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Kärntner Nachwuchsmetaller lernen Drehen und CNC-Programmierung auf neuen Präzisions-Drehmaschinen des Typs E30 von Weiler.

Lernen am besten Gerät

20.09.2018

14 neue Präzisionsdrehmaschinen für die CNC-Ausbildung am Wifi Kärnten.

Weiler-Geschäftsführer Alexander Eisler (l.) und Franz Rechberger, Bereichsleiter der Konstruktion und Entwicklung, vor einem der Lieferwagen, mit denen die 14 Präzisions-Drehmaschinen nach Klagenfurt transportiert wurden.
Weiler

Die vor 80 Jahren gegründete Weiler Werkzeugmaschinen GmbH aus Mausdorf/Emskirchen in der Nähe des mittelfränkischen Herzogenaurach ist ein Familienunternehmen und mit bislang über 150.000 verkauften Maschinen Marktführer im deutschsprachigen Raum für konventionelle und zyklengesteuerte Präzisions-Drehmaschinen. CNC-Präzisions-Drehmaschinen und Radialbohrmaschinen ergänzen die Produktpalette. Rund 550 Mitarbeiter produzieren am Hauptsitz in Nordbayern und an einem zweiten Fertigungsstandort im tschechischen Holoubkov.
Eingesetzt werden die Präzisions-Drehmaschinen „Made in Germany“ in der Ausbildung genauso wie in der Einzel- und Kleinserienfertigung von Industrie und Gewerbe. Zu finden sind sie u.a. bei Universitäten und Forschungsinstituten, Optik- und Medizintechnikunternehmen genauso wie bei Maschinen-, Werkzeug- und Formenbauern, etc.
Seit 2015 gehört zur Unternehmensgruppe der Familie Eisler zudem die Kunzmann Maschinenbau GmbH in Remchingen-Nöttingen, ein 1907 gegründeter Hersteller von Universalfräs- und Bohrmaschinen sowie Bearbeitungszentren.

www.weiler.de

Mehr als ein Dutzend Präzisions-Drehmaschinen hat der deutsche Maschinenbauer Weiler an das Wirtschaftsförderungsinstitut Kärnten geliefert. Am Standort Klagenfurt werden sie künftig für die Aus- und Weiterbildung in Metallberufen eingesetzt.

14 Präzisions-Drehmaschinen des Typs E30 sind im Wifi Klagenfurt nun im Ausbildungseinsatz, beispielsweise für Umschulungen, Meister- und Lehrabschlussprüfungen. „Davor haben wir 23 Jahre lang das Vorgängermodell E35 von Weiler genutzt und waren sehr zufrieden“, erzählt Werkstättenkoordinator Franz Schöffmann. Auch nach über zwei Jahrzehnten im Lehreinsatz arbeiteten die Maschinen noch sehr zuverlässig. Allerdings war die ehemals moderne Steuerung schließlich veraltet. Damals war der USB-Standard noch nicht eingeführt, stattdessen gab es ein Diskettenlaufwerk.

Also wurden EU-weit neue Maschinen ausgeschrieben. Kriterien waren dabei neben der Präzision und Vielseitigkeit eine hohe Bedienfreundlichkeit und Zuverlässigkeit. Aufgrund enger Raumverhältnisse sollten die Drehmaschinen außerdem platzsparend aufgestellt werden können. „Weiler war der beste Anbieter, deswegen haben wir uns wieder für die Marke entschieden“, erklärt Schöffmann, der sich über die Neuanschaffung freut: „Die Bedienung der Maschinen ist sehr handlich, sie sind gut für die Ausbildung geeignet.“

Weiler-Geschäftsführer Mag. Alexander Eisler sieht im Auftrag eine Bestätigung für die hohe Qualität der in Emskirchen bei Herzogenaurach (D) entwickelten und gefertigten Maschinen. „Das Wifi als größte Aus- und Weiterbildungsorganisation Österreichs ist für uns ein wichtiger Partner, denn die Ausbildung dort ist auf sehr hohem Niveau und hat Vorbildcharakter“, sagt Eisler, „Unternehmen und Betriebe orientieren sich bei der Anschaffung neuer Maschinen oft an den dort verwendeten Modellen.“

CNC-Einstieg erleichtert

Die E30 ist das kleinste Modell aus einer Reihe von zyklengesteuerten Präzisions-Drehmaschinen von Weiler. Diese zeichnen sich durch verschiedene Bedienungsmodi aus, die sich rasch wechseln lassen: Die Bediener in Klagenfurt können sowohl manuell arbeiten – über Handräder – als auch vorprogrammierte Zyklen abrufen und selbst weitere Zyklen in die CNC-Steuerung einprogrammieren. Dabei sind nicht nur für das Drehen, sondern auch das Bohren und Gewindeschneiden bereits Zyklen vorhanden. Somit erleichtern die Maschinen den Einstieg in das CNC-gesteuerte Arbeiten und das Schreiben eigener Programme. Und sie beschleunigen die Herstellung von Gütern, die in geringer Stückzahl gefertigt werden: Hier würde es deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, die Steuerung jedes Mal von Grund auf neu zu programmieren.

Gefragte Ausbildungsmaschinen

Auch bei den Berufsmeisterschaften „AustrianSkills“ (22. bis 25. November 2018 in Salzburg), bei denen Österreichs beste Nachwuchskräfte in 40 Berufsfeldern um die Staatsmeistertitel rittern, sind Dreh- und Fräsmaschinen der Familienunternehmen Weiler und Kunzmann dabei. Bei den Wettkämpfen im CNC-Drehen bzw. CNC-Fräsen fertigen die Teilnehmer an sechs Präzisionsdrehmaschinen Weiler Praktikant VCD und sechs Universal-, Fräs- und Bohrmaschinen Kunzmann WF 410 M die mechanischen Komponenten einer Baugruppe.

Die beiden seit 2015 in der Unternehmensgruppe verbundenen Partnerfirmen sponsern regelmäßig Berufswettkämpfe im deutschsprachigen Raum, 2016 die letzten AustrianSkills und 2017 die deutschen Meisterschaften. Auch für die Weltmeisterschaften im Vorjahr in Abu Dhabi und 2013 in Leipzig haben sie Maschinen und Personal zur Verfügung gestellt.

Autor/in:
Redaktion Metall
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