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Alois Hinterer (re.), Bildungsreferent und Lehrlingswart der Metalltechnik-Innung der WKO Oberösterreich, und Fachlehrer Gerhard Braumann (li.) von der Berufsschule Wels 1mit Georg Hinterplattner (2.v.l.) und Sebastian Moser.

Entscheidendes „Schlüsselerlebnis“

10.11.2017

Doppelsieg für Oberösterreichs Land- und Baumaschinentechniker beim Bundeslehrlingswettbewerb der Metalltechniker in Amstetten.

Es war buchstäblich ein „Schlüsselerlebnis“, das Ende September den Bundeslehrlingswettbewerb der Land- und Baumaschinentechniker in Amstetten geprägt hat. Im praktischen Teil mussten die 13 Finalteilnehmer aus sieben Bundesländern die Einspritzpumpe eines Traktors einbauen und danach den Motor mit einer Schlüsselumdrehung zum Starten bringen.

Aus dieser und vielen weiteren theoretischen und praktischen Aufgaben gingen die Oberösterreicher Georg Hinterplattner und Sebastian Moser als Bundesmeister und Vize-Bundesmeister hervor. Groß ist natürlich auch die Freude bei deren Ausbildungsbetrieben, dem Lagerhaus Losenstein und der Frakam Landtechnik GmbH in Steinbach/Steyr.

Nur ein einziger Punkt hat nach dem Theorieteil, der Fertigung eines Drehteils und weiteren sechs Stationen in der Werkstatt schließlich über den Sieg entschieden. Hauchdünn setzte sich Georg Hinterplattner aus Aschach an der Steyr gegen Sebastian Moser aus Ternberg durch. Die Gold- und Silbermedaillengewinner kennen sich nicht nur aus der Berufsschule sondern auch privat. Einig sind sich Österreichs beste Land- und Baumaschinentechnik-Lehrlinge, was der spannendste Moment des Wettbewerbs war. „Der Einbau der Einspritzpumpe musste in nur 25 Minuten erledigt sein. Das hat enormen Stress erzeugt“, erinnert sich der 18-jährige Georg Hinterplattner. „Wenn man dann den Schlüssel dreht, ist man schon extrem nervös.“ Ganz ähnlich hat der gleichaltrige Sebastian Moser den Moment erlebt. „Dieser Nervenkitzel bringt einen schon ins Schwitzen. Entweder der Motor startet – oder eben nicht.“ Nachdem das bei beiden problemlos funktioniert hatte, setze sich das Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden bis zum Schluss fort.

Perfekte Vorbereitung durch Berufsschule

Als Basis für den Doppelsieg sieht Alois Hinterer die enge Zusammenarbeit zwischen Lehrbetrieben und Berufsschule. „Nur wenn diese beiden Ausbildungszweige nahtlos ineinandergreifen, sind diese Spitzenleistungen möglich“, betont der Bildungsreferent und Lehrlingswart der Metalltechnik-Innung der WKO Oberösterreich. Ausdrücklich lobt Hinterer deshalb auch das Engagement der Berufsschule Wels 1 und Fachlehrer Gerhard Braumann, der seine zwei talentiertesten Schüler für den Bewerb ausgewählt und perfekt darauf vorbereitet hatte. „Wir dürfen nicht nur mit dem Doppelsieg für Oberösterreich sondern mit dem allgemeinen Niveau des Wettbewerbs hochzufrieden sein“, betont Hinterer. Dieses sei in den letzten Jahren enorm gestiegen. „Das liegt auch daran, dass die Betriebe sich mit größtem Engagement um die Ausbildung ihrer Nachwuchskräfte bemühen.“

Leidenschaft Landmaschinentechnik

Schon in den nächsten Monaten werden sowohl Georg Hinterplattner als auch Sebastian Moser ihre dreieinhalbjährige Lehre abschließen. Georg Hinterplattner ist schon als Kind mit dem Traktor gefahren und so früh mit der Landmaschinentechnik in Berührung gekommen. Sebastian Moser hat schon sehr konkrete Karrierepläne. Nach dem Lehrabschluss will er die Meisterprüfung absolvieren und danach in seinem jetzigen Lehrbetrieb zum Werkstätten-Meister aufsteigen. Oberösterreich hat beim gesamten Bundeswettbewerb der Metalltechnik übrigens auch in anderen Berufssparten gut abgeschnitten. Insgesamt sechs Pokale – zwei erste und vier zweite Plätze – konnten gewonnen und Oberösterreich somit zum erfolgreichsten Bundesland gemacht werden.

Autor/in:
Redaktion Metall
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