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Metallindustrie erhält Gute Bank-Noten

10.05.2014

Hohe Wertschöpfung und Exportrate, steigende Beschäftigung und Aufwind bei den Stahlpreisen.

Die Bank Austria stellt der Stahl und Metall verarbeitenden Industrie Österreichs ein gutes Zeugnis aus. Diese sei im internationalen Vergleich überdurchschnittlich wettbewerbsfähig, das zeige sich am Exportüberschuss und der hohen Wertschöpfung. Auch wenn der Stahlverbrauch in Europa insgesamt unterdurchschnittlich wachsen dürfte, seien die Aussichten in Österreich gut.

 

Exportüberschuss

Im Jahr 2013 verbuchte Österreich mit Stahl und Stahlwaren einen Exportüberschuss von 3,3 Milliarden Euro, bei Metallwaren waren es 2,1 Milliarden Euro, schreibt Bank-Austria-Ökonom Günter Wolf. Die erfolgreichsten Exportartikel seien Beschläge und Bauelemente aus Stahl und Aluminium, und das obwohl in Österreich das Kostenniveau hoch liegt und bei diesen Produkten mehr Preis- als Qualitätswettbewerb herrsche. „Das heißt, österreichische Hersteller konnten sich in qualitativ hochwertigen Nischen erfolgreich spezialisieren und eine stabile Marktposition aufbauen“, meint Wolf. Auch erwirtschafte die Stahlindustrie pro Beschäftigtem im Durchschnitt 110.000 Euro Wertschöpfung, das sind um rund 70 Prozent mehr als der Durchschnitt der EU-Staaten (EU-27). In der Metallverarbeitung liege die Wertschöpfung je Beschäftigtem mit 68.000 Euro um 55 Prozent über dem EU-Schnitt. Die hohe Wettbewerbsfähigkeit stärke die Perspektiven beider Branchen des Metallsektors in Österreich, obwohl insgesamt langfristig die Nachfrage nicht besonders stark zunehmen dürfte.

Im globalen Vergleich verliere Europas Metallindustrie an Bedeutung, denn die wichtigsten Kunden – Bauwirtschaft, Fahrzeug- und Elektroindustrie – stagnieren in Europa. Während der Stahlbedarf weltweit um jährlich 2 Prozent wachsen dürfte, werde es in Europa nur 1 Prozent Plus geben, erinnert Wolf an eine Prognose des Weltstahlverbandes.

 

Fünf Prozent Wachstum

Nominell dürfte die österreichische Stahlindustrie und Metallverarbeitung um mindestens 5 Prozent wachsen. Damit werde nicht nur der Rückgang des Vorjahres wettgemacht, sondern es werde ein höheres Wachstum als in den letzten zehn Jahren geben. Im weiteren Jahresverlauf rechnet Wolf mit einem „Tempogewinn“ der Stahl- und Metallwarenkonjunktur.

Beide Branchen haben gegen den allgemeinen Industrietrend die Beschäftigung sowohl 2013 als auch im Jänner und Februar 2014 erhöht. [red/apa]

Autor/in:
Redaktion Metall
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