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Laufsteg über Manhattan

18.11.2014

Im neuen New Yorker High Line Park kann man Manhattan in „abgehobener“ Weise durchwandern. Seilbespannungen der Schweizer Jakob AG sorgen dabei für die Sicherheit – und für optische Reize.

Ein Park, eine Allee, ein Natur-Laufsteg neun Meter über der Erde, hoch über dem Großstadttreiben und Autoverkehr, lädt zum Erholen ein. Nach acht Jahren Umbau ist im New Yorker Stadtteil Manhattan die brach liegende Schienentrasse der früheren „High Line“ als Erholungsgebiet neu belebt worden. Seit Kurzem ist das Areal nun komplett begehbar – und Manhattan mit dem „High Line Park“ um eine Attraktion reicher.

Vom No-Go zum City Walk

Die „High Line“ war früher die Hochbahn über der 10th Avenue, auf der Güterwaggons für das Gewerbegebiet im Meatpacking District verkehrten. Der letzte Zug fuhr im Jahr 1980, seither verrottete die Schienentrasse, die niemand mehr brauchte, und die Gegend – von Abfallbergen und zwielichtigen Gestalten in Besitz genommen – verwandelte sich zur No-Go-Area, die man am besten mied.

Dann entstanden neue Ideen der Nutzung dieser Industriebrache, eine Bewegung aus Anwohnern und Prominenten hatte durchgesetzt, dass die verwilderte Hochstraße nicht abgerissen, sondern radikal umgestaltet wurde. Der alte Schienenweg sollte begrünt und Wege zum Schlendern geschaffen werden – eine Schneise Natur inmitten der Stadt der Wolkenkratzer. Das Büro für Landschaftsarchitektur James Corner Field Operations kam im Zuge dieser Neuplanung auch auf die Stahlseil-Spezialisten der Schweizer Firma Jakob zu. Deren Webnet-Produkte aus Edelstahl wurden benötigt, filigrane Galeriebegrenzungen und Maschennetze sollten die High Line verschönern.

Im September 2014 wurde nun der letzte Bauabschnitt der 2,33 Kilometer langen Strecke feierlich eingeweiht. Millionen Besucher sind seither über den neuen Boulevard geschritten.

Bühne für den Metallbau

Dem ambitionierten Revitalisierungsplan entsprechend ist im High Line Park alles bis ins Detail vom Feinsten und Schönsten. Der Metallbau hat dazu einen erheblichen Beitrag geleistet: An den Zugängen zum Park, den Treppenaufgängen, aber vielerorts auch entlang der Gehwege in luftiger Höhe sorgen zum Beispiel Webnet-Verankerungen von Jakob mit eingelassenen Beschlägen für optische Reize. Denn die Trennelemente sollten nicht nur für Halt und Führung sorgen, sondern auch ästhetische Ansprüche erfüllen. Die transparenten Webnet-Seilbespannungen, nur zwei Millimeter stark und mit Hülsen gefertigt, behindern weder die Lichtführung noch bestehende Sichtverbindungen. Je nach Lichtverhältnis und Betrachtungswinkel sind die Stahlseile nahezu unsichtbar. Als Rankhilfen für Pflanzen tragen sie außerdem zur voranschreitenden Begrünung bei. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Beständigkeit der Edelstahlseile, die durch Langzeittests unter UV-Bestrahlungen und Witterungseinflüssen qualitätsgetestet wurden. So soll die anspruchsvolle Optik bei minimalem Unterhalt lange erhalten bleiben. Die Komponenten bestehen aus hochwertigem Edelstahl der Werkstoffgruppe AISI 316 und besitzen eine hohe Korrosionsbeständigkeit - selbst in Meeresnähe. [red/jakob]

Autor/in:
Redaktion Metall
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