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Rund 100 Gäste nahmen an der Automobilkonferenz 2019 am Fronius Standort in Sattledt teil.

Joining Smart Technologies: Digitalisierung im Automobilbau

25.05.2019

Digitalisierung war das zentrale Thema der diesjährigen „Joining Smart Technologies“ Konferenz von Fronius.

Fügetechnik im Automobil-Bau stand im Mittelpunkt der Joning Smart Technologies.

Anfang Mai veranstaltete Fronius in Sattledt, Oberösterreich, die sechste internationale Automobilkonferenz. Mehr als einhundert Teilnehmer aus zehn Ländern nutzten die Konferenz für den Wissens- und Erfahrungsaustausch und zeigten sich von den Vorträgen rund um das Thema Digitalisierung begeistert.

Standardisierung und Personalisierung

Zu Beginn der Konferenz gab Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung, Einblicke in den Status Quo der digitalen Transformation im Automobilbau. Sein zentrales Thema: Daten in der Fabrik der Zukunft. Sie spielen eine zentrale Rolle, egal ob bei standardisierten Produkten wie bei zukünftig in Massen produzierten, autonom fahrenden Taxis oder bei stark personalisierten Autos für Endkunden Bauernhansls Appell richtet sich diesbezüglich vor allem an das Bewusstsein der Unternehmen: „Beim Machine Learning sind die Daten der Rohstoff, aus denen die Maschine Algorithmen generiert. Die Datenqualität ist daher entscheidend für den gesamten Prozess.“

Der vernetzte Lichtbogen

Christian Kotschote, Technology Developer bei Audi, berichtete über das Potenzial der Vernetzung im Bereich des thermischen Fügens. Er betonte, dass digitale Systeme den Output von Lichtbogen-Anwendungen erhöhen können. Hierfür müssen alle Informationen über die gesamte Prozesskette hinweg – also auch jene Schritte, die vor und nach dem Schweißen erfolgen – nutzbar gemacht werden.

Daran anknüpfend legte Helmut Ennsbrunner, Leiter der Vorentwicklung bei Fronius, dar, was die digitale Transformation aus Perspektive eines Schweißgeräte-Herstellers bedeutet. Ennsbrunner erklärte, dass die Digitalisierung es erlaubt, Daten verlustfrei zu vervielfältigen und mit Partnern auszutauschen. Das eröffnet neue Chancen in der Zusammenarbeit: Einerseits sollen Maschinen in Zukunft besser automatisiert zusammen arbeiten. Andererseits können Informationen zwischen Lieferanten, Kunden und anderen Partnern geteilt und für neue kooperative Geschäftsmodelle genutzt werden.

Teamwork mit dem Roboter

Kooperation stand auch im Mittelpunkt des Vortrags von Martina Mara: Sie ist Technikpsychologin und Professorin für Roboterpsychologie an der Johannes Kepler Universität Linz und beschäftigt sich intensiv mit der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Bei der Automobilkonferenz betonte sie, dass die Vorhersehbarkeit des Verhaltens der Maschine für den Menschen entscheidend dafür ist, wie effizient das Mensch-Maschinen-Team zusammenarbeitet.

In der abschließenden Podiumsdiskussion stellte auch Florian Oefele, Senior Manager Anlagenbau und Virtuelle Inbetriebnahme bei BMW, den Mensch in den Mittelpunkt der digitalen Transformation. Nur durch Offenheit, Vertrauen und Verantwortung können die Chancen der Digitalisierung genutzt werden. Michael Zürn, Senior Manager Prozessentwicklung bei Daimler, konkretisierte, worin genau diese Chancen liegen: „Daten helfen uns Menschen, Komplexität beherrschbar zu machen und so leichter bessere Entscheidungen zu treffen.“ Im industriellen Umfeld trägt das dazu bei, die Produktionszeit zu verkürzen und Kosten und Qualität zu optimieren. Die Vertreter der OEMs richteten darüber hinaus einen Blick in die Zukunft und stimmten überein, dass Nachhaltigkeit einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt. Digitale Lösungen wie etwa die Block-Chain könnten zukünftig helfen, Qualität auch im Sinne sozialer Aspekte und der Nachhaltigkeit transparent zu machen.

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