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Meisterschmiede Wien: Das Bildungs-Buffet ist eröffnet

Video. Dompfarrer Toni Faber sprach seinen Segen, und neben den zahlreichen prominenten Gästen waren auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig und WKW-Präsident Walter Ruck zugegen, als das neue Wiener Ausbildungszentrum „Meisterschmiede“ offiziell eröffnet wurde.

Der Wiener Bürgermeister gratulierte der Innung und betonte, dass die neue Meisterschmiede „ein Zeichen an die Zunft ist, dass wir an diese Berufe glauben." Zudem verwies er auf die Bedeutung für den Wirtschaftsstandort, „durch die gute Zusammenarbeit der Sozialpartner, die hier optimale Rahmenbedingungen, für gute Ausbildungsmöglichkeiten für die Fachkräfte Wiens, schaffen."

Begeistert war auch der Wiener Wirtschaftskammerpräsident Walter Ruck: „Heute ist ein großer Tag. Hier wird von einer Innung bewiesen, was Interessensvertretung noch ist! Unsere Gesellschaft wird immer arbeitsteiliger und Fachkräfte dadurch immer wichtiger. Der traditionsreiche Beruf der Metalltechniker wird durch dieses Gebäude fortbestehen und Ausbildungen ermöglichen.“

Neue Heimat der Ausbildung

Dem Innungsmeister der Wiener Metalltechniker, Georg Senft, war die Freude natürlich ebenfalls anzusehen: „Die Meisterschmiede ist eine neue Ausbildungsstätte. Wir freuen uns darauf in diesem Gebäude junge Leute und den Nachwuchs für die Branche zu fördern. Es macht Sinn, all jene, die mit Metall zu tun haben, in einem Gebäude zu vereinen, damit voneinander gelernt werden kann. Mit solchen Aktionen wird sichergestellt, dass ein traditionsreicher Beruf auch sicher weiterbesteht.“

Spartenobfrau für Gewerbe & Handwerk Maria Smodics-Neumann betonte in ihrer Festrede, dass „die Lehrlingszahlen im Steigen sind, und hoffentlich viele neu ausgebildete Lehrlinge diese Schmiede verlassen werden.“ Und auch Bezirksvorsteher Georg Papai freute sich über die Belebung der Region Strebersdorf, die mit der Schnellbahn optimal an das Zentrum Wiens angeschlossen ist.

Tolles Programm

Moderator Adi Niederkorn führte die rund 250 Festgäste durch die zahlreichen Höhepunkte des Abends. Einer dieser Höhepunkte war der Einbau der „Zeitkapsel“ in das hochmoderne Gebäude, welche als Zeitdokument für zukünftige Generation dient. Und als Sensation kann die Präsentation des 600 Jahre alten „Bruderschaftsbuch der St. Leonhardszeche“ bezeichnet werden. In diesem lange verschollen geglaubten Buch haben sich bereits im Mittelalter die Metalltechniker verewigt. Das historische Dokument aus dem 15. Jahrhundert protokolliert nämlich die Tätigkeiten der Zunftmitglieder in zahlreichen Einträgen und zeigt damit die große Tradition und die ungebrochene Geschichte des Berufsstandes auf. Das ist nicht nur für die Historiker des Wien Museum, dem das Buch als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde, ein spannender Einblick in die Welt der Metaller von damals.

Heimlicher Höhepunkt der Gäste war jedoch die Verköstigung mit Spanferkel vom Metallspieß und traditionellem „Stachelbier“. Das feine, mit einem heißen Eisenstab (dem „Stachel“) behandelte Getränk gibt’s nicht jeden Tag – wohl aber Ausbildung vom Feinsten in der modernen Wiener Meisterschmiede.

 

Autor/in:
Redaktion Metall

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