunden von Metallbaubetrieben – haben das Anrecht auf die CE-Kennzeichnung und dem Empfang der Leistungserklärung für das vom Metallbauer gefertigte Produkt. Baumeister und Ziviltechniker müssen ihre Partnerfirmen also so auswählen, dass es bei der Endabnahme keine Überraschungen hinsichtlich der CE-Kennzeichnung und Ausstellung der Leistungserklärung gibt.

Wenn bei einem Bauprodukt die vorgeschriebene CE-Kennzeichnung fehlt, ist laut Bauproduktenverordnung eine „Rückholung“ vorgesehen. Das bedeutet, es muss entfernt und gegen ein konformes Bauprodukt ersetzt werden. Das kann sehr teuer kommen.

Um mit möglichst hoher Rechtssicherheit den passenden Partner für ein Projekt auszuwählen, sind also auch für den Ausschreiber/Bauherrn im Vorfeld viele Informationen wichtig. Die Plattform bauprodukt.at stellt diese Informationen übersichtlich mit diversen Suchfunktionen dar.

Das Portal bietet Herstellern, Zulieferern und Dienstleitern die Möglichkeit, ihre Performance – unter Berücksichtigung der aktuellen Standards und der nunmehrigen CE-Kennzeichnungspflicht – den relevanten Interessenten zugänglich zu machen. Alle Zertifikate des Betriebes und der Zulieferer sind abrufbar, das reduziert den organisatorischen Aufwand erheblich. Die Plattform beschleunigt das Bereitstellen vorgeschriebener CE-Zertifikate, vereinfacht die für das Qualitätsmanagement notwendigen Prozesse, und kann damit zu einem entscheidenden Vorteil im Wettbewerb führen.

Den ausschreibenden Stellen verschafft diese Transparenz Sicherheit. Der Suchprozess von Herstellerbetrieben wird vereinfacht und verkürzt. Auch der Überprüfungsaufwand hinsichtlich der Einhaltung des zu führenden Qualitätsmanagements für die CE-Kennzeichnung wird minimiert.

Ein ausführliches Interview mit Reinhard Wiesinger finden Sie in der aktuellen METALL-Ausgabe vom Mai 2015.

Autor/in:
Redaktion Metall
Original erschienen am 19.05.2015: Metall.
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