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Mittels Selective Laser Melting hergestellte Metall-Wabenstruktur.

Erkenntnisse für Innovationen von morgen

11.04.2016

Das Fachforum „Wissenschaft“ der Erfurter Messe Rapid.Tech präsentiert Mitte Juni neueste Erkenntnisse und Entwicklungen im Additive Manufacturing (AM).

Additive Manufacturing (AM) beziehungsweise der 3D-Druck zählen branchenübergreifend zu den Schlüsseltechnologien für eine effizientere, nachhaltigere und flexiblere Produktion. „Um das Potenzial dieser noch jungen Technologien voll auszuschöpfen, sind die Weiterentwicklung bestehender Lösungen und Innovationen entlang der gesamten Prozesskette erforderlich“, beschreibt Professor Gerd Witt, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik an der Universität Duisburg-Essen, den Handlungsbedarf. Das zweitägige Fachforum „Wissenschaft“ der 13. Erfurter Rapid.Tech am 14. und 15. Juni 2016 ist Plattform für Wissenschaftler, um neueste Forschungs- und Projektergebnisse vorzustellen. Auf dem Programm stehen insgesamt 14 Referate.

Themenvielfalt

Dabei geht es unter anderem um die Steigerung der Aufbauraten beim Einsatz des Werkstoffes Ti6Al4V durch High-Power Selective Laser Melting sowie um Strategien zur Erreichung eines konstanten Volumenaufbaus bei der additiven Fertigung mittels Laser-Pulver-Auftragsschweißen. Ein Referat über die Reduktion der Oberflächenrauigkeit additiv gefertigter, metallischer Bauteile mit Hilfe des erweiterten elektrolytischen Glättens steht ebenso auf der Agenda wie über die chemische Oberflächennachbehandlung von aus Ultem 9085 hergestellten Bauteilen. Die maschinenspezifischen Kostentreiber bei der additiven Fertigung mittels Laserstrahlschmelzen werden ebenfalls thematisiert. Mit der Anlagenabhängigkeit von optimalen Prozessparametereinstellungen beim Lasersintern unterschiedlicher Thermoplaste beschäftigt sich ein Vortrag. Ein weiterer beleuchtet die Einflüsse und Maßnahmen zur Optimierung der geometrischen Genauigkeit von Lasersinter-Bauteilen. Die Ergebnisse einer Untersuchung des Pulvereinflusses auf den SLM-Prozess und die daraus resultierenden Produktkosten werden vorgestellt. Präsentiert wird auch ein Modell zur Optimierung von SLM-Prozessen, das unter anderem Indikatoren wie die Gesamtprozessqualität, Prozessfehler, Einhaltung des Zeitplans sowie Pulverabfall berücksichtigt. Am Beispiel eines Radträgers, der ursprünglich als Gussbauteil ausgelegt war, wird die Adaption durch die wirkflächenbasierte Gestaltung für das selektive Laserstrahlschmelzen beschrieben. Ein Beitrag thematisiert die systematische Bauteilauslegung für die additive Fertigung nach den Prinzipien der Bionik. Neue Entwicklungen zur prozessangepassten Charakterisierung der Fließfähigkeit pulverförmiger Ausgangsmaterialien für Strahlschmelzverfahren werden vorgestellt und mit etablierten Untersuchungsmethoden verglichen. Ein Überblick über verschiedene Methoden zur Gasphasenfunktionalisierung partikulärer Ausgangsmaterialien, deren Einsatz bei Polymeren und Metallen sowie die Auswirkungen auf den Fertigungsprozess steht auf dem Programm. Mit dem thermischen und optischen Verhalten von Pulvern, die mit einem Additiv für eine spätere Laserdirektstrukturierung (LDS) funktionalisiert und mittels selektivem Lasersintern verarbeitet werden, beschäftigt sich der Abschlussvortrag des Forums.

Einen eingehenden fachlichen Austausch zu speziellen AM-Themen ermöglichen bei der 13. Rapid.Tech, internationale Fachmesse & Konferenz für Additive Manufacturing, neben den etablierten Fachforen „Konstruktion“, „Luftfahrt“, „Werkzeuge“ „Medizintechnik“ und „Zahntechnik“ sowie der Anwendertagung auch die neuen Kongressbereiche „3D Metal Printing“, „Additive Lohnfertigung“, „Elektronik“ und „Automobilindustrie“. Das vollständige Programm ist unter www.rapidtech.de abrufbar. [red/d.schultz]

Autor/in:
Redaktion Metall
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