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Günther Sommer (Mitte) erläutert die Vorzüge von Orgadatas Software LogiKal.

Metallbau: Software im Teamwork

29.02.2016

Die Softwarehäuser CAD-Plan, Orgadata und T.A. Project stellten auf einer Roadshow das neue Konzept einer gemeinsamen Projektquelle vor.

Zur Beschreibung dieser neuen Form der Zusammenarbeit wählt Michael Thauerböck ganz bewusst das Wort „genial“. Und der Geschäftsführer der Firma „Baumann/Glas“ spricht von der bedeutenden Zusammenführung dreier Welten, die dem Metallbau wichtige Impulse geben wird. Thauerböcks Urteil bezieht sich auf die Qualität der Software-Zusammenarbeit, die drei IT-Unternehmen Ende 2015 auf einer Roadshow in Linz vorgestellt haben: Die Softwarehäuser CAD-Plan, Orgadata und T.A. Project haben auf einer Tournee durch den deutschsprachigen Raum Ende 2015 ihre Programme „Athena“ (2D/3D-Konstruktions-Software für Metallbau und Fassadentechnik), „LogiKal“ (Kalkulations- und Konstruktions-Software für den Fenster-, Türen- und Fassadenbau) und ­„E-R-Plus“ (ERP-System im Bereich des Metall-, Fassaden- und Stahlbaus) präsentiert. 
Mehr noch als die einzelnen Software-Lösungen stand die neue Form des Teamworks der drei Programme im Vordergrund: Alle drei Programme können mit der Umsetzung der Innovation auf ein und dieselbe Projektquelle zurückgreifen. Wird zum Beispiel ein Projekt in LogiKal angelegt, stehen alle zugehörigen Daten auch in den Zeichnungen in Athena zur Verfügung und ebenso in der kaufmännischen Betrachtung des E-R-Plus. Und jede Änderung an dem Projekt in einem der drei Programme setzt die betreffenden Änderungen in den beiden Partner-Programmen um: automatisch und unmittelbar – wie von Zauberhand.

Synchrone Programme

Wenn Metallbauer zum Beispiel in einer Athena-Zeichnung Profile oder Maße eines Elementes modifizieren, arbeiten auch 
LogiKal und E-R-Plus direkt mit den Änderungen. „Diese vollständige Synchronisation zwischen den drei Programmen ist schon optimal“, zeigt sich Manfred Böhm von der Hueck Aluminium GmbH begeistert von der neuen Entwicklung. 

Auch Michael Thauerböck findet Gefallen am Teamwork der drei Software-Lösungen: „Die volle Integration von Logi­Kal, E-R-Plus und Athena ergibt einen nahtlosen systemübergreifenden Prozess, der zurzeit im Metallbau durch kein anderes mir bekanntes System erreicht wird. Wenn im Metallbau derzeit von Industrie 4.0 die Rede ist, dann ist für mich diese Zusammenarbeit die erste marktreife Lösung.“ Und mit Wolfgang Eilmsteiner vom Unternehmen „mglas“ lobt ein weiterer Roadshow-Besucher die Synergien: ­„Alle am Projekt beteiligten Software-Anwender sind bei jedem Zugriff auf dem aktuellsten Stand. Das garantiert die perfekte Abstimmung.“ 

Gemeinsame Datenquelle

Aus den Aussagen der drei Anwender kann man durchaus auf eine revolutionäre Weiterentwicklung schließen: Denn mit dem Prinzip der gemeinsamen Projektquelle erhöht sich die Produktivität bei gleichzeitiger Verringerung von Fehlerquellen. Die drei Softwarehäuser haben sozusagen ein erstklassiges Änderungs-Management geschaffen. Dank der Software-Innovation können Metallbauer den Änderungswünschen beispielsweise von Architekten sicher und souverän begegnen: Eine „neue Gelassenheit im Metallbau“ bahnt sich an, beruhend auf dem Konzept der gemeinsamen Datenquelle.

Vor den Augen des Roadshow-Publikums haben die Referenten in Linz bei der Software-Live-Präsentation die Fenster, Türen und Fassaden des „Bürohauses an der ­Elbe“ gebaut. Zum Beispiel 20 Lochfenster in drei verschiedenen Serien für die Nordfassade, eine Treppenhaus-Fassade für die Ostseite, eine Fluchttür für das Staffelgeschoß und eine Fassade mit Eckausbildung für das Erdgeschoß. 

Die Zuschauer konnten sich dabei immer wieder von der harmonischen Zusammenarbeit aller drei Programme überzeugen. So hat CAD-Plan an der von Orgadata konstruierten Eckfassade eine Blechfassade angefügt und in Athena weiterbearbeitet. T.A. Project bereicherte die Geschichte vom „Bürohaus an der Elbe“ um den kaufmännischen und organisatorischen Part der Fertigung. 

Steuerung durch Infoserver

Zum Abschluss der Show lud Orgadata die Gäste zu einem virtuellen Ausflug in die Werkstatt ein: Die Software-Spezialisten stellten ihren Info-Server vor, der die Produktion effizient steuern wird. Die Innovation lässt sich auf die jeweilige Situation eines jeden Betriebes anpassen. Die in LogiKal erstellten Elemente werden an den Infoserver übergeben und automatisch in einzelne Arbeitsschritte aufgeteilt. Diese Infos werden gezielt an die jeweiligen Arbeitsstationen übertragen, so dass der Mitarbeiter dort nur noch das sieht, was er für den Arbeitsschritt benötigt. Er wird nicht mit Informationen überfrachtet und muss auch nicht danach suchen. Es genügt die Identifikation eines einzelnen Bauteils, zum Beispiel per Barcode, um alle anderen für diesen Arbeitsschritt benötigten Teile mit aufzulisten. Die Arbeitsschritte werden zudem automatisch protokolliert. In dem Prozess wird die werkseigene Produktionskontrolle zum Kinderspiel.

Die Idee des Info-Servers lobt auch der eingangs zitierte Michael Thauerböck: „Ich denke häufig darüber nach, wie sich Dinge in den Metallbau einbringen lassen, die im Automobilbau oder im Anlagenbau im Standard zum Erfolg führen. Der Info-Server ist ein gutes Beispiel für so eine Lösung.“

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