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Die Tiefgaragen-Abschleppvorrichtung überzeugte Jury und ÖAMTC gleichermaßen. V.l.n.r.: Aloisa Gurtner vom ÖAMTC Salzburg, der Lehrer DI Markus Palir sowie die Preisträger Felix Niederreiter, Wolfgang Ortler und Florian Meister von der HTBLuVA Salzburg.

HTL-Oscar 2016 vergeben

14.06.2016

Am 8. Juni wurden im Tech Gate Wien herausragende HTL-Projektarbeiten mit dem „Bosch Technik fürs Leben-Preis 2016“ ausgezeichnet.

Die Teams der drei siegreichen Projekte mit Bosch Österreich Chef Klaus Peter Fouquet (hinten Mitte) auf dem Dach des Tech Gate Vienna.

Die Jury des Technik fürs Leben-Preises hatte auch dieses Jahr keinen leichten Job, denn sie musste aus insgesamt 54 eingereichten HTL-Projektarbeiten drei Gewinner auswählen. Prämiert wurden schlussendlich Projektteams der HTBLuVA Salzburg (Kategorie Mobilitätstechnik), der HTL Wien-Rennweg (Industrietechnik) und des TGM Wien (Energie- und Gebäudetechnik sowie Gebrauchsgüter).

Einfach genial

In der Kategorie Mobilitätstechnik hat ein Projekt der HTBLuVA Salzburg überzeugt, das vor allem auch für FahrzeugbautechnikerInnen interessant ist: Die Salzburger Technikschüler Felix Niederreiter, Wolfgang Ortler und Florian Meister haben sich in enger Kooperation mit dem ÖAMTC der Frage gestellt, wie man den schwierigen und zeitaufwendigen Abschleppvorgang von PKWs aus Tiefgaragen vereinfachen kann. Herausgekommen ist eine Abschleppvorrichtung mit der man auch die geringen Raumhöhen, engen Kurvenradien und steilen Rampen von Tiefgaragen meistert – eine absolute Neuentwicklung. Darüber hinaus wurden ein vollständiges 3D-CAD-Modell, sämtliche Fertigungs- und Baugruppenzeichnungen und eine Kostenschätzung erstellt sowie ein Prototyp gebaut. Für den ÖAMTC wurde eine Betriebsanleitung angefertigt und die Vorarbeiten zur CE-Kennzeichnung durchgeführt - unter anderem auch eine Risikoanalyse.

„Bei dem Projekt der lenkbaren Abschleppvorrichtung für Tiefgaragen hat mich vor allem die intelligente Einfachheit der Konstruktion beeindruckt. Das Prinzip dieser Abschleppvorrichtung ist sehr durchdacht und auf die Abschleppsituation in einer Tiefgarage vollends abgestimmt“, lobt Jurymitglied und stellvertretende Leiterin Motor & Technik beim „Kurier“, Maria Brandl.

Die weiteren Preisträger

In der Kategorie Industrietechnik holte sich die Wiener HTL-Rennweg abermals einen „HTL-Oscar“ ab: Eingefahren haben ihn die Schüler Oliver Zwiauer, Alexander Weinmann und Christoph Hof. Sie überzeugten die Jury mit der Entwicklung der „Spanntuchprüfmaschine – CheckTheSize” für die Werbemittelproduktion.

Auch eine zweite Wiener HTL darf sich über einen Technik fürs Leben-Preis freuen: Die Schüler Alexander Bachmeier, Michael Eder und Martin Plattner des TGM nahmen sich einem weitgehend unbekannten Problem an, von dem in Österreich tagtäglich rund 1.400 taubblinde Menschen betroffen sind. Die Wiener TGM-Schüler haben auf Basis des Lormen-Tastalphabetes, bei dem einzelne Buchstaben durch gezieltes Tippen und Wischen auf der Hand übermittelt werden, ein Kommunikationsgerät für taubblinde Menschen entwickelt.

„Die Breite der eingereichten Arbeiten ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend. Es freut mich sehen zu dürfen, mit wie viel Eifer und Erfolg sich die Schülerinnen und Schüler den technischen Herausforderungen stellen“, so Klaus Peter Fouquet, Alleinvorstand der Robert Bosch AG und Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich, bei der Siegerehrung im Tech Gate Vienna. Die Preisträger erhielten neben Trophäe und Urkunde auch das begehrte Ticket für ein sechsmonatiges Berufspraktikum in einem Unternehmen der Bosch-Gruppe in Österreich. Zudem können sie – gemeinsam mit den Nominierten – Ende Oktober als VIP-Gast beim Bosch Race 2016 am Red Bull Ring in Spielberg packende Rennsport-Action in der Histo-Cup Rennserie hautnah miterleben. [red/bosch]

Autor/in:
Redaktion Metall
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