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Kleiderbügel zu Turbinen

19.05.2016

Bisher in Legierungen als unsortierbar geltende Metalle wie Kupfer und Aluminium werden durch Röntgenfluoreszenz-Technologie (XRF) zu hochwertigen Sekundärrohstoffen getrennt.

Das Funktionsprinzip der RedWave-Trennanlage.
Präsentation der neuen „Redwave XRF Sortiermaschine“: (v.l.n.r.) Andreas Säumel, Christian Buchmann, Elfriede Säumel.

Wenn der Kleiderbügel aus der Abfalltonne zu einem Sekundärrohstoff von höchster Qualität wird, und damit etwa zum Ausgangsmaterial für Wasserkraftturbinen werden kann, dann steckt geballte steirische Technologie der Unternehmen Mayer Entsorgung und des Anlagenprofis BT-Wolfgang Binder mit seiner „Redwave“-Sortiertechnologie dahinter. Die beiden Firmen haben gemeinsam eine Weltneuheit entwickelt: Nämlich die „Redwave XRF Sortiermaschine“, welche in der neuen Anlage der Mayer Entsorgung integriert ist und für höchste Reinheit und Genauigkeit in der Sortierung von Nichteisenmetallen sorgt. 
Bisher konnten mit der XRF-Technologie nur Glas oder Mineralien getrennt werden, durch eine innovative Weiterentwicklung werden jetzt auch Nichteisenmetalle von­einander separiert. Die einzelnen ­Metalle fungieren dabei als eigene kleine „Nachrichtenstationen“, die unverwechselbare Energiesignaturen aussenden, welche von Sensoren ausgewertet werden. 

Neue Reinheits-Dimension

Wichtigstes Nichteisenmetall ist hierbei das Aluminium. Der neue Prozess schafft es erstmals, Primäraluminium-Legierungen so rein zurückzugewinnen, dass eine Steigerung der Beimengung in der Produktion von Aluminium von bisher 10 Prozent auf 30–40 Prozent erreicht wird. „Die neue Technik steigert die Wertschöpfung der sortierten Metallfraktionen. Jetzt können wir aus Schrott Produkte höchster Qualität wie Heizkörper oder Flugzeugantriebe fertigen“, so Andreas Säumel, Geschäftsführer von Mayer Entsorgung.
Die XRF Sortiermaschine von Redwave bewertet Materialien anhand der Röntgenfluoreszenzanalyse (engl. XRF). Diese physikalische Analysemethode wird in der metallverarbeitenden Industrie sowie bei der Untersuchung von Glas, Keramik und Schmierstoffen u. a. eingesetzt. Nichteisenmetalle wurden bisher mit Schwimmsinkanlagen und Röntgentransmissionsanlagen separiert, die aber Metalle nicht derart hochwertig sortieren können. Jetzt wird gezielt auf die Materialvielfalt eingegangen, unbeeinflusst von Feuchtigkeit, Farbgebung oder Verunreinigungen sortiert und hochreine Metallfraktion erzeugt. Die Kapazität der neuen Sortieranlage der Mayer Entsorgung liegt bei 1000–3000 Tonnen pro Jahr.

Steirische Kooperation

Die Anlage entstand aus einem gemeinsamen Forschungsprojekt der Anton Mayer Ges.m.b.H und der BT-Wolfgang Binder, unterstützt durch den Umwelttechnikcluster Eco World Styria. „Die Sortieranlage ist ein Beispiel für die herausragende Kompetenz der heimischen Umwelttechnik-Branche“, freut sich der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann. [red]

Autor/in:
Redaktion Metall
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