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Nur nichts anbrennen lassen! Auch am Schmiedefeuer können sich Frauen beruflich verwirklichen.

Metallhandwerk sucht Nachwuchs

11.03.2016

Handwerkliches Geschick und technisches Interesse sind die besten Voraussetzungen, um einen Handwerksberuf zu erlernen. In der Metalltechnik warten spannende Berufe mit Zukunft.

Mit Talent und Ehrgeiz schaffen's Österreichs Schweißfachkräfte bei Wettbewerben regelmäßig in die Weltspitze.

In der Sparte Metalltechnik gibt es heute zahlreiche spezifische Ausbildungswege. „Die richtige Berufswahl trägt auch zum Lebensglück junger Menschen bei. Nicht umsonst ist der modulare Lehrberuf ‚Metalltechnik‘ seit einigen Jahren, auch gemessen an den Ausbildungszahlen, der beliebteste Lehrberuf Österreichs“, sagt Harald Schinnerl, NÖ Landesinnungsmeister und Bundesinnungsmeister Metalltechnik.

Die „richtige“ Berufswahl

Mädchen und Burschen, die ihre Schullaufbahn mühelos durchlaufen, finden sich häufig in einer sitzenden Tätigkeit im Büro wieder. Die handwerkliche Begabung der jungen Generation wird bei der Berufswahl schnell zweitgereiht.

Oft sind bei der Ausbildungswahl junger Menschen die Tipps der Eltern ausschlaggebend, oft ist es der vermeintliche Glaube, dass sich mit Bürotätigkeit ein besserer Verdienst erzielen lässt. Fakt ist aber auch, dass eine handwerkliche Tätigkeit Freude bereitet. Ein vollendetes Werkstück, eine kniffelige Aufgabe, die geschafft wurde, oder eine schwierige Herausforderung, die zur Kundenzufriedenheit gelöst wurde, all das macht zu Recht stolz und bringt ein Gefühl der Zufriedenheit im Job.

Gute Verdienstmöglichkeiten

„Handwerk hat goldenen Boden“ sagt ein altes Sprichwort. Gerade jetzt sucht die Wirtschaft Menschen, die ihre Arbeitsleistung, ihre Ideen und Fähigkeiten in das Handwerk einbringen. Damit eröffnen sich heutzutage ebenfalls Karrierechancen und attraktive Verdienstmöglichkeiten.

Berufsbilder in der Metalltechnik

In der Metalltechnik werden Werkstoffe wie Stahl, Aluminium oder Eisen von Hand und maschinell bearbeitet. Es werden dabei Objekte, Einrichtungen, Schlösser, Beschläge, Geräte und andere Produkte wie Tore, Stiegen, Geländer oder Tafeln etc. gefertigt oder repariert.

Gute physische Verfassung ist eine Voraussetzung für die Erfüllung der Aufgaben. Es braucht aber auch Intelligenz, um die technischen Pläne zu lesen und zu verstehen, die erforderlichen Arbeitsschritte zu planen und auszuführen und Kunden bei der Auswahl der geeigneten Werkstoffe beraten zu können.

Aus- und Weiterbildung

Mit der Lehre erhalten junge Menschen eine duale Ausbildung: die Praxis im Lehrbetrieb und die Theorie in der Berufsschule, die sich um bestmögliche Unterstützung aller Auszubildenden bemüht. Weiterbildungen wie Schweißkurse oder auch die Meisterprüfung bieten hier interessante Entwicklungsmöglichkeiten.

Meisterhafte Meisterschaften

Wer Talent und Ehrgeiz mitbringt, kann es weit bringen: Schon während der Lehrzeit sorgen Wettbewerbe auf Landes- und Bundesebene für eine Standortbestimmung der erworbenen Qualifikationen. Auch nach dem Lehrabschluss können junge Fachkräfte in Berufsmeisterschaften ihre Fähigkeiten messen. Wer dabei Spitzenleistungen zeigt, kann sogar zu internationalen Kräftemessen wie EuroSkills oder WorldSkills fahren. So haben zum Beispiel bei den Berufsweltmeisterschaften WorldSkills 2015 in Brasilien der niederösterreichische Landmaschinentechniker Philipp Seiberl eine Goldmedaille und der steirische Metallbauer Martin Schwaiger eine Bronzemedaille „abgeräumt“. Und zwei weitere Metalltechniker — der CNC-Dreher Alexander Wagner und der Schweißer Thomas Käferböck — wurden für ihre WM-Leistungen mit „Medallions for Excellence“ ausgezeichnet. [red/db]

Autor/in:
Redaktion Metall
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