Direkt zum Inhalt
Glühdrahtprüfung zur Ermittlung der Entflammbarkeit von Bauteilen aus Kunststoff.

ift prüft nun auch Elektrik-Elemente automatischer Türen

22.06.2017

Was Hersteller und Nutzer elektrisch angetriebener Türen, Tore und Fenster wissen müssen.

Wichtige Eigenschaften elektrisch angetriebener Bauelemente (Türen, Tore, Fenster, Jalousien etc.)
Absicherung der Quetschgefahr durch konstruktive Maßnahmen oder Kraftbegrenzung der Antriebe.

Die Nachfrage nach automatisch angetriebenen Bauelementen wächst ständig, weil Komfort und Sicherheit verbessert und die Bedienung erleichtert wird. Fenster, Türen, Tore und Jalousien mit elektrischem Antrieb sind gleichzeitig aber auch Maschinen im Sinne der Maschinenrichtlinie und unterliegen speziellen Sicherheitsanforderungen. Dies gilt auch wenn kraftbetätigte Bauelemente aus Baugruppen erst an der Betriebsstelle zusammengefügt werden. Hersteller ist dann derjenige, der das Bauelement zusammenfügt und in Betrieb nimmt. Darunter fallen als sogenannte „unvollständige Maschinen“ Komponenten wie Antriebe, Steuerungen, Sensoren. Für den „Maschinenanteil“ ist der Nachweis der Nutzungssicherheit durch die Prüfung der elektrischen und funktionalen Sicherheit erforderlich.

Ergänzend zu Eigenschaften wie Wärme- und Schallschutz oder Einbruchhemmung müssen bei elektrisch angetriebenen Bauelementen auch die Transformatoren, Netzteile, Antriebe und Sensoren geprüft werden (EMV/PAK Nachweis, IPSchutzarten, Wärme-/Feuerbeständigkeit etc.). Hinzu kommt die Prüfung der funktionalen Sicherheit, mit der ein sicherer Betrieb durch den logischen Aufbau der Steuerung (Hard-/Software) gewährleistet ist. Das ift Rosenheim hat deshalb ein Labor zur Prüfung der Sicherheit elektronischer Bauelemente aufgebaut und wurde erfolgreich gemäß EN 12453, EN 60335-1, EN 60335-2-95, EN 60335-2-103, EN 60204-1 und EN 13849-1 akkreditiert. Damit erhalten Hersteller und Verwender vom ift Rosenheim die notwendigen „elektrischen“ Nachweise zusammen mit allen anderen Produkteigenschaften aus einer Hand.

Eigenschaften elektrisch angetriebener Bauelemente
(Türen, Tore, Fenster, Jalousien etc.)

Bei der elektrischen Sicherheit geht es um die Vermeidung eines elektrischen Schlags und die Brandausbreitung durch Überlast oder Kurzschluss. Die Prüfungen erfolgen auf Basis der EN 60335-2-95 bzw. EN 60335-2-103. Die eingesetzten und nach ihrer Bauart geprüften Komponenten werden durch Begutachtung hinsichtlich ihres Einsatzes am Produkt und ihrer sachgemäßen Verwendung innerhalb der Spezifikation geprüft. Zusätzlich werden die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), die IP-Schutzarten und die Gefährdung durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) getestet. Hinzu kommen die Gefährdungsbeurteilung von unsachgemäßem Betrieb bzw. Fehlbedienung sowie die Prüfung der Schutzeinrichtung vor gefährlichen elektrischen und beweglichen Teilen.

Bei der Prüfung der funktionalen Sicherheit werden Umfang, Wirkweise und Zuverlässigkeit der Sicherheitsfunktionen im Fehlerfall überprüft. Grundlage ist eine Gefährdungsanalyse unter Berücksichtigung der Einbausituation, Nutzung und Bedienung. Die Fehlersimulation kann mittels herbeigeführter Hardware-Fehler am Bauteil, nachgestellter Software-Fehler sowie vorhersehbarer Fehlanwendungen im ift-Labor, beim Hersteller oder bauseits durchgeführt werden.

Auf Basis der Nachweise und Prüfberichte sowie einer Überwachung der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) kann eine Zertifizierung gemäß Produktsicherheitsgesetz, eine EG-Baumusterprüfungsbescheinigung, ein ift-Konformitätszertifikat oder das GS-Zeichen ausgestellt werden.

Zusätzlich können vom ift Rosenheim natürlich alle anderen Eigenschaften (Wärme-, Schall-, Brand- und Rauchschutz, Dichtigkeit, Einbruchhemmung etc.) gemäß der Produktnormen für Fenster/Außentüren (EN 14351-1 und EN 16034), für Innentüren (EN 14351-2 und EN 16034) und für Tore (EN 13241-1) geprüft werden.

Werbung

Weiterführende Themen

Regelung des Raumklimas über Lüftungsszenarien in Verbindung mit einem intelligenten Zusammenspiel der Gewerke.
Gebäudetechnik
08.12.2017

Verkaufsstart für das neue Gebäudeautomationssystem „Geze Cockpit“.

Die hochwertigen Funktionstüren sind oft bei historischen Gebäuden gefragt: Die alte Optik muss exakt erhalten bleiben.
Produkte
27.11.2017

Das Kärntner Unternehmen Unterwaditzer fertigt seit 15 Jahren ­Funktionstüren aus Holz und bietet Tischlern Unterstützung bei allen 
Fragen rund um die Projektabwicklung.

Für die in der Gesamtgestaltung vorgesehenen Ausschnitte in der Fassade wurden Fenster mit verdeckt liegendem Flügel der Wicona Serie WICLINE 75 evo – von Profil zu Profil in einer Höhe von ca. 2,70 m – verwendet.
Gebäudehülle
07.11.2017

In Barcelonas Stadtviertel Eixample ist ein Bürogebäude aus den 1970er Jahren modernisiert und zu einem Hotel umgebaut worden. Der Entwurf des Hotels Ohla ­Eixample mit seiner spektakulären ...

Die glücklichen Gewinner der diesjährigen, im Rahmen der ACR-Enquete verliehenen Preise.
Aktuelles
04.10.2017

Tragbares Himmelslicht, belüftete Fenster, Fassadenmodule inklusive Haustechnik und eine Verschlusskappe für eine neue Getränkegeneration: spannende Innovationen beim 12. ACR Kooperationspreis. ...

Auf Fensterfragen gibt das ift Rosenheim über den Online-Chat Baufragen.de schnelle Antworten.
Metallbau
10.08.2017

Eine Kooperation des Instituts für Fenstertechnik (ift Rosenheim) und des Softwareunternehmens Baufragen.de stellt online Expertenwissen aus der Baubranche zur Verfügung.

Werbung