Direkt zum Inhalt
voestalpine Donawitz Schienenproduktion

Harte Profile und Weichen im Kern

24.09.2014

An den steirischen voestalpine-Standorten wird intensiv an Innovationen im Bereich der Schienen- und Weichentechnik geforscht. Seine aktuellen Entwicklungen aus diesem Segment hat der Konzern gerade auf der internationalen Fachmesse für Eisenbahn-Verkehrstechnik – der InnoTrans 2014 in Berlin – vorgestellt.

Die Bahnsystemtechnik hat sich zu einer wichtigen Säule innerhalb des voestalpine-Konzerns entwickelt. „Neben der Automobil- und der Energieindustrie zählen die Bahnsysteme – gemessen am Umsatz – zur drittstärksten Branche im Konzern“, erklärt Franz Kainersdorfer, Vorstandsmitglied der voestalpine AG und Chef der Metal Engineering Division. Diese Abteilung erwirtschaftet fast die Hälfte ihres Umsatzes mit Bahnsystemen, vom Gesamtumsatz der voestalpine-Gruppe sind das im Geschäftsjahr 2013/2014 nicht weniger als 13 Prozent.

Stahlgüte mit Profil

Die Erzeugnisse der voestalpine Schienen GmbH mit Sitz in Leoben/Donawitz sind hochwertige Schienenprofile und Stahlgüten für alle Einsatzarten, wie beispielsweise für den Misch-, Hochgeschwindigkeits-, Schwerlast- und Nahverkehr. International besonders gefragt sind die in Donawitz produzierten, wärmebehandelten Schienen mit einer Länge von bis zu 120 Metern. Dazu wurde im eigenen Haus eine spezielle Wärmebehandlungs-Technologie entwickelt, durch die das metallurgische Gefüge der Schienen verfeinert wird. Durch laufende Investitionen in Forschung und Entwicklung konnte dieses Wärmebehandlungsverfahren jetzt weiter optimiert werden, wodurch es laut voestalpine zu einer Verdoppelung der Liegedauer der Schienen und zu einer Halbierung der Instandhaltungskosten komme.

Weichenstellung zur Kostenoptimierung

Bei Weichen und den damit verbundenen signaltechnischen Systemen gilt die voestalpine VAE GmbH mit Sitz in Zeltweg als globaler Marktführer mit Referenzen bei praktisch allen namhaften Bahnbauprojekten der Welt. Zur voestalpine VAE Gruppe zählen weltweit mehr als 40 Produktions- und Vertriebszentren mit rund 5.000 Mitarbeitern. Ausgehend vom Kernprodukt Weiche, hat sich die VAE Gruppe mittlerweile auf die Entwicklung hochtechnologischer Gesamtsysteme spezialisiert. In Berlin präsentiert das Unternehmen etwa sein Optimierungskonzept der Lebenszykluskosten für Weichen: Von der Vermessung der Einbaustelle, über die Vorassemblierung der Weichen im Werk, dem Transport auf Spezialwaggons, der Einbaubegleitung, dem Weichenservice, dem Weichenschleifen bis hin zur Rücknahme der Altweichen und dem Weichenrecycling.

Die voestalpine Metal Engineering Division ist nach eigenen Angaben globaler Marktführer in der Weichentechnik sowie europäischer Marktführer in der Schienentechnik und gilt als einer der führenden Anbieter bei Schweißzusatzwerkstoffen, Nahtlosrohren und Qualitätsdraht. [red]

Autor/in:
Redaktion Metall
Werbung

Weiterführende Themen

Katrin Blank erhält für ihre herausragende Dissertation den Hannspeter-Winter-Preis der TU Wien.
Aktuelles
18.01.2016

Für ihr mathematisches Modell, das die physikalischen Vorgänge beim Walzen von Stahlbrammen genau abbildet, wird die Elektrotechnikerin Katrin Blank mit dem Hannspeter Winter ...

Beim hohen Energiebedarf der Stahlproduktion können bereits geringe Effizienzsteigerungen große Summen an Einsparung bringen.
Aktuelles
26.08.2015

Energieeffizienz ist eins der zentralen Themen in der Stahlindustrie. Mit einer neuen Plattform  informieren die deutsche Wirtschaftsvereinigung Stahl und das Stahlinstitut VDEh über die Maßnahmen ...

Aktuelles
13.08.2015

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Strafen für Mitglieder des europäischen Stahlkonzerne-Kartells reduziert. Bei der voestalpine sogar deutlich.

Aktuelles
04.08.2015

Der oberösterreichische Stahlriese voestalpine investiert in Linz mehr als 100 Millionen Euro in eine neue Stranggießanlage. Dabei werden laut einer Konzernmitteilung 42 Arbeitsplätze geschaffen. ...

Werbung