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Werkzeuge zur Metallbearbeitung als einer von vielen Themenschwerpunkten der Metav.

Metav 2018 sorgt für Impulse

26.02.2018

Mitte Februar bestätigte sich auf der Düsseldorfer Fachmesse Metav 2018 das herrschende Konjunkturhoch auch in der Metallbearbeitungsbranche.

Impulse für Investitionen und spontane Geschäftsabschlüsse – so fassen die Veranstalter den Erfolg der Metav 2018 in knappen Worten zusammen. Nach fünf ereignisreichen Messetagen könne man behaupten, dass sich das neue Ausstellungskonzept etabliert habe. „Die Qualität der Kunden ist erfreulich hoch. Und es ist tatsächlich so, dass wir auch hier unsere Maschinen verkaufen konnten“, fasst etwa der Verkaufs- und Marketingleiter Reiner Hammerl von den Index-Werken in Esslingen zusammen. Und Andreas Lindner, Deutschland-Geschäftsführer des spanischen Herstellers Bimatec Soraluce in Limburg, freut sich ganz besonders: „Heute Morgen haben wir auf der Metav einen Riesenabschluss über 1 Mio. Euro gemacht, mit einem Kunden, den wir nicht auf dem Plan hatten, und für den es auch kein Angebot gab.“ Nachsatz: „Wir sind zufrieden!“

Mehr Investitionen

Die gute Branchenkonjunktur hinterließ wie erwartet auch auf der Düsseldorfer Metallfachmesse ihre Spuren. Rund ein Drittel der Besucher geben in der Besucherbefragung an, dass sie Investitionen planen, vor allem in Werkzeugmaschinen, Messtechnik, Fertigungs- und Prozessautomatisierung sowie Präzisionswerkzeuge. „Das zeigt uns, dass wir mit der Fokussierung der Metav auf den Kernbereich der Metallbearbeitung und die ergänzenden Themen in den Areas richtig liegen“, sagt Wilfried Schäfer, Geschäftsführer beim Metav-Veranstalter VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). Bemerkenswert sei auch, dass rund ein Viertel der investitionsbereiten Besucher die Kapazitäten ihres Betriebes mit neuen Maschinen erweitern wollen.

Weniger Besucher

„Die boomende Konjunktur enthält allerdings für uns auch einen Wermutstropfen. Die Unternehmen sind stark ausgelastet, deshalb können viele Firmen ihre Mitarbeiter kaum entbehren“, sagt Schäfer. Und so sind statt der erwarteten 30.000 nur 26.500 Fachbesucher auf das Düsseldorfer Messegelände gepilgert. 11 Prozent davon aus dem Ausland — hauptsächlich aus den Niederlanden, der Schweiz, Belgien und Österreich.

Neues Konzept

Das „Area“-Konzept, das vor zwei Jahren aus der Taufe gehoben wurde, und auf die Themen Qualität, generative Fertigung, Werkzeug- und Formenbau sowie Medizintechnik fokussiert, habe sich nun bei Ausstellern und Besuchern voll etabliert. Diese „Areas“ stellen Themen und Produkte gleichermaßen heraus. In den angeschlossenen Foren werden ergänzende Informationen angeboten. Bei den Fachbesuchern, die dieses Angebot mittlerweile offenbar kennen, richtet sich das Interesse stark auf Werkzeugmaschinen und Präzisionswerkzeuge, dabei auch speziell auf Maschinen für den Werkzeug-, Formen- und Modellbau, Prüf- und Messtechnik sowie Qualitätsmanagementsysteme und – mit erheblichem Zuwachs – auf Additive Manufacturing.

Eine zentrale Rolle spielt auch „Industrie 4.0“; Lösungen dazu wurden im gleichnamigen Themenpark präsentiert, aber auch auf vielen Ständen der 560 Aussteller — und natürlich ebenso beim VDW, der eine Brancheninitiative zur Entwicklung einer gemeinsamen, herstellerneutralen Schnittstelle für die Anbindung von Maschinen an übergeordnete IT-Systeme gestartet hat. „Es liegt noch viel Arbeit vor uns, trifft aber genau den Nerv vieler Anbieter und Nutzer in kleinen und mittelständischen Unternehmen“, erklärt Schäfer.

Die nächste Metav findet in zwei Jahren, im März 2020, statt.

Autor/in:
Redaktion Metall
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