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Die Malerin Petra Suk ist ein Freigeist.

Leinwand aus Stahl

16.10.2019

Portrait. Edelstahlplatten sind die Unterlage für die Gemälde der Wiener Kunstlerin Petra Suk.

Ausschnitt aus „Emotion II“ auf der Dauerausstellung im Wiener Restaurant „Tancredi“.
Gemälde von Petra Suk finden sich in Manager*innen-Büros, Seminarräumen und Entrées. Etwa das Bild „Z“, ein Auftragswerk von Zgonc.

„Als Kind war ich fasziniert vom Schillern der Kelomat-Bodenplatten, die mein Vater nach Hause brachte und habe sofort mit Lack darauf gemalt. Heute liebe ich die Kühle des Werkstoffs“, beschreibt Petra Suk ihre Leidenschaft zum Bildträger Edelstahl. „Stahl bringt Glanz und Magie in Räume, es wirkt sehr mächtig, wirkt überall und es vermittelt Ordnung. Das gefällt mir, weil ich selber hie und da ein chaotischer Mensch bin“, betont die 52jährige Künstlerin, die nach der Matura die Lehre zur Druckformentechnikerin abgeschlossen hat. Viele Jahre war sie in Druckereien tätig, bevor sie Ihren Traumberuf wegen einer Augenschwäche abbrechen musste. Suk arbeitete in der Folge als Art Direktrice und Grafikerin, tourte als Sängerin Suki durch die Popwelt der 90iger, ging zum Radio und ließ sich als professionelle Moderatorin, Redakteurin und Sprecherin ausbilden. Noch heute ist sie als Werbe- und Synchronsprecherin tätig. Malen bildet für sie den perfekten Ausgleich, mit ihrer Kunst hält sie am Markt eine Soloposition: das Geheimnis lautet Edelstahl. „Es malt niemand den Stil auf Stahl, den ich male, möglicherweise erfordert es zuviel Zeit.“ Am „iwi“-Gemälde hat sie beispielsweise fast vier Wochen gearbeitet. „Ich bin sehr genau. Um ein perfektes Licht zu haben, bin ich sogar mit der Stirnlampe, die man bei Bergtouren trägt, vor dem Bild gesessen.“ Das Ausmalen des Bildes verlangt oft viel Zeit. „Es gibt Flächen, wo ich nicht so in die Tiefe gehe und es gibt andere, wo ich sehr vertieft bin.“

Acryl + Pulver

Petra Suk hat bereits mit vielen Materialien gearbeitet und in den letzten 24 Jahren vieles getestet, vor allem die Haftung von Lacken auf Edelstahl. Heute verwendet sie sehr gerne Acryllacke und Lacksprays und lässt Farben auf Kundenwunsch anfertigen. Um die Farbe auf den Bildträger Edelstahl zu übertragen, wird vor allem mit weichen Materialien gearbeitet. „In meinem Atelier finden Sie keine Pinsel. Ich verwende Gegenstände, die die Platte nicht zerkratzen.“ Suk arbeitet mit der Schmier- und Schütttechnik. „Ich übertrage die Farbe aber nicht nur auf das Bild, die Konturen der Farbflächen werden mit einem schwarzen Lackstift oder Edding eingerahmt, dadurch erhält das Bild seinen plastischen 3D-Stil“, erklärt Suk und erzählt von ihrer Tochter Svenja, die auch sehr gerne malt. „Im Moment sind es Figuren und Regenbögen. Wenn ich bei meinen Platten sitze und die Farbteile mit dem Stift umrande, kommt sie oft und fragt, ob sie mir helfen darf. Sie fasst dann einen Farbkleks nach und ist darauf sehr stolz.“

Firmencharakter wird Kunst

Seit zwei Jahren hat sich Petra Suk auf Firmenlogos und Wunschmotive spezialisiert. Das persönliche Gespräch mit dem Auftraggeber sei dabei das allerwichtigste. „Nur so kann ich die Persönlichkeit wiedergeben und die Firma bestmöglich reflektieren. Manche Auftraggeber wünschen sich, die Kraft und Energie der Firma darzustellen, manche wollen eher einen ruhigeren Effekt“, berichtet die Künstlerin. „Dr. Schneider von der „iwi“ ist mir im Erstgespräch wie der Ozean vorgekommen, eine Persönlichkeit mit Leidenschaft und positiver Kraft. Das spiegelt sich nun im Bild.“ Die Wirkung von Farben auf Stahl ist faszinierend. Suks Kunstwerke können ab 1.200 Euro erworben werden und inkludieren Schablonen und Lochung sowie Transport und Montage auf Anfrage. Ein Bild hat zwischen 8 und 14 kg und ist bis zu 1,5 mm stark. [Text: Karin Legat]

Weitere Werke unter www.sukpetra.com

Autor/in:
Redaktion Metall
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