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Hans-Jörg Gärtner (Landes­innungsmeister Metall), Klaus Rainer (LIM Elektro), Klaus Kronlechner (Spartenobmann und LIM Mechatronik), Referent Alois ­Süssenbacher und Gerhard Oswald (LIM Installateure) diskutierten bei der ersten gemeinsamen Fachgruppentagung in Kärnten über das Thema „Digitalisierung“.

Handwerk „goes digital“

24.02.2017

Welche Chancen sich für die Kärntner Gewerbe- und Handwerksunternehmen durch die Digitalisierung ergeben, stand im Mittelpunkt der größten Gewerbe-Fachgruppentagung Kärntens.

Geehrt für ihre langjährige selbstständige Tätigkeit: Im Mittelpunkt der Tagung standen auch ­Kärntner Unternehmer, die bereits seit vielen Jahren ihr Unternehmen erfolgreich führen.

Unternehmerinnen und Unternehmer aus Elektro-, Metall-, Installateur- und Mechatronik-Betrieben kamen nach Pörtschach, um sich einen Überblick über das Thema zu verschaffen.
Jeder spricht davon, doch die wenigsten wissen konkret etwas damit anzufangen: Das Thema „Industrie 4.0“ ist in aller Munde. Während die einen große Chancen wittern, fürchten sich die anderen vor der digitalen Revolution. Doch was steckt dahinter? Wie stark wird das Kärntner Gewerbe und Handwerk in den kommenden Jahren von der Digitalisierung betroffen sein? Diese Fragen standen bei der ersten gemeinsamen Fachgruppentagung der Kärntner Mechatronik-, Elektro-, Installateur- und Metallunternehmer im Mittelpunkt.
150 Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz Kärnten waren Ende Jänner nach Pörtschach gekommen, um an diesem ersten branchenübergreifenden Event teilzunehmen. „Es wird in Zukunft immer wichtiger sein, dass die Gewerke zusammenarbeiten und ihre Kräfte bündeln“, brachte Spartenobmann Klaus Kronlechner, der auch Landesinnungsmeister der Kärntner Mechatroniker ist, die Idee hinter der Veranstaltung auf den Punkt.  Die Innungsmeister Hans-Jörg Gärtner (Metaller), Gerhard Oswald (Installateure) und Klaus Rainer (Elektro) waren von dem neuen Format sofort überzeugt: „Digitalisierung ist ein Thema, das uns alle betrifft. Je früher wir uns damit auseinandersetzen und je besser wir zusammenarbeiten, desto besser.“ 

„Der Kunde steht im Mittelpunkt“

Als Experte war Alois Süssenbacher, Unternehmensberater mit dem Schwerpunkt „Digitalisierung“, eingeladen. Ihm war es ein Anliegen, aus dem abstrakten Begriff einen konkreten Ansatz zu machen. „Bei der Digitalisierung steht immer der Nutzen im Vordergrund. Was auch immer ich in meinem Unternehmen ändere, es muss dem Kunden einen Vorteil bringen“, sagte Süssenbacher. Das sei beispielsweise einem großen Lieferanten gelungen, der seinen Kunden „Nordsee“ mit der Hilfe von datengetriebenen Services überraschte: Durch die Auswertung der Daten aus den vergangenen 20 Jahren wurde auf Schwankungen in der Nachfrage hingewiesen und gemeinsam die Beschaffung optimiert.
Für die Kärntner Unternehmen sei es entscheidend, ihren eigenen digitalen Weg zu finden. „Das können Schritte der Digitalisierung in der Produktion, im Kundenzugang oder im Geschäftsmodell sein“, so Süssenbacher. Wichtig sei vorausschauendes Handeln. „Digitalisierung ist ein laufender Prozess. Man kann nicht heute beginnen und glauben, dass man in einem halben Jahr fertig sein wird. Im Grunde ist man damit nie fertig, weil sich immer wieder neue Möglichkeiten ergeben.“
Der Rat des Experten an die rund 150 Kärntner Unternehmer lautete, aus Kundensicht zu überlegen, was getan werden sollte: „Beim Kundenservice könnte es tolle Möglichkeiten geben. Der persönliche Kontakt ist die große Stärke der regionalen Betriebe. Jetzt müssen die Betriebe noch „digital sprechen“ lernen und neue Kommunikationswege mit ihren Kunden finden“, so Süssenbacher. „Wir müssen ‚end-to-end‘ denken, also vom Kunden weg bis hin zum Kunden. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass wir einem Kunden innerhalb von einer halben Stunde Preis und Liefertermin für seine Anfrage sagen können. Durch die Nutzung der Datenströme ist das kein Problem“. [Angelika Dobernig]. 

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