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Fulminanter Auftritt in Stahl und Aluminium

08.02.2016

Eine Großskulptur aus Aluminium-Lamellen prägte den Messeauftritt von Mercedes Benz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt.
Mit Fotogalerie.

Als einer der Hauptakteure auf der IAA präsentierte sich im vergangenen September der Automobilhersteller Daimler AG in der Frankfurter Festhalle direkt am Eingang des Messegeländes. Der denkmalgeschützte Kuppelbau bildete die Kulisse für die Inszenierung der Marke „Mercedes-Benz“. Deren Messeauftritt prägte der „Silver Flow“

Prägendes Element des Daimler-Messeauftritts war der „Silver Flow“ – eine dynamisch geformte Großskulptur aus silbernen Aluminium-Lamellen, die scheinbar schwerelos in der über 100 Jahre alten Halle schwebt. Das Design stammt vom Stuttgarter Architekturbüro jangled nerves, und die Ingenieure von formTL waren mit von der Partie als es darum ging, die bestehende freitragende Kuppelkonstruktion in einen lebendigen Bühnenraum umzugestalten.

Wiederverwendbare Elemente

Im Detail besteht der Silver Flow aus über 400 einzelnen, auskragenden Lamellen mit maximal 10 Metern Länge. Für die geometrische Ausrichtung der Lamellen haben formTL Ingenieure exakt justierbare Verbindungsdetails entwickelt. Werkseitig vormontiert, konnten die Lamellen so im engen Zeitrahmen vor Messebeginn montiert und justiert werden. Die große Flexibilität der Lamellenstruktur ermöglicht es, den Markenauftritt an die einzelnen Messestandorte anzupassen und in veränderter Geometrie erneut aufzubauen. Ein weiteres markantes Element ist das „Fahrzeug-Regal“, eine Art Setzkasten, der mit einem aktuellen Vertreter jeder Fahrzeugklasse bestückt ist. Aufgrund der komplexen geometrischen und statischen Rahmenbedingungen des Bestandsgebäudes wurde das Tragwerk für den Messestand von formTL in 3D modelliert und berechnet.

Eine besondere Herausforderung stellte die Lastabtragung in den Bestand dar – beispielsweise waren für die Realisierung des Messestandes Abfangungen und Verstärkungen im Untergeschoss der Festhalle erforderlich. Während Ebene 1 und 2 aufgrund der hohen Verkehrslasten als Stahlkonstruktion ausgeführt wurden, kam über der zweiten Ebene eine Holzkonstruktion zum Einsatz. Insgesamt wurden für den Messestand 850 Tonnen Stahl verbaut, darunter auch Bestandsstahl vorheriger IAA-Messestände. Der hohe Vorfertigungsgrad ermöglichte es, den Stand in ca. zweieinhalb Monaten aufzubauen. [red/formtl]

Autor/in:
Redaktion Metall
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